Willkommen auf dem Portal für Mediengestalter
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Asi Prollowski
Dabei seit: 30.09.2005
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Verfasst So 06.05.2007 19:05
Titel
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| Tofutante hat geschrieben: | | Ist für Grafik-Design doch etwas wenig, finde ich. Das sind knapp über 10 Euro Stundenlohn. Da kriegste ja als Putzfrau schon mehr. |
Ich kenn gerade die entsprechenden Tarife nicht, aber wenn man hier teilweise mitbekommt, wie für 1500 Euro Brutto im Monat Stunden geschoben werden, ich weiss nicht recht.
Mit der Putze, das würde ich auch so nicht stehenlassen. Ich kenne zufällig die Abrechnung eines Bekannten, der bei einem Gebäudedienstleister schafft, der hat um die 1500 Euro brutto bei einer 40-Stunden-Woche.
Ich schaff derweil als Kraftfahrer mit einem übertariflichen(!) Stundenlohn von knappen zehn Euro. Die übertarifliche Zahlung verrechnet sich mit Überstunden bis einschliesslich Stunde 175. Ab Stunde 176 werden 25% Überstundenzuschlag bezahlt.
Muss jeder für sich selber entscheiden, ich mach es lieber so rum und hab Miete und Kühlschrankfüllung im Sack und mach den Medienkram nebenbei und kann dadurch entsprechende Vergütungen halten bzw. angehen. Ich muss eben keine Website für 50 Euro schrauben, weil ich die 50 Euro gerade brauche um nicht aus der Krankenkasse zu fliegen.
Wenn es Themenstarterseitig nur um drei Tage gehen, die vielleicht schonmal Miete und Kühlschrank abdecken, dann blieben theoretisch noch vier Tage für eigene Kunden. Mit Sicherheit besser, als ein Fulltimepraktikum mit einer Vergütung zwischen Nix und 200 Euro.
Zuletzt bearbeitet von Asi Prollowski am So 06.05.2007 19:06, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Tofutante
Dabei seit: 20.04.2006
Ort: Ruhrpott
Alter: -
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Verfasst So 06.05.2007 23:26
Titel
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| Asi Prollowski hat geschrieben: | | Mit der Putze, das würde ich auch so nicht stehenlassen. Ich kenne zufällig die Abrechnung eines Bekannten, der bei einem Gebäudedienstleister schafft, der hat um die 1500 Euro brutto bei einer 40-Stunden-Woche. |
Es kommt einfach immer darauf an, wo man arbeitet. In Privathaushalten wird für eine zuverlässige Reinigungskraft auch 12, - Euro und mehr bezahlt.
| Asi Prollowski hat geschrieben: | | Muss jeder für sich selber entscheiden, ich mach es lieber so rum und hab Miete und Kühlschrankfüllung im Sack und mach den Medienkram nebenbei und kann dadurch entsprechende Vergütungen halten bzw. angehen. |
Ja, ja, das ist ja auch völlig ok. Irgendwie muss ja jeder irgendwie durchkommen. Nur sollten halt untertarifliche Bezahlungen dennoch auch beim Namen genannt werden. Ich meine, es ist doch eigentlich traurig, dass Hungerlöhne heutzutage schon als "normal" gelten. Irgendjemand hatte doch mal diese unsägliche Tabelle veröffentlicht, diese Einschätzung, welche Löhne für Mediengestalter ok sind ("1200,- Euro = Glück gehabt" oder so ähnlich). Ich hab es tatsächlich erlebt, dass Arbeitgeber sich bei Vorstellungsgesprächen darauf berufen, um mit wirklich unterirdischen Gehaltsangeboten anzukommen. Weil das ja hier gestanden hätte, dass das normal wäre. Es würde, glaube ich, ganz anders laufen, wenn ein größeres Bewusstsein für ungerechte oder zumindest einfach zu niedrige Löhne vorhanden wäre - auf Arbeitgeber und -nehmerseite.
