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Aktuelles Datum und Uhrzeit: Di 06.12.2016 13:18 Benutzername: Passwort: Auto-Login

Thema: Freelancer Erfahrungsaustausch vom 05.04.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Freelancer Erfahrungsaustausch
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digitalremedy.de
Threadersteller

Dabei seit: 14.05.2003
Ort: Nürnberg
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 05.04.2004 09:37
Titel

Freelancer Erfahrungsaustausch

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Guten Morgen allerseits,

ich hoffe hier sind auch einige Freelancer ab und an unterwegs.
Ich dachte ich poste mal und frage euch so wie Ihr an eure Akquise rangeht
sei es bei Werbeagenturen oder auch bei Direktakquise an den Kunden.

Ich selbst bin seit Sommer letzten Jahres selbstständig und denke es wäre sicherlich
nicht ungut die ein oder Andere Erfahrung mit euch zu teilen.

Wäre schön , wenn Ihr eure Erfahrungen in diesem Posting veröffentlicht.

Grüße
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 05.04.2004 10:00
Titel

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wie so vieles in unserer schönen medienwelt funktioniert auch die kundenaquise viel über schon vorhandene kontakte. kaltaquise bringt (vor allem für einzelkämpfer) meiner meinung nach nicht viel. das beste sind empfehlungen schon vorhandener kunden. was auch immer gut kommt ist für agenturen zu arbeiten. dabei ist es von vorteil über wissen zu verfügen das die agentur nicht hat (z.b. php-programmierung oder sowas in der art), um deren leistungsportfolio zu erweitern. damit fahre ich zur zeit am besten.

irgendwelche mailings oder dergleichen werden von potentiellen kunden zumeist ignoriert oder mit der frage beantwortet "wir haben keinen bedarf". versuche viel mit namenhaften agenuten zusammenzuarbeiten um dein portfolio zu füllen. durch diese zusammenarbeit ergeben sich viele kontakte an die man so nie gelangt wäre die dann zumeist gute aufträge nach sich ziehen. so ist das zumindest bei mir und ich fahre momentan ganz gut damit.
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Sen

Dabei seit: 29.03.2004
Ort: Hamburg
Alter: 34
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 05.04.2004 17:19
Titel

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ist es eigentlich möglich auch ohne ausbildung erfolgreich zu sein oder liegen einem da zu viele steine im weg? ich weiss ja nicht genau wie agenturchefs drauf sind, bis auf meinen, aber ich denke man könnte mit den erforderlichen kenntnissen doch eigentlich mitarbeiten, die probezeit überstehen und evtl sogar festangestellt werden... habe sowas schon gehört. eure meinung dazu?
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 05.04.2004 17:26
Titel

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Sen hat geschrieben:
ist es eigentlich möglich auch ohne ausbildung erfolgreich zu sein oder liegen einem da zu viele steine im weg? ich weiss ja nicht genau wie agenturchefs drauf sind, bis auf meinen, aber ich denke man könnte mit den erforderlichen kenntnissen doch eigentlich mitarbeiten, die probezeit überstehen und evtl sogar festangestellt werden... habe sowas schon gehört. eure meinung dazu?


wenn du durch deine kompetenzen überzeugst (durch gute projekte oder ein gutes portfolio - kann auch ein fiktives sein) wüsste ich nicht was gegen einen quereinsteiger sprechen sollte. leider zeigt aber die erfahrung, das die meisten leute die keine ausbildung genossen haben oder anderweitig erfahrungen in dem berufsfeld gesammelt haben nix taugen. aber auch hier bestätigen die ausnahme n die regel.

man muss halt einfach beweisen was man kann und das man es gut kann.
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 05.04.2004 17:58
Titel

