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Thema: Existenzgründung direkt nach dem Studium? vom 30.12.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Existenzgründung direkt nach dem Studium?
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vince-1
Threadersteller

Dabei seit: 18.09.2006
Ort: Stuttgart
Alter: 38
Geschlecht: -
Verfasst Sa 30.12.2006 23:32
Titel

Existenzgründung direkt nach dem Studium?

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Hallo zusammen,

wir haben es geschafft. Nach elf Semestern Studium im Bereich Medien naht für uns beide der Abschluss: Medienautor | Master of Arts. Doch was nun? Verschenken wir uns jetzt und machen Praktika, gehen wir Angestellten-Verhältnisse ein oder wagen wir den Schritt in die gemeinsame Selbständigkeit?

Vor dem jetzigen Studium haben wir Medieninformatik und –gestaltung sowie Germanistik und Kunst studiert. Wir sind fit in den Bereichen Interaktive Medien, Multimedia, Beratung & Konzeption , 3D-Animation, Printmedien; können texten, fotografieren und filmen.

Was meint ihr, sollen wir es wagen? Welche Vorraussetzungen sollte man für die Selbständigkeit mitbringen? Wo seht ihr die Hauptprobleme einer Existenzgründung? Wessen sollte man sich bewusst sein, was gilt es unbedingt zu beachten? Wie schätzt ihr die momentane Situation ein? Wie erfolgreich waren eure Existenzgründungen und warum?

Schon mal vielen Dank für die Tips und eure Hilfe!

Vince & Joanne
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c_writer
Account gelöscht


Ort: -

Verfasst So 31.12.2006 03:19
Titel

Re: Existenzgründung direkt nach dem Studium?

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vince-1 hat geschrieben:


Was meint ihr, sollen wir es wagen? Welche Vorraussetzungen sollte man für die Selbständigkeit mitbringen?


Welche habt Ihr? Viel Theorie aus dem Studium, das sehe ich - aber wie sieht's mit der Praxis aus?

Ihr braucht mindestens

a) Startkapital, das für eine Durststrecke am Anfang ausreicht
b) Solides Grundwissen von der Rechtsform über Steuern und Abgaben bis zur Vertragsgestaltung
c -z ) Kontakte und Beziehungen, die in konkrete Aufträge umzuwandeln sind.

Zitat:
Wo seht ihr die Hauptprobleme einer Existenzgründung?


Im Fehlen von Kunden, in allzu rosigen Vorstellungen über die Selbstständigkeit, im Mangel an Praxis (Referenzen).

Zitat:
Wessen sollte man sich bewusst sein, was gilt es unbedingt zu beachten?


Erstmal die FAQ zum Thema hier im Forum lesen, dann die Suche benutzen und darin auftauchende Links absurfen danach offene Fragen hier stellen. Ausserdem ein Existenzgründerseminar bei der IHK o.ä. ins Auge fassen.

Zitat:
Wie schätzt ihr die momentane Situation ein?


Kommt darauf an, was Ihr könnt und wen Ihr kennt. Ich würde sagen, von 10 Startups gehen 9,5 ein.

c_writer
 
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
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Alter: 36
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Verfasst So 31.12.2006 12:23
Titel

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also so ganz ohne praxiserfahrung und vor allem kontakte würde ich mich nicht selbständig machen. ihr mögt nun in der theorie fähige mediendesigner sein, was euch aber für die selbständigkeit fehlt sind vor allem kaufmännisches wissen (wie muss meine kalkulation aussehen, welchen stundensatz verlange ich, etc.) und was noch viel wichtiger ist: kontakte - denn ohne die werdet ihr maximal kleinkunden bekommen, die aber nicht zum überleben reichen.

ich bin jetzt seit über 3 jahren selbständig und in meiner laufbahn gab es genau 4 kunden, die ich per kaltaquise bekommen habe. alle restlichen kunden (mittlerweile, wenn man auch die ganzen kleinen fische mit einmaligen aufträgen dazu rechnet, sind das um die 120) kamen über empfehlungen und kontakte.

aus dem grund würde ich euch erstmal zu einem angestelltenverhältnis raten. hier könnt ihr mal schauen wo der hase läuft, wie kunden so ticken usw. und zum kontakte knüpfen ist das auch eine super basis. das erste jahr habe ich zu 80 % für eine agentur gearbeitet, für ich ich während meiner ausbildung nebenbei öfters tätig war. am ende der ausbildung waren so viele aufträge vorhanden, das es eben für die selbständigkeit gereicht hat.

das angestelltenverhältnis hat auch den vorteil, das ihr erstmal kapital zur seite schaffen könnt. ich geh mal davon aus, als frischgebackener ex-student hat man nicht unbedingt 10.000 € auf der hohen kante. sollte man aber - denn nicht jeden monat kommt immer das selbe geld rein. es kann auch sein, das mal n monat oder 2 flaute herrscht. was aber jeden monat kommt sind rechnungen! ihr glaubt gar nich wer alles geld will, wenn man selbständig ist. und dafür sollte man auf jeden fall was in der rückhand haben. denn sonst is der traum der selbständigkeit schon nach nem halben jahr vorbei!

eine gute übersicht zum thema is unsere faq selbständigkeit:
http://www.mediengestalter.info/forum/45/faq-der-weg-in-die-selbststaendigkeit-45370-1.html?highlight=faq+selbstst%E4ndigkeit


Zuletzt bearbeitet von aUDIOfREAK am So 31.12.2006 12:27, insgesamt 1-mal bearbeitet
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shahak

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Verfasst So 31.12.2006 13:49
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Ich würde dir auch raten, dich erstmal nicht selbstständig zu machen.
Dir fehlt noch garantiert Erfahrung im Berufsleben, warst du ausserdem schon mal Selbständig?
Und ausserdem, anfänger wird keiner beauftragen.
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schachbrett

Dabei seit: 11.10.2006
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Verfasst So 31.12.2006 16:24
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No Risk - no Fun! Eure Kunden werden nicht von selber kommen - aber so naiv sollte nach einem Hochschulstudium wohl niemand sein, das anzunehmen Lächel
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aUDIOfREAK

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Verfasst So 31.12.2006 16:35
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schachbrett hat geschrieben:
No Risk - no Fun! Eure Kunden werden nicht von selber kommen - aber so naiv sollte nach einem Hochschulstudium wohl niemand sein, das anzunehmen Lächel


nur sollte man eben auch nix überstürzen. weil was bringt es einem, wenn man sich selbständig schimpft aber net davon leben kann? und so ganz ohne vorbereitung würd ich das nich riskieren wollen. sonst sitzt man schneller beim sozialamt, als man insolvenz sagen kann...

sich selbständig zu machen ist ein schritt, den man sich reiflich überlegen muss, weil das eben einige wichtige konsequenzen nach sich zieht. das fängt beim wegfall der arbeitslosenversicherung an und hört da auf, aus dem sozialsystem zu fallen, wenn man seine beiträge für die krankenversicherung nemmer zahlen kann.

ich denke der weg "angestellter sein und nebenbei ein gewerbe betreiben" ist für den anfang die richtige wahl. man hat ein gesichertes einkommen und kann schon mal vorbereitungen für die volle selbständigkeit treffen.
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nanu

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Verfasst Mo 01.01.2007 20:14
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aUDIOfREAK hat geschrieben:
sich selbständig zu machen ist ein schritt, den man sich reiflich überlegen muss, weil das eben einige wichtige konsequenzen nach sich zieht. das fängt beim wegfall der arbeitslosenversicherung an und hört da auf, aus dem sozialsystem zu fallen, wenn man seine beiträge für die krankenversicherung nemmer zahlen kann.


Man kann doch freiwillig in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, wenn man es denn will.


Zitat:
schachbrett hat geschrieben:
No Risk - no Fun! Eure Kunden werden nicht von selber kommen - aber so naiv sollte nach einem Hochschulstudium wohl niemand sein, das anzunehmen


Genau, rein ins kalte Wasser.. vorher ein gutes Konzept erstellen, um dabei nicht (so schnell) unterzugehn.
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 01.01.2007 20:27
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nanu hat geschrieben:
aUDIOfREAK hat geschrieben:
sich selbständig zu machen ist ein schritt, den man sich reiflich überlegen muss, weil das eben einige wichtige konsequenzen nach sich zieht. das fängt beim wegfall der arbeitslosenversicherung an und hört da auf, aus dem sozialsystem zu fallen, wenn man seine beiträge für die krankenversicherung nemmer zahlen kann.


Man kann doch freiwillig in die Arbeitslosenversicherung einzahlen, wenn man es denn will.


wenn man vorher nicht in die versicherung eingezahlt hat (und das hat man als frischer ex-studi meist nich), kannste das knicken:

Zitat:
http://www.ihre-vorsorge.de/Themen-2006-Freiwillige-Arbeitslosenversicherung-Arbeitslosenversicherung-fuer-Selbststaendige.html?session=0b8f93b8fe94e7fc76abb1d5eef15840

Die Interessenten müssen unmittelbar vor dem Eintritt in die Selbstständigkeit versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung gewesen sein.
Sie müssen in den 24 Monaten vor Beginn ihrer Selbstständigkeit mindestens zwölf versicherungspflichtige Monate nachweisen können. In der Regel sind das Beschäftigungsmonate, es zählen aber auch andere Zeiten, beispielsweise die Erziehung von Kindern unter drei Jahren.


ausserdem ist das geld das man bekommt dann auch max. der harz iv satz - ob das so erstrebenswert ist, wag ich mal zu bezweifeln.
nanu hat geschrieben:

Zitat:
schachbrett hat geschrieben:
No Risk - no Fun! Eure Kunden werden nicht von selber kommen - aber so naiv sollte nach einem Hochschulstudium wohl niemand sein, das anzunehmen


Genau, rein ins kalte Wasser.. vorher ein gutes Konzept erstellen, um dabei nicht (so schnell) unterzugehn.


was nützt dir das schönste konzept, wenn du keine zahlende kundschaft hast? ne kinders - geht das ganze ma echt nich so blauäugig an. so nen spruch kann nur jemand vom stapel lassen, der nich selbständig is und davon leben muss! wenn du keine kohle auffer seite hast, kriegste da ganz schnell gewaltige probleme und hockst buchstäblich schneller auf der straße als du schauen kannst. zuerst kannste deine miete nich mehr zahlen. dann deinen strom und dein wasser. als nächstes wirft dich deine krankenkasse raus, weil du die beiträge nich mehr zahlen kannst. neuversichert wirst du dann nur noch zu horrenden beitragssätzen. dann krichste n blinddarmdurchbruch und darfst die 30.000 € behandlungskosten selbst bezahlen. und dann hättest du dir gewünscht, nicht so blauäugig gehandelt zu haben.


Zuletzt bearbeitet von aUDIOfREAK am Mo 01.01.2007 20:31, insgesamt 1-mal bearbeitet
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