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Thema: Erlebnisse eines Bewerbers (war: Mein heutiger AUFREGER!) vom 14.12.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Erlebnisse eines Bewerbers (war: Mein heutiger AUFREGER!)
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rheingauer

Dabei seit: 09.05.2003
Ort: im Rheingau
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 30.12.2005 12:07
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Ellie hat geschrieben:
..
Wer das mitmacht hat doch wirklich selbst Schuld. ..


so siehts mal aus. ich höre zwar auch das gejammer, aber ich persönlich kann das nicht bestätigen. ich habe nach MG ausbildung angefangen zu studieren und mache noch chillig bisschen projektmanagement einen nachmittag (!) in der woche in der agentur und bekomme in etwa dass, was ich in der vollzeit ausbildung im monat bekommen habe... andere agenturen haben versucht mich abzuwerben, das habe ich aber wegen zuviel stress abgelehnt.

das selbe in grün jetzt für das praxissemester, was klagen da manche, "nur absagen" alles unrealistisch, wo die hinwollen. brabus, ja klar. wer sich dann beschwert, dass nix vergütet wird, selber schuld. habe zwei bewerbungen geschrieben, initiativ, und sofort bin ich schön im produktmanagement einer deutschen mittelständischen firma mit tarifvertrag. und ein bekannter amerikanischer konzern wollte mich auch haben, da mich mein marketing prof da empfohlen hat. aber ich fahr doch nicht jeden morgen nach frankfurt *balla balla*

ich denke, wenn man gute leistung bringt und realistisch denkt, klappt das auch heute ganz gut. das sieht man auch bei den selbstständigen hier im board, die sich gegen billige konkurrenz durchsetzen müssen. leistung und qualität zahlen sich aus und setzen sich durch. hoffentlich * Ich bin ja schon still... *
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Knalltüte

Dabei seit: 27.04.2004
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Fr 30.12.2005 15:49
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Bedingungen eines Arbeitnehmers an den Arbeitgeber:

A: (Vom Arbeitgeber auszufüllen)
Gehaltsvorstellungen des Arbeitgebers (bitte hier eintragen): ____________________ Euro/Monat


B: (Vom Arbeitnehmer auszufüllen)
Kommentar des Arbeitnehmers zum vorgeschlagenen Gehalt in Punkt A (bitte ankreuzen):

1. Genehmigt
2. Muss mir das überlegen
3. Ist mir zu wenig
4. Geht gar nicht
5. Bist Du total bescheuert oder was?
6. Nie im Leben!

(Erläuterung von Punkt B für den Arbeitgeber)
Wurden vom potenziellen Arbeitnehmer die Punkte 1 oder 2 angekreuzt, so brauchen sie diesen Antrag nicht weiter beachten. Wurde Punkt 3 angekreuzt, dann sollten Sie noch mal in Verhandlungen treten. Wenn Sie sich hier nicht einigen können, aber durchaus Interesse an einer Zusammenarbeit mit diesem Arbeitnehmer besteht, dann gilt das Selbe wie bei den Punkten 4, 5 und 6, welches wir in Punkt C aufgeführt haben:


C: (Vom Arbeitnehmer auszufüllen)
Der vom Arbeitgeber veranschlagte Hungerslohn von _____ Euro im Monat, beinhaltet folgende Leistungen (bitte nach eigenem Ermessen ankreuzen):

Pünktliches Erscheinen am Arbeitsplatz
Eigenständiges Anschalten der Arbeitsgräte (Computer, Drucker etc.)
Eigenständiges Bedienen der Tastatur zum eintippen von Passwörtern
Einprägen der Passwörter
Annahme von internen Telefongesprächen und E-Mails
Annahme von externen Telefongesprächen und E-Mails
Weiterleiten von Telefongesprächen und E-Mails (kommentarlos)
Weiterleiten von Telefongesprächen und E-Mails (Mit freundlichen Grüßen)
Eigenständiges Ausschalten der Arbeitsgräte (Computer, Drucker etc.)


D: Folgende Zusatzleistungen sind nur gegen Aufpreis enthalten

Arbeiten: 50 Euro pro Stunde
Gut und gewissenhaft arbeiten: 75 Euro pro Stunde

Bei Fragen:
Standardantwort: 5 Euro
Eine Antwort die Nachdenken erfordert: 18 Euro
Eine brauchbare Antwort: 25 Euro

Mitdenken:
Mitdenken aber nichts sagen: 2 Euro und ein Lächeln
Mitdenken und entsprechend handeln: 45 Euro pro gute Tat
Vorrausschauendes Denken und Handeln: 250 Euro pro Tag

Überstunden:
Die erste Überstunde: 55 Euro*
Jede weitere Überstunde: 30 Euro*
(Ab 22 Uhr kommt ein Nachtzuschlag von 30 Euro pro Stunde hinzu)
* Der Preis beinhaltet noch nicht den oben genannten Stundensatz (siehe unter Arbeiten)

Gute Laune am Arbeitsplatz kostet 85 Euro pro Tag
(ohne Garantie)

Der Arbeitnehmer versichert, dass er alle Angaben nach besten Gewissen angekreuzt hat und sich daran halten wird: 3500 Euro vor Antritt der neuen Arbeitstelle

Guten Rutsch an Alle !!!! Grins
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NRK

Dabei seit: 28.12.2005
Ort: Dortmund
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 30.12.2005 18:44
Titel

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das ist ja schon fast politisch hier. einfach ein typischer teufelskreis:

- um überhaupt einen job zu haben sind viele bereit für einen hungerlohn zu arbeiten
- die löhne werden aber nie steigen, wenn leute bereit sind dafür zu arbeiten

man kann einerseits den leuten die sich unter wert verkaufen keinen vorwurf machen, weil es (je nach region) oft die einzige möglichkeit ist überhaupt in seinem job zu arbeiten. aber andererseits können die löhne nur steigen wenn derart schlecht bezahlte stellenangebote kollektiv abgelehnt werden.
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M_a_x

Dabei seit: 28.02.2005
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 30.12.2005 23:22
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Tja, machnmal ist es einfach lukrativer, Taxi zu fahren.
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MissLungen

Dabei seit: 02.01.2006
Ort: Hamburg
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Di 03.01.2006 11:28
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naja, irgendwo muss man doch anfangen. erstmal zeigen, was man kann und dann kann man pokern. ich finde es vermessen, zu sagen, dass die einen alle nur ausbeuten wollen. "die" sind auch nicht immer nur die ganz ganz großen, sondern haben auch ab und an am "sparkurs" zu knabbern.
im übrigen ist der bereich ja inzwischen auch wirklich ziemlich gut ausgefüllt. von der masse her jedenfalls. von der qualität her eben nicht.
und wenn so viele wollen kann ich mir als arbeitgeber selbstverständlich das beste suchen was auch noch günstig arbeitet.
rückrat heißt für mich, dass ich mich vom kleinen pisser nach ganz oben arbeite. und ich halte es für sehr straight, für 200 euro im monat zu arbeiten, und trotzdem sagen zu können, dass der lerneffekt viel wichtiger ist.
das ist es nämlich: im idealfall sitzt du bei deinem praktikum nicht nur rum und kochst kaffee, sondern lernst da mehr als in den folgenden jahren.


im übrigen kommt man mit 900 euro im monat gut hin.
ich habe monatlich 450 euro zur verfügung. und zahl meine eigene wohnung in hh.
wobei dieser zustand natürlich nicht sooo geil ist.
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Knalltüte

Dabei seit: 27.04.2004
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Di 03.01.2006 14:05
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MissLungen hat geschrieben:
naja, irgendwo muss man doch anfangen. erstmal zeigen, was man kann und dann kann man pokern. ich finde es vermessen, zu sagen, dass die einen alle nur ausbeuten wollen. "die" sind auch nicht immer nur die ganz ganz großen, sondern haben auch ab und an am "sparkurs" zu knabbern.
im übrigen ist der bereich ja inzwischen auch wirklich ziemlich gut ausgefüllt. von der masse her jedenfalls. von der qualität her eben nicht.
und wenn so viele wollen kann ich mir als arbeitgeber selbstverständlich das beste suchen was auch noch günstig arbeitet.
rückrat heißt für mich, dass ich mich vom kleinen pisser nach ganz oben arbeite. und ich halte es für sehr straight, für 200 euro im monat zu arbeiten, und trotzdem sagen zu können, dass der lerneffekt viel wichtiger ist.
das ist es nämlich: im idealfall sitzt du bei deinem praktikum nicht nur rum und kochst kaffee, sondern lernst da mehr als in den folgenden jahren.


im übrigen kommt man mit 900 euro im monat gut hin.
ich habe monatlich 450 euro zur verfügung. und zahl meine eigene wohnung in hh.
wobei dieser zustand natürlich nicht sooo geil ist.


Ich gebe Dir Recht zu sagen, dass man auch ruhig mal klein anfangen sollte. Ich bin auch der Meinung dass man z.B. direkt nach der Ausbildung nicht gleich zum Spitzenverdiener werden muss.

Aber ich kann auch verstehen, dass es Grenzen gibt. Die Leute, die direkt von der Ausbildung kommen, wohnen oft noch zu Hause. Diese Zeit kann man nutzen um erst mal nach Jobs zu schauen bei denen man nicht so viel verdient. Aber wenn einer schon länger in dem Job arbeitet und evtl. auch eine Familie zu ernähren hat, dann kann ich verstehen das dieses Lohndumping zum Problem wird.

Eine Freundin von mir hatte 2300 Euro brutto als MG verdient (mit 5 Jahren Berufserfahrung – gelernte Schriftsetzerin). Dann wurden viele Leute entlassen und sie musste sich einen neuen Job suchen. Das neue Angebot war 1600 Euro brutto (in einer Großstadt!!). Für sie hätte das bedeutet, ihre Wohnung aufzugeben, das Auto zu verkaufen und aufs Land zu ziehen. Bei den flexiblen Arbeitzeiten die wir so haben, und für das Gehalt... ich kann verstehen, dass sie das Angebot nicht angenommen hat.
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frank

Dabei seit: 17.08.2004
Ort: Bremen
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 03.01.2006 17:37
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Knalltüte hat geschrieben:
MissLungen hat geschrieben:
naja, irgendwo muss man doch anfangen. erstmal zeigen, was man kann und dann kann man pokern. ich finde es vermessen, zu sagen, dass die einen alle nur ausbeuten wollen. "die" sind auch nicht immer nur die ganz ganz großen, sondern haben auch ab und an am "sparkurs" zu knabbern.
im übrigen ist der bereich ja inzwischen auch wirklich ziemlich gut ausgefüllt. von der masse her jedenfalls. von der qualität her eben nicht.
und wenn so viele wollen kann ich mir als arbeitgeber selbstverständlich das beste suchen was auch noch günstig arbeitet.
rückrat heißt für mich, dass ich mich vom kleinen pisser nach ganz oben arbeite. und ich halte es für sehr straight, für 200 euro im monat zu arbeiten, und trotzdem sagen zu können, dass der lerneffekt viel wichtiger ist.
das ist es nämlich: im idealfall sitzt du bei deinem praktikum nicht nur rum und kochst kaffee, sondern lernst da mehr als in den folgenden jahren.


im übrigen kommt man mit 900 euro im monat gut hin.
ich habe monatlich 450 euro zur verfügung. und zahl meine eigene wohnung in hh.
wobei dieser zustand natürlich nicht sooo geil ist.


Ich gebe Dir Recht zu sagen, dass man auch ruhig mal klein anfangen sollte. Ich bin auch der Meinung dass man z.B. direkt nach der Ausbildung nicht gleich zum Spitzenverdiener werden muss.

Aber ich kann auch verstehen, dass es Grenzen gibt. Die Leute, die direkt von der Ausbildung kommen, wohnen oft noch zu Hause. Diese Zeit kann man nutzen um erst mal nach Jobs zu schauen bei denen man nicht so viel verdient. Aber wenn einer schon länger in dem Job arbeitet und evtl. auch eine Familie zu ernähren hat, dann kann ich verstehen das dieses Lohndumping zum Problem wird.

Eine Freundin von mir hatte 2300 Euro brutto als MG verdient (mit 5 Jahren Berufserfahrung – gelernte Schriftsetzerin). Dann wurden viele Leute entlassen und sie musste sich einen neuen Job suchen. Das neue Angebot war 1600 Euro brutto (in einer Großstadt!!). Für sie hätte das bedeutet, ihre Wohnung aufzugeben, das Auto zu verkaufen und aufs Land zu ziehen. Bei den flexiblen Arbeitzeiten die wir so haben, und für das Gehalt... ich kann verstehen, dass sie das Angebot nicht angenommen hat.

Dann hatte deine liebe Freundin auf dem Antwortbogen
wohl auch nur 4 von 9 "Pflichtleistungen" unter "C" angekreuzt.
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Knalltüte

Dabei seit: 27.04.2004
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Di 03.01.2006 20:11
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frank hat geschrieben:
Dann hatte deine liebe Freundin auf dem Antwortbogen
wohl auch nur 4 von 9 "Pflichtleistungen" unter "C" angekreuzt.


Nein, sie hat ein besseres Angebot bekommen Grins

Sie hätte kein Problem gehabt, wegzuziehen oder das Auto aufzugeben. Sie sagte auch, ein bisschen weniger Geld wäre auch nicht schlimm gewesen. Aber nur, wenn es sich langfristig für sie gelohnt hätte.
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