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aUDIOfREAK hat geschrieben:
Sen hat geschrieben:
ist es eigentlich möglich auch ohne ausbildung erfolgreich zu sein oder liegen einem da zu viele steine im weg? ich weiss ja nicht genau wie agenturchefs drauf sind, bis auf meinen, aber ich denke man könnte mit den erforderlichen kenntnissen doch eigentlich mitarbeiten, die probezeit überstehen und evtl sogar festangestellt werden... habe sowas schon gehört. eure meinung dazu?


wenn du durch deine kompetenzen überzeugst (durch gute projekte oder ein gutes portfolio - kann auch ein fiktives sein) wüsste ich nicht was gegen einen quereinsteiger sprechen sollte. leider zeigt aber die erfahrung, das die meisten leute die keine ausbildung genossen haben oder anderweitig erfahrungen in dem berufsfeld gesammelt haben nix taugen. aber auch hier bestätigen die ausnahme n die regel.

man muss halt einfach beweisen was man kann und das man es gut kann.


Ja, dass sehe ich genauso. Mit Photoshop Co. was zaubern zu können, ist eine Sache. In der Regel wird man aber auf einen Freelancer zurückgreifen, um bestimmte Projekte bei Produktionsspitzen möglichst komplett herausgeben zu können. Da benötigt man einfach Leute mit entsprechender Erfahrung, die sich möglichst schnell in bestehende Organisationsstrukturen eindenken können. In meiner Zeit als Angestellter habe ich oft Freelancer gehasst, weil wir deren Mentalität 'nach mir die Sintflut' ausbaden durften. Wenn die Typen keinen Text korrekt abtippen konnten, mussten wir den ganzen Käse noch einmal Korrektur lesen und da fragt man sich schon, ob es das bringt. Nach einigen schlechten Erfahrungen haben wir lieber Überstunden gemacht, als mit Freelancern zusammenzuarbeiten, weil die ganze Jobkontrolle zu viel Zeit in Anspruch nahm..

Ich denke als guter Freelancer, muss man konkrete Produktionserfahrung haben, um wirklich da aushelfen zu können, wo es personell klemmt. Meistens wollen die Agenturen auch aussagekräftige Referenzen sehen, sonst kriegt man ohnehin nirgendswo einen Fuß rein. Ansonsten: Vitamin B ist hier - wie überall sonst auch - absolut empfehlenswert. Bei der Vielzahl an arbeitslosen Mediengestaltern und Grafikern hat man als Seiteneinsteiger meines Erachtens heute kaum noch eine Chance. Die Zeiten sind definitiv vorbei. Und ich will ganz ehrlich sein - Gottseidank. Ich habe wirklich zu viele Typen kennengelernt, die sich für die Designkönige hielten und keinen Plan von garnichts hatten ...

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am Mo 05.04.2004 17:58, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Sen

Dabei seit: 29.03.2004
Ort: Hamburg
Alter: 34
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 06.04.2004 10:04
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Würde mich nicht als jemanden bezeichnen der in der Lage wäre jetzt den Quereinstieg zu vollführen. Bin noch Praktikant und das ist auch gut so. Die meisten sind nunmal eben der Meinung sie könnten alles, nur weil es in ihrem geistigen Tiefland nur so etwas gibt wie subjektive Schönheit des Produkts. Für sie zählen die Normen und Formen eher weniger, weil sie sie garnicht bemerken. Desto mehr Ahnung man von dem hat was man tun muss, umso mehr Respekt hat man davor etwas in diesem großen Konzept zu verbocken. Da haben es die "Anfänger" eben mental leichter. Die kümmern sich garnicht erst darum. Hauptsache ihnen gefällt es am Ende
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 06.04.2004 10:24
Titel

