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Aktuelles Datum und Uhrzeit: So 12.10.2008 15:09 Benutzername: Passwort: Auto-Login

Thema: Auf Stelle von AfA bewerben - auch wenn sie nicht passt? vom 08.02.2007

Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Beruf und Karriere -> Auf Stelle von AfA bewerben - auch wenn sie nicht passt?
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bauchbieber

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Verfasst Do 08.02.2007 19:16
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pRiMUS hat geschrieben:
maily hat geschrieben:
[ ... ]


bei allem respekt lieber herr j. eine bewerbung ist NIE verschwendete zeit. auch wenn die einen erfahrenen offsetdrucker suchen, bewerben kann man sich da immer, was die wirklich wollen kann man dann in einem evtl. persönlichen gespräch klären. unabhängig das die tante vom arbeitsamt den unterschied zwischen digidruck und offset nicht kennt (woher auch) ist es echt unverschämt zu sagen "eine bewerbung dahin bringt nichts und ich würde mir lieber die mühe sparen" .. geht es nur mir so oder ist das wirklich mit allen so? hab ich nicht gelernt, bewerbe ich mich nicht. herrjee, und selbst wenn die nen offset drucker suchen, vielleicht nehmen sie dich und lernen dich an oder schulen dich um oder was weiss ich. vielleicht hamse ja auch digidruck maschinen.

aber nein, erstmal ablehnen und rumheulen. da platzt mir echt der arsch.


Ich halte diese Meinung für relativ undifferenziert. Du scheinst mir ein wenig der populistischen Meinungsmache aufgesessen zu sein, die von Arbeitssuchenden annimmt, dass diese faul, renitent und fordernd sind. Mein Verständnis für die Rezitation dieser Polemik hört bei solchen konkreten Beispielen und dem persönlichem Angriff einfach auf.

Der Job der Bundesagentur für Arbeit ist offene Stellen an Arbeitssuchende zu vermitteln. Das Prinzip dabei ist, dass sich Unternehmen vertrauensvoll an die Agentur wenden, um geeignete Bewerber vermittelt zu bekommen. Das Verhältnis wird dann gestört, wenn die Unternehmen anfangen zu schummeln und falsche Angaben (z.B. bzgl. Stellenbeschreibung , Gehalt...) zu machen oder die Bundesagentur ihre Aufgabe nicht ernst nimmt und ungeeignete Bewerber vermittelt.
Dies ist in diesem Falle so: Ein Mediengestalter ist definitiv ungeeignet, den Job eines Offsetdruckers auszuführen. Offsetdrucker ist genau so ein leichter oder schwerer Ausbildungsberuf wie der des Mediengestalters und er setzt eine Menge Erfahrung und Wissen voraus. Wollte das Unternehmen einen Auszubildenden hätte sie das gesagt.

Ab irgendeinem Zeitpunkt werden die Unternehmen die Agentur nicht mehr ernst nehmen und keine offenen Stellen mehr melden, sondern sich die Bewerber lieber über Anzeigen und private Vermittler besorgt. Wenn mir von der Bundesagentur nach Stellenausschreibung für einen Drucker ständig Empfehlungen und Bewerbungen von und für Mediengestalter, Setzer, Druckvorlagenhersteller, Photographen, Ingenieuren usw. auf den Tisch kämen, würde ich die Kompetenz in der Vermittlung sehr stark infrage stellen.
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Mac

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Verfasst Do 08.02.2007 19:23
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@bauchbieber: * Applaus, Applaus *
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aUDIOfREAK

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Verfasst Do 08.02.2007 19:36
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ich seh das ähnlich wie der bauchbieber. ne freundin von mir hat mal über die bundesagentur versucht für ihre agentur nen erfahrenen dtp-profi zu finde. von ca 200 bewerbungen war genau 1 dabei, die dem jobprofil entsprochen hat. und da waren auch wirklich absurde bewerbungen dabei (metzger und schreiner, die gedacht haben, weil sie word beherrschen können sie auch daten für den druck anlegen waren die härtesten). damit mutet man dann den unternehmen auch noch zu, diesen bewerbungen allen abzusagen und damit unnötige arbeit zu haben, nur damit die arbeitsagentur ihre statistik schönen kann. die stellenausschreibung wurde dann von einem privaten vermittler noch mal beauftragt und hat dann schlussendlich auch zu den gewünschten kandidaten geführt.

was natürlich möglich ist, wäre eine initiativbewerbung als mg oder was in der richtung. vielleicht hat die druckerei ja auch hier bedarf. aber sich als branchenfremder auf ne stelle zu bewerben halte ich irgendwie für daneben. ich bewerb mich ja auch nich als maschinenbauingenieur, nur weil ich bei meinem auto nen ölwechsel selbst machen kann... irgendwo musses halt verhältnismäßig sein find ich... arbeitslosigkeit hin oder her...

wenn das etz n job zum kassierer wär, wär das was anders. sowas kann man auch als ungelernter. aber für nen offsetdrucker muss man eben gewisse fachliche qualifikationen mitbringen. primus, du hattest doch vor kurzem auch jemanden gesucht und gejammert, das sich nur kasper beworben haben, die sich selbst überschätzen. in der druckerei wird es nicht anders sein... man muss bei ner bewerbung eben schon ehrlich zu sich selbst sein. was bringt es, wenn ich mich auf ne stelle bewerb, für die ich hoffnungslos unterqualifiziert bin? außer, dass das ding geld kostet nicht viel...

das die arbeitsamt-tante nicht alle berufe aus dem ff kann, kann man ihr denk ich nicht vorwerfen. was ich allerdings schon von vielen gehört habe, ist das die mitarbeiter da ziemlich beratungsresistent sind und sich am liebsten an ihr vorgefertigtes protokoll halten - egal ob das der jobfindung dienlich ist oder nicht. da haben private vermittler einen entscheidenden vorteil, der sie auch entsprechend erfolgreich macht. in der arbeitsagentur weht halt trotz namens- und imageänderung immer noch ne vermiefte beamten- und bürokratenluft


Zuletzt bearbeitet von aUDIOfREAK am Do 08.02.2007 19:56, insgesamt 4-mal bearbeitet
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pRiMUS

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Verfasst Do 08.02.2007 22:13
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was auch immer ihr da meint, dennoch bin ich der meinung von vornherein zu sagen "nä, da bewerb ich mich nicht, ist vergebene lebensmüh" ist die absolut falsche einstellung. klar wurde da ein anderer berufszweig ausgeschrieben, dennoch muss eine bewerbung auch hierfür nicht erfolglos bleiben.

man sagt aber immer, das glück ist mit den tüchtigen. wenn man natürlich sich um nichts bemüht (und sorry, so kommts rüber) kann man halt kein glück haben.

das die arbeitsagentur ihren job eher mässig macht, darüber brauch man nicht reden, das ist soweit klar, wer aber dennoch daran glaubt, dem ist nicht zu helfen - demnach ist eine grössere eigeninitiative gefragt, unabhängig jetzt von dem jobangebot.

ich kanns einfach nicht mehr hören, das man keinen job bekommt, und wenn dann ist es der falsche weil man das nicht gelernt hat. dieses rumgeheule langt einfach - und ICH weiss wovon ich spreche, denn ich habe alles mitgemacht, von einer falschen ausbildung hin zur absoluten arbeitslosigkeit mit strom abstellen weil kein geld da war bis hin zu jobs die ich NIE machen wollte (zb habe ich 3 jahre auf einem binnenschiff gearbeitet, trotz kaufmännischer ausbildung). na und? heult nicht rum sondern macht was, aber wartet nicht aufs glück das euch jemand den job fürs leben anbietet, denn der wird nicht, oder nur sehr spät kommen.
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Nimroy
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Ort: zwischen Köln und D'dorf
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Verfasst Do 08.02.2007 22:55
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Sorry, aber ich als Personaler wäre ziemlich angefressen, wenn ich mir 200 Bewerbungen anschauen muss, von denen ich 100 gar nicht hätte bekommen dürfen. Denn die 100 muss ich genaus so beantworten etc. Wer zahlt mir denn den Aufwand, das Porto etc.?Die Agentur? Mitnichten!

Und auch als Bewerber mach ich mich nicht glaubwürdiger. Das sieht ja aus, als würde ich mein eigenes Berufsprofil nicht kennen!

Das einzige was man hier machen kann ist, sich die Adresse zu merken und einen Monat später (wenn der Bewerberstress der ausgeschriebenen Stelle abgeebt ist) ne Initiativbewerbung hinschicken. Das muss man sich mal vorstellen: "...bezugnehmend auf Ihre ausgeschriebene Stelle als Offsetdrucker möchte ich mich bei Ihnen als Medieoperator bewerben:"

* Ööhm... ja? * *balla balla*

Das Beispiel mit dem Binnenschiffer ist Kappes. Sorry, aber anders kann ich es nicht nennen. Klar kann ich , wenn ich eine Ausbildung habe, eine andere Stelle antreten, die eine geringere Qualifikation erfordert als die, die ich habe.Wie man ein Deck fegt, wie man ordentlich plackert, dass kan man lernen. Aber ich kann keinen LKW-Fahrer als Kapitän vermitteln oder keinen Taxifahrer als Piloten. Für beide Berufe werden spezielle Kenntnisse erfordert, die ein unausgebildeter einfach nicht mitbringt. Nicht umsonst sind das zwei unterschiedliche Ausbildungsberufe.

Und bevor hier das Geschrei losgeht: Ich war selber 3 Monate arbeitslos, hab mich auf jede annähernd passende (!) Stelle beworben und hätte auch irgendwo Burger gebraten oder was weiß ich gemacht.


Zuletzt bearbeitet von Nimroy am Do 08.02.2007 23:00, insgesamt 1-mal bearbeitet
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MCR

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Verfasst Do 08.02.2007 22:55
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maily hat geschrieben:
...
Frau -zensiert-? Grins
Die Frau ist völlig unfähig. Hält sich nicht an telefonische Termine, lässt einen 30min vor der Tür stehen, obwohl sie da ist und man einen Termin hat (erstmal Pause machen) und vergisst mitzuteilen, dass es Stellenangebote gibt.
Bin froh, dass ich sofort Arbeit gefunden habe (ohne AfA). In diesem Arbeitsamt wird man nur von Tokio Hotel Teenies (die waren bestimmt erst 16 ) und Strohköpfen betreut. Ich hatte das erste mal mit dem Arbeitsamt zu tun und dachte bisher immer die ganzen Geschichten sind nur übertrieben, aber was ich dort alles erleben durfte war sehr schlimm. Au weia!

Aber eins haben die erreicht. Ich möchte nie wieder zum diesem Arbeitsamt. Da wird man doch irre. <-- Schuld!



[edit by Nimroy]
Namen unkenntlich gemacht

Es war doch gar kein voller Name zu lesen sondern nur ne Andeutung. * Keine Ahnung... *


Zuletzt bearbeitet von MCR am Do 08.02.2007 23:13, insgesamt 2-mal bearbeitet
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M_a_x

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Verfasst Do 08.02.2007 23:20
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pRiMUS hat geschrieben:
was auch immer ihr da meint, dennoch bin ich der meinung von vornherein zu sagen "nä, da bewerb ich mich nicht, ist vergebene lebensmüh" ist die absolut falsche einstellung. klar wurde da ein anderer berufszweig ausgeschrieben, dennoch muss eine bewerbung auch hierfür nicht erfolglos bleiben.


Ich könnte nun ähnlich differenziert wie bauchbieber antworten, aber abgesehen davon, dass dem nichts Wesentlcihes hinzuzufügen ist, halte ich es hier lieber mit Goethe, der auch für diesen Fall ein passendes Zitat bereit hat:
"Mit Seide näht man keinen groben Sack"

Ergo: Du hast den Schuss echt nicht mehr gehört.
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bauchbieber

Dabei seit: 22.11.2005
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Verfasst Fr 09.02.2007 00:18
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pRiMUS hat geschrieben:
was auch immer ihr da meint, dennoch bin ich der meinung von vornherein zu sagen "nä, da bewerb ich mich nicht, ist vergebene lebensmüh" ist die absolut falsche einstellung. klar wurde da ein anderer berufszweig ausgeschrieben, dennoch muss eine bewerbung auch hierfür nicht erfolglos bleiben.

Sorry, aber das ist einfach Quatsch, was Du hier redest.
Der Job ist nicht für einen anderen Berufszweig, sondern für einen anderen Beruf ausgeschrieben. Kein Mediengestalter ist nach seiner Ausbildung in der Lage eine Offsetmaschine zu bedienen. Genausowenig traue ich es einem Drucker zu, den Job eines Mediengestalters zu übernehmen. Es sind einfach zwei Berufe. Eine Bewerbung ist einfach für beide Seiten unnütz und anstrengend.
Ich habe den Eindruck, dass Du wenig kritisch allgemeiner Medienpropaganda gegenüberstehst und in das Horn bläst, das die Medien als Meinungsvorsatz servieren. Nicht unbedingt die öffentliche Meinung, vielmehr die veröffentlichte Meinung suggerieren in Populärmedien seit einigen Monat immer mehr das Bild, dass Arbeitssuchende zu wenig flexibel sind. Das mag auf Einzelfälle zutreffen.
Diese Art von Flexibilität, die Du ansprichst führt aber zu nichts. Um auf dem internationalen Markt als deutscher Druckdienstleister mitzuhalten, benötigt man bestens ausgebildete Fachkräfte. Der Beruf des Druckers ist anspruchsvoll und erfordert sehr viel Erfahrung und Ausbildung. Das deutsche Bildungssystem ist gerade im Bezug auf unser duales Ausbildungssystem wirklich gut und im Ausland anerkannt. Das Ausbildungsniveau in deutschen Druckbetrieben ist so hoch wie nirgendwo in Europa. Das ist ein riesen Faktor, der uns in Deutschland konkurrenzfähig macht. Was wir in den Betrieben immer weniger benötigen sind schlecht oder gar nicht ausgebildete Hilfsarbeiter an den Maschinen und mehr könnte ein Mediengestalter ohne eine Ausbildung (und es geht hier nicht um einen Ausbildungsplatz!) nicht leisten.

Zitat:
man sagt aber immer, das glück ist mit den tüchtigen. wenn man natürlich sich um nichts bemüht (und sorry, so kommts rüber) kann man halt kein glück haben.

Den Eindruck habe ich überhaupt nicht und ich denke, dass Dein Urteil hier mal wieder von Deiner unreflektierten und voreingenommen Haltung herrührt. Um es auf den Punkt zu bringen, ein Arbeitssuchender, der so kurzfristig Beratungstermine annimmt und dann auch noch über eine Stunde auf den Termin wartet, ist nicht unbemüht:
Zitat:
...Szenario: heute morgen rief mich "meine" Beraterin vom Arbeitsamt ganