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Thema: [Diskussion] Kosten Webdesign 2000 und heute vom 27.04.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> [Diskussion] Kosten Webdesign 2000 und heute
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eye-fx
Threadersteller

Dabei seit: 24.10.2002
Ort: -
Alter: 40
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 27.04.2004 16:32
Titel

[Diskussion] Kosten Webdesign 2000 und heute

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Ich hatte gerade einen alten Schmöker aus meinem Regal gezogen "Was kostet Webdesign" und diesen Interessehalber durchgeblättert. Als ich bei den Beispielangeboten zu (realen) Auftragsangeboten verschiedener Agenturen gestoßen bin habe ich mit den Ohren geschlackert.

Die Preise die darin beziffert sind, sind z.T. absolut exorbitant (wie ich finde). Da sind Seiten für 20.000 - 30.000 ? drinnen die ich nachheutigen Gesichtspunkten für grob gepeilt 5.000 - 7.000 ? umsetzen würde. Auch die Stundenlöhne die darin angegeben sind, sind wohl heute nicht mehr ganz zeitgemäß.

Mich würde deswegen mal eure Meinung interessieren, wie ihr die Entwicklung von damals bis heut so seht.

Ist der Preisverfall wirklich so groß?
Wie schätzt ihr den zukünftigen Trend ein?
Wo sind regionale Aspekte innerhalb Deutschlands zu sehen - hier ein 150? stundensatz, in einem anderen Gebiet 50? !?
Wo steht Deutschlands Preisgefüge im Vergleich zu anderen Ländern?
Welche Leistungen sind eurer Meinung nach immer noch die am teuer bezahltesten (Datenbankprogrammierung, Screendesign!?)?


Würde mich über eine rege Diskussion freuen. (Falls es das Thema schon mal gab - sorry)
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dede

Dabei seit: 29.04.2002
Ort: Köln
Alter: 39
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 27.04.2004 17:11
Titel

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Tja, das ist aber leider nicht nur bei dem webdesign so. Das ist ja eines der Geschwüre warum immer mehr Arbeitsplätze den Bach runtergehen. Bin mal gespannt wie lange ich noch meinen Arbeitsplatz habe. Muss aber auch sagen gerade in der Kölner Gegend ist es im Moment alles andere als "leicht" etwas neues zufinden - selbst mit 2 Jahren ausgelernter Berufserfahrung mit eigenständigen Arbeitsbereichen. Aber ich schweif ab...also der Preisverfall ist schon sehr spürbar, auch unsere Agentur kalkuliert inzwischen ganz anders und hat dennoch bei den meisten Pitches kaum eine Chance. Über Fähigkeit der Leitung kann man dann auch wieder anfangen zu diskutieren...aber das lasse ich heute. Der Tag war scheisse genug, heute abend gehts in KillBill! 2 OriginalVersion in englisch...dabei ordentlich Bier und dann schauen was passiert...."aber der Alkohol ist doch kein Ausweg"... *ha ha*

Ich sage DOCH!

Ok war fast OffTopic. *zwinker*
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continentaldrift

Dabei seit: 14.05.2003
Ort: münchen | los angeles
Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 27.04.2004 17:19
Titel

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das ist sicher so und die regionalen unterschiede
sind meiner ansicht nach am exorbitantesten und
deutlichsten auf so kleinem raum in berlin zu merken.
da kann man echt nur sagen: im osten leben und
im westen arbeiten, dann ist mal relativ fein raus.

zu der zeit, in der das buch geschrieben wurde
boomte die it branche, jeder hatte geld und alle
welt meinte online präsent sein zu müssen und
deswegen wurden unsummen an geld für leistungen
bezahlt, die man heute wesentlich billiger bekommen
kann.

ich hoffe selbst sehr, dass sich das in einigen jahren
bei einem gesunden mittelmaß einpendelt, bin
mir aber nicht sicher, ob das passieren wird, selbst
wenn sich die wirtschaftliche situation bessern würde.