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Sen hat geschrieben:
Würde mich nicht als jemanden bezeichnen der in der Lage wäre jetzt den Quereinstieg zu vollführen. Bin noch Praktikant und das ist auch gut so. Die meisten sind nunmal eben der Meinung sie könnten alles, nur weil es in ihrem geistigen Tiefland nur so etwas gibt wie subjektive Schönheit des Produkts. Für sie zählen die Normen und Formen eher weniger, weil sie sie garnicht bemerken. Desto mehr Ahnung man von dem hat was man tun muss, umso mehr Respekt hat man davor etwas in diesem großen Konzept zu verbocken. Da haben es die "Anfänger" eben mental leichter. Die kümmern sich garnicht erst darum. Hauptsache ihnen gefällt es am Ende


und das ist ja der jammer... deshalb gibt es so viele hinterhofdesigner. der normalkunde an sich hat meist auch nicht wirklich ahnung von gestaltungsregeln und nimmt das was er vorgesetzt bekommt meist als gegeben hin. ob das nun gut oder schlecht ist. (und über den geschmack mancher kunden brauchen wir uns denke ich auch nicht unterhalten - da kommen manchmal schon arg wüste sachen zum vorschein).

ganz arg ists im webbereich. da haben die kunden meist überhaupt keine ahnung und lassen sich noch viel leichter irgendwas aufschwatzen. hauptsache funktioniert, man muss sich net mit der technik beschäftigen und man is mit seiner firma im internet. viele firmenbesitzer haben noch nicht erkannt das eine gute internetseite visitenkarte und marketingtool zugleich ist. denn bevor irgendwer auch nur eine broschüre oder katalog einer firma in händen hält hat er schon längst im internet über ebendiese recherchiert. und mit einer schlechten webseite macht man sich eben gleich so manchen neukunden kaputt, weil man mit einem unprofessionellen internetauftritt auch gleich ein unprofessionelles image bekommt.

sinn und zweck in einem medienberuf muss es aber sein seine kunden optimal zu beraten und dazu gehört vor allem fachliches know how und erfahrung. die selbstbeweihräuchernden "art-directoren" die keinen plan aber ne große klappe haben gehören so langsam zur aussterbenden art. durch unsere wirtschaftliche lage wird mehr denn je auf ein werbebudget acht gegeben. es wird halt nicht nur einfach werbung gemacht um des machens willen, sondern es müssen nach einer werbeaktion auch konkrete ergebnisse (im umsatz z.b.) zu sehen sein! und ich denke da haben dann die leute ohne plan ziemlich verlohren, weil´s hier eben nicht darum geht irgendwelche designs zu zaubern sondern für die richtige lösung für das richtige problem anzubieten. und das kann man nur wenn man sein handwerk aus dem ff beherrscht.
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 06.04.2004 11:21
Titel

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Sen hat geschrieben:
Da haben es die "Anfänger" eben mental leichter. Die kümmern sich garnicht erst darum. Hauptsache ihnen gefällt es am Ende


Naja, dem kann ich mich nicht anschließen. Genausogut kann man argumentieren, dass Politiker idealerweise keinerlei fachliche Vorbildung haben sollten, damit sie möglichst unbefangen Entscheidungen treffen können. Hautsache dem Wahlvolk schmeckt's.

Ich habe es persönlich schon mehrfach erlebt, dass irgendwelche Kreativen dem Kunden etwas aufgetischt haben, was dem Kunden auch gefiel, was sich leider als nicht umsetzbar erwies oder was mit erheblichen Folgekosten verbunden war. Viele Kunden sind von solchen kreativen Ergüssen mittlerweile eher ernüchtert und viele Kunden mit denen ich heute so zu tun habe, haben mittlerweile erstaunlich viel Sachverstand und fragen gezielt nach der technischen Realisierbarkeit und den Folgekosten.

Wenn Du heute ein Mailing gestaltest, musst Du halt auch die Portokosten und die technischen Vorschriften der Post kennen und berücksichtigen. Die Zeiten in denen man hier einfach drauflos gestalten durfte und ein Produktioner dann die realisierbaren Entwürfe durchgewinkt oder ein Reinzeicher alles geradegerückt hat, sind vorbei. Beim heutigen Kostendruck läßt sich nur noch verdienen, wenn zielgerichtet gearbeitet wird.

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am Di 06.04.2004 11:22, insgesamt 1-mal bearbeitet
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