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Thema: Druckerei gründen vom 05.02.2013


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Druckerei gründen
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B.E.
Threadersteller

Dabei seit: 05.02.2013
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Verfasst Di 05.02.2013 18:01
Titel

Druckerei gründen

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Hallo liebe community,

ich bin gelernter Tiefdrucker und habe meinen Techniker (Druck- und Medientechnik) auch in der Tasche.
Jetzt will ich alleine eine Druckerei gründen. Bogen Digidruck.

Habe fast nix in der Tasche und würde gern wissen welche Wege es gibt die Ausstattungen zu besorgen.
(Digitaldruckmaschine/ Falzmasch. / Schneidmasch./ Papier/ Farben usw.)

Drucken werde ich: Visitenkarten, Plakate, Flyer, Broschüren, (Bücher), Einladungskarten, Kalender,
Postkarten, Speisekarten.

Platz habe ich genug. Andere Frage ist: Wie bekomme ich Aufträge? Durch Werbung? Firmen anrufen?
Wie soll ich voran gehen? Gewerbe anmelden - Maschinen etc. kaufen - Kunden finden?

Vielen Dank im Voraus!
Liebe Grüße
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type1

Dabei seit: 19.11.2004
Ort: bielefeld
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 05.02.2013 18:40
Titel

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Super Plan!
Wie sind Deine Gedanken dazu? Stichwort: Businessplan.


Zuletzt bearbeitet von type1 am Di 05.02.2013 18:45, insgesamt 2-mal bearbeitet
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someonesdaughter

Dabei seit: 30.10.2011
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Verfasst Di 05.02.2013 18:44
Titel

Re: Druckerei gründen

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B.E. hat geschrieben:


Habe fast nix in der Tasche (...)
Platz habe ich genug. Andere Frage ist: Wie bekomme ich Aufträge? Durch Werbung? Firmen anrufen?
Wie soll ich voran gehen? Gewerbe anmelden - Maschinen etc. kaufen - Kunden finden?


Wovon willst du denn Maschinen kaufen (oder gar den Strom bezahlen, den die verbrauchen), wenn du fast nichts in der Tasche hast?

Das hört sich alles ziemlich schräg an.
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ferrero

Dabei seit: 28.01.2013
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 05.02.2013 19:36
Titel

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Zitat:
Gewerbe anmelden - Maschinen etc. kaufen - Kunden finden


Genau so läuft das.

Nein, im Ernst, was denkst du dir dabei eine Druckerei zu gründen?
In den letzten Jahren wurden die meisten lokalen Druckereien von Flyeralarm und Co. überrollt und die, die noch laufen machen deutlich weniger Umsatz und halten sich nur über Wasser, weil die Stammkunden der letzten 10+ Jahre bleiben und Wert auf guten Service legen.

Solange du kein innovatives Konzept oder eine Nische gefunden hast, wird sich kein Investor / Kreditgeber dafür interessieren.
Und "Visitenkarten, Plakate, Flyer, Broschüren, (Bücher), Einladungskarten, Kalender, Postkarten, Speisekarten" klingt nicht besonders innovativ.
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jo-the-printer

Dabei seit: 04.11.2006
Ort: Bad Münstereifel
Alter: 49
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 06.02.2013 08:29
Titel

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Hallo B.E.

Du geht Dein Vorhaben mehr als "blauäugig" an. Wie meine Vorredner schon geschrieben haben, ist es in Zeiten von absolut günstigen Onlinedruckereien mehr als schwierig, sich mit dem gleichen Portfolie selbständig zu machen.

Dein Vorhaben bedeutet eine Investition von ca. 150.000 bis 300.000 Euro (geschätzt, je nachdem ob Du gebrauchte Geräte oder neue anschaffst). Falls Du das Geld nicht auf Deinem Konto haben solltest, benötigtst du Kredite. Um diese zu beantragen, ist ein Businessplan zwingend notwendig. In diesem Businessplan sollten nicht nur die Geschäftsidee, die Geschäftsphilisophie und die Geschäftsplanung, sondern auch der Punkt "wie komme ich an Kunden" und vor allem "wieviele Kunden benötige ich zum Betreiben einer Druckerei nach meinen Vorstellungen) hieb- und stichfest aufgeführt werden.

Bei einem solchen Vorhaben sollte man schon vorab einen gewissen Kundenstamm haben. Schließlich müssen die Kredite schon ab dem ersten Arbeitstag zurückgezahlt werden. Wenn Du erst nach der Gründung auf "Kundenfang" gehst musst Du entweder - wie oben schon bemerkt - entsprechendes Geld zur Überbrückung auf Deinem Konto haben oder "es geht in die Hose". Stell Dir vor, Du machst Dich selbständig, investierst einen Haufen Kohle und dann "kommt" kein Kunde!

Die goldenen Zeiten sind vorbei. Damals konnte man sich einfach einen Tiegel ins Wohnzimmer stellen und von Trauerdrucksachen und Visitenkarten locker leben. Auf diesem Kundenstamm baute man auf und vergrößerte sich. Aber ob das heute noch so geht, bezweifle ich doch sehr.

Der von Dir geschriebene Anfang lässt vermuten, dass Du Dir zu allen Themen eigentlich noch keine tiefergehenden Gedanken gemacht hast. Hole das unbedingt nach - ansonsten geht das schief!

jo-the-printer
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Mac

Dabei seit: 26.08.2005
Ort: Köln
Alter: 52
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 06.02.2013 10:00
Titel

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Eine vernünftige Alternative wäre, sich bei einer bestehenden Druckerei einzukaufen.

Da hat mandann Maschinen, einen Kundenstamm und
kann sich im Vorfeld ansehen, ob der Laden läuft.
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Basti

Dabei seit: 20.01.2006
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 06.02.2013 11:47
Titel

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Mac hat geschrieben:
Eine vernünftige Alternative wäre, sich bei einer bestehenden Druckerei einzukaufen.

Da hat mandann Maschinen, einen Kundenstamm und
kann sich im Vorfeld ansehen, ob der Laden läuft.


Mit "fast nix in der Tasche" auch nicht so einfach.
Und selbst wenn man es könnte, währe es aktuell ein bissel brisant, aus oben schon genannten Grund (bezüglich Flyeralarm & Co. … ). Mir währe da das Risiko zu groß am Ende mehr ausgegeben zu haben als am Ende verdient.
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ernie-f

Dabei seit: 25.06.2008
Ort: Bayern - Glory South
Alter: 55
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 06.02.2013 11:59
Titel

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Hi, ich hatte nach Abschluss meiner Meisterprüfung „Industriemeister Druck” auch vor eine Druckerei zu gründen. Ist zwar 1992 gewesen, stand aber auch vor dem großen Problem „Finanzierung”.

Mit einem Gründungskonzept wandte ich mich an das zuständige Gründerzentrum und lies mir die Möglichkeiten aufzeigen. Schnell wurde mir klar, dass das so nichts wird.

Ich nahm also eine Anstellung als Abteilungsleiter in einer Druckerei an, die nach einem halben Jahr zur Beförderung zum techn. Bertriebsleiter führte. Nach dem Tod des Inhabers wurde die Druckerei von den Erben aufgelöst.

Durch die Kontakte und meine neu gemachten Erfahrungen die ich in den 2½ Jahren gesammelt habe, habe ich dann den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Der Anfang war alles andere als rosig. Hätte meine Frau zu dieser Zeit nicht dazu verdient, hätte ich die ersten zwei Jahre nicht überstanden.

Angefangen habe ich mit einer gebrauchten Maschine. Alles andere was ich als meine Produkte verkaufte, liess ich von befreundeten Druckerein erledigen, die auch die Ausstattung hatten. Die Gewinnspanne war zu dieser Zeit mehr als o.k.
Im dritten Jahr hatte ich dann genung Kohle, einen gefestigten Kundenstamm und sehr viel Glück, denn einer meiner Hauptkunden war meine eigene Hausbank. Dem Kredit für eine halbwegs vernüftige Ausstattung stand nichts mehr im Weg.

Zugegeben es waren andere Zeiten. Online Druckereien waren noch nicht geboren. 1994 war die PLZ-Umstellung und man konnte damit richtig viel Geld verdienen.

Heute würde ich mir das nicht mehr antun wollen.
Was ich partizipiere und auch Dir empfehlen würde, ist ein eigener Onlinedruckshop der von einschlägig bekannten Onlinern versorgt wird.
Es funzt folgendermassen:
Du bist Besitzer einer Onlindruckerei mit Bestellshop. Alle Aufträge die eingehen können von Dir geprüft, eingestellt und druckfrei gegeben werden. Oder Du überlässt es gegen kleine Gebühr dem Onliner.
Die Aufträge werden vom Onliner produziert, versendet (mit deiener Firma als Absender, an den Kunden oder an dich).

Der Onliner steht völlig im Hintergrund. Für den Kunden bist Du die Druckerei und Ansperchpartner. Auch alle Reklamationen hast Du am Hals. Wenn Du also nicht produktionssicher in dieser Materie bist, kannst Du schnell Probleme haben.

Als Kosten kommen auf Dich zu: die Einrichtung des Shopsystems sowie ein auf Guthaben basierendes Kto. beim Onliner um Aufträge abzuwickeln.

Mit etwas Geschick kannst Du somit anfangen dir eine (erstmal imaginäre) Druckerei aufzubauen. Später kannst Du immer noch einen kleinen Printshop regional aufziehen.

Partner für dieses Geschäftsmodell findet man über seine bevorzugte Suchmaschine.


Zuletzt bearbeitet von ernie-f am Mi 06.02.2013 12:03, insgesamt 1-mal bearbeitet
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