Zuletzt bearbeitet von Tofutante am So 06.05.2007 23:32, insgesamt 1-mal bearbeitet
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GreenMan
Dabei seit: 07.09.2003
Ort: Bremen
Alter: -
Geschlecht:
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Verfasst So 06.05.2007 23:43
Titel
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Leider, leider hat unsereiner aber keine starke Interessenvertretung ...
... und mit der Einigkeit ist es meist auch nicht allzuweit her
Zuletzt bearbeitet von GreenMan am So 06.05.2007 23:43, insgesamt 1-mal bearbeitet
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c_writer
Account gelöscht
Ort: -
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Verfasst So 06.05.2007 23:46
Titel
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| Tofutante hat geschrieben: | | Asi Prollowski hat geschrieben: | | Mit der Putze, das würde ich auch so nicht stehenlassen. Ich kenne zufällig die Abrechnung eines Bekannten, der bei einem Gebäudedienstleister schafft, der hat um die 1500 Euro brutto bei einer 40-Stunden-Woche. |
Es kommt einfach immer darauf an, wo man arbeitet. In Privathaushalten wird für eine zuverlässige Reinigungskraft auch 12, - Euro und mehr bezahlt. |
Das sind dann allerdings keine Vollzeitjobs. Deshalb sind solche Vergleiche Milchmädchenrechnungen. Wer im Reinigungsgewerbe Vollzeit als Angestellter arbeitet, verdient eben maximal in der Größenordnung, die Asi genannt hat.
| Zitat: |
Ja, ja, das ist ja auch völlig ok. Irgendwie muss ja jeder irgendwie durchkommen. Nur sollten halt untertarifliche Bezahlungen dennoch auch beim Namen genannt werden. |
Wo es gar keine Tarife gibt - in der Werbebranche etwa - gibt es auch keine untertarifliche Bezahlung.
Sondern eben eine aussertarifliche. Und die kann gut oder schlecht sein. Für Berufseinsteiger ist sie häufig eher schlecht, für gute Leute mit Erfahrung ist sie gut. Ich möchte jedenfalls nicht mit vergleichweise (!) kümmerlichen Lohnerhöhungen von 4,1 % nach mehr als einem Jahrzehnt ohne auskommen müssen ...
| Zitat: | | Ich meine, es ist doch eigentlich traurig, dass Hungerlöhne heutzutage schon als "normal" gelten. Irgendjemand (Basti?) hatte doch mal diese unsägliche Tabelle veröffentlicht, diese Einschätzung, welche Löhne für Mediengestalter ok sind ("1200,- Euro = Glück gehabt" oder so ähnlich). |
Nö, "1300 Pech" (...) 2000 und mehr Glückspilz".
Und das sind die _Einstiegsgehälter_. Keiner redet davon, dass dies das dauerhafte Gehaltsniveau ist.
| Zitat: | | Ich hab es tatsächlich erlebt, dass Arbeitgeber sich bei Vorstellungsgesprächen darauf berufen, um mit wirklich unterirdischen Gehaltsangeboten anzukommen. Weil das ja hier gestanden hätte, dass das normal wäre. Es würde, glaube ich, ganz anders laufen, wenn ein größeres Bewusstsein für ungerechte oder zumindest einfach zu niedrige Löhne vorhanden wäre - auf Arbeitgeber und -nehmerseite. |
Es würde auch ganz anders laufen, wenn 'irgendwas mit Design' nicht so fuchtbar modisch wäre und entsprechend viele, auch total unbegabte, Leute in den Markt drängten.
Nach ein paar Jahren Berufserfahrung regelt sich das meiner Meinung nach aber von ganz alleine. Die, die es nicht drauf haben, merken schnell, dass sie nicht in der hochdotierten Easy-Klickibunti-Welt der Porschefahrer und Proseccosäufer gelandet sind und finden sich entweder damit ab, dass sie als 'Pixelschubsen' auch weiterhin nicht so besonders doll bezahlt werden oder sie verlassen die Branche und diejenigen, die hart arbeiten und gut sind, freuen sich über Gehälter, von denen gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer in der Regel träumen. Allerdings halt auch ohne 35-Stundenwoche und Steinkühlerpause ...
c_writer
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oliver_mahlke
Gesperrt
Dabei seit: 25.12.2006
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: -
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Verfasst So 06.05.2007 23:55
Titel
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Die Sichtweise von Asi ist definitiv die realistischste. Was bringt es mir zu wissen das ich mehr verdienen könnte wenn mir der Job in dem das der Fall wäre nicht zur Verfügung steht.
Man sollte nicht darüber nachdenken was sein könnte, sondern aus dem was ist das beste rausholen.
Und in der Tat deckt so ein 3Tage Job (ich hab auch einen 60Std./Monat Nebenjob) zumindest das nötigste ab, könnte eventuell Kontakte schaffen, und lässt zugleich Zeit genug die Voraussetzungen für eine bessere Zukunft zu schaffen.
Ich würde zugreifen.
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Asi Prollowski
Dabei seit: 30.09.2005
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: -
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Verfasst Mo 07.05.2007 00:14
Titel
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Als Ergänzung und zum Vergleich: Meine Freundin hat mal als Aushilfe auf 400-Euro-Basis in einem bundesweit verbreiteten Ramschschuppen gearbeitet. Der Stundenlohn betrug 4,75 Euro brutto. Um auf 400 Euro zu kommen, waren über 80 Stunden abzuleisten.
Selbst 24 Wochenstunden Anzeigenumbruch für 1.000 Euro brutto sind im Vergleich durchaus annehmbar.
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Diesel
Gesperrt
Dabei seit: 09.12.2003
Ort: Hamburg
Alter: -
Geschlecht:
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Verfasst Mo 07.05.2007 02:06
Titel
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| oliver_mahlke hat geschrieben: | Die Sichtweise von Asi ist definitiv die realistischste. Was bringt es mir zu wissen das ich mehr verdienen könnte wenn mir der Job in dem das der Fall wäre nicht zur Verfügung steht.
Man sollte nicht darüber nachdenken was sein könnte, sondern aus dem was ist das beste rausholen.
Und in der Tat deckt so ein 3Tage Job (ich hab auch einen 60Std./Monat Nebenjob) zumindest das nötigste ab, könnte eventuell Kontakte schaffen, und lässt zugleich Zeit genug die Voraussetzungen für eine bessere Zukunft zu schaffen.
Ich würde zugreifen. |
Dieser Beitrag in Ehren, aber was hat das alles mit Design zu tun? Mir ist schon lange aufgefallen das dieser ganze Designbereich unterwandert und von Quereinsteigern und Autodidakten kaputtgefahren wird. Sich deshalb eines Designers zu bezichtigen ist trotzdem krank und unangemessen, wenn man denn keiner ist. Auch hier würde ich immer wieder dafür votieren, diese ganzen schrägen Quereinsteiger zu elemenieren, MG's als Designer zu verbieten und Design, wenn überhaut als Quereinsteiger unter Beweis stellen zu müssen. Solange das in Deutschland nicht unter Strafe gestellte wird, sehe ich eine große Gefahr für den diesen gesamten Bereich, was mann denn auch bald spüren wird.
Das ist vergleichbar damit das eine Artzhelferin auf einmal der Doktor sein möchte. Dadurch werden viele nicht gesünder und sterben eher.
So, das war mein Wort zu Sonntag.
Gruß Diesel
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Astro
Dabei seit: 14.04.2003
Ort: german in tyrol
Alter: 33
Geschlecht:
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Verfasst Mo 07.05.2007 06:53
Titel
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Geh woanders flamen.
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