deutschland steht denke ich mal europaweit irgendwo
in der mitte. dort wo es wieder interessant werden
könnte sind die usa, australien, neuseeland evtl.


greez
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 27.04.2004 17:57
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was uns denke ich die nächsten jahre auch noch gewaltig zu schaffen machen wird (und das nicht nur im webbereich) ist die eu-osterweiterung. vor allem in polen und bulgarien sitzen jede menge leute die´s können und für einen bruchteil des geldes hier in deutschland arbeiten. gut - der mittelstand wird davon eher weniger betroffen sein, aber ich denke viele größere aufträge (vor allem auch druckaufträge) werden wohl in osteuropäische länder abwandern.

viele deutsche firmen ziehen ja schon in den "osten" rüber - ich kenne mittlerweile 2agenturen und auch ein paar freie grafiker die umgezogen sind, weil ihre hauptauftraggeber z.b. nach ungarn gezogen sind.

im webbereich wirds besonder hart werden denke ich. dadurch das man mit kleinen dateien arbeitet ist man ortsunabhängig und braucht in deutschland eigentlich nur jemand der die korrespondenz erledigt, und mit den "arbeitern" z.b. in polen alles weitere abstimmt.

ansonsten ist jetzt vielerorts stark die große fülle an mediendienstleistern zu spüren die sich um überhaupt nen auftrag zu bekommen gegenseitig unterbieten. krassestes beispiel: habe am wochenende nen grafiker in münchen getroffen der ne 80 seitige broschüre angeboten hat. schlussendlich hat den auftrag aber ein "kollege" aus brandenburg bekommen der den job für 240 ? gemacht hat. das is schon arg heftig. das steht halt in keinem verhältnis mehr zum aufwand.

ich denke der einzige weg mit mediengestaltung noch geld zu verdienen ist es sich eine marktniesche zu sichern in der niemand oder wenige aktiv sind. mit den herkömmlichen dienstleistungen kann man nicht mehr wirklich anständig überleben. zumindest nicht auf dauer, weil die konkurenz auch auf die dauer hin nicht kleiner werden wird.

ich denke die nächsten 5 jahre werden entscheidend für die medienbranche in deutschland werden. da wird sich dann zeigen wohin das ganze gehen wird.
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chrikle

Dabei seit: 02.05.2002
Ort: NRW
Alter: 40
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 27.04.2004 18:50
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Thema: Polen!

Ich habe nichts gegen die Menschen in Polen.
Die nutzen einfach die Chance Geld zu verdienen.
Wer würde das nicht? Und genug Aufträge werden
Ihnen ja aus Deutschland angeboten.

Ich habe da auch mal eine Frage:

Seit einiger Zeit bekomme ich (oder vielmehr neue
Kunden von mir) andauernd Faxe von Vermittlungs-Agenturen
aus Deutschland, die die "aktuelle" Seite des Kunden bewerten,
und dann meinen, dass die es besser und günstiger machen
könnten. Da Sie die Aufträge in Polen produzieren lassen.

Die Frechheit daran ist, das die wohl einfach auf lau die Kunden
anschreiben, sobald ich die Domain registriert habe.
Ergo, ist da erstmal nicht viel zu sehen (daher ist die Bewertung
der Agenturen lächerlich. *g*).

Wie können die das herausfinden, wann eine neue Domain
registreiert wurde. Die müßen dann doch irgendwie bei DENIC
anzapfen? Oder?

Habt Ihr vielleicht auch schonmal so ein Fax erhalten?
Oder hat euch ein Kunde das unter die Nase gehalten?

Ich finde so eine Art Werbung sehr agressiv. Auch weil die
Texte sehr unsachlich und beleidigend für den Designer sind.

Das sollte man verbieten!! *grr*

Gruß
Chris
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 27.04.2004 19:00
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Also die Preise sind derzeit total im Keller und es ist kaum zu hoffen, dass das in den nächsten Jahren besser wird. Die "Kalkulationen" in "Was kostet Webdesign" waren schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung eher Wunschdenken. Das Buch ist eigentlich totaler Mist.

Die große Auslese im Webbereich wird auch in Zukunft anhalten. Von reinem Screendesign kann man jetzt schon nicht mehr leben. Wie @aUDIOfREAK schon richtig schrieb, bleibt vielen nur die Suche nach der rettenden Nische. In meinem Fall ist es die Kombination aus Print und Non-Print. Wer beides anbieten kann, hat es einfacher, seine Kunden dauerhaft binden zu können. Trotzdem, die goldenen Zeiten sind so oder so vorbei.

Ohne gute Kontakte kommt man heute an finanziell interessante Projekte fast nicht mehr ran. Solltest Du also mit dem Gedanken spielen, Dich in diesem Bereich selbstständig zu machen: Überleg es Dir besser zweimal.

Gruß

Achim
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 27.04.2004 19:18
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da pflichte ich achim aus eigener erfahrung bei. viele kunden habe auch ich nur bekommen weil ich sowohl nonprint als auch print anbiete. am allerwichtigsten als selbstständiger sind nach wie vor die kontakte. nur wer überall jemanden kennt, bekommt auch anständig aufträge. ich hatte (und habe) großes glück für eine marketingspezialistin in münchen arbeiten zu dürfen, die mir viele namenhafte kunden beschert hat. wenn man erstmal den fuß in der tür hat ist es zwar immer noch schwierig aber dennoch nicht unmöglich noch einigermaßen anständig bezahlte aufträge anzubekommen, wenn man gute arbeit abliefert. aber das geld sitzt sich mehr so locker wie früher.

was ich in letzter zeit auch immer häufiger sehe sind kunden die von großen agenturen schlecht bedient werden, einen haufen geld bezahlt haben abre dennoch unzufrieden sind. die suchen sich dann meist jemand kleineren. problem dabei ist, das der großteil des eingeplanten budgets dann meist schon verheizt ist und der kleine sich mit dem rest zufrieden gibt um überhaupt den auftrag zu bekommen...
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eye-fx
Threadersteller

Dabei seit: 24.10.2002
Ort: -
Alter: 40
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 27.04.2004 19:24
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Das mit der EU-Osterweiterung habe ich noch gar nicht bedacht - da kommen ja noch lustige Zeiten auf uns zu.
Andererseits denke ich nicht das so viele Firmen ihre jahrelangen Partner einfach aufgeben und sich neue, günstigere suchen.
Man wächst - gerade in der Kommunikation - ja auch zusammen.

@aUDIOfREAK: Das Beispiel mit der Broschüre ist schon heftig. Ähnliches kenne ich auch - da meinen dann größere Mittelstandsfirmen doch glatt sie sind bei einem "Ich-hab-mal-kurz-ein-HTML-Buch-im-Regal-angeguckt-Webdesignern" aufgrund des Armutspreises besser aufgehoben. Ich hatte gehofft die sind so langsam mal nach dem Crash der Interneteuphorie mal ausgestorben - aber die wachsen und Gedeihen. Unkraut vergeht leider nicht.

@achim: Ja ich plane mich selbstständig zu machen - und habe mir das ganze sicher schon zehn mal überlegt *zwinker* Da ich aber in der Branche jetzt auch "schon" bald 5 Jahre auf dem Buckel habe und über ein gutes Maß an Stammkunden aus früherer Zeit und gesicherte Aufträge habe ist das im Moment halb so wild. Ich bin nicht blauäugig und weiss auf was ich mich da einlasse, das sieht man ganz schnell am Unternehmens- und Finanzplan den ich derzeit für das Überbrückungsgeld erarbeite aber in meinem Fall ist wenigstens eine Basis vorhanden - ohne diese würde ich mich nie in die Selbstständigkeit wagen. Aber das ist ja jetzt eh alles OT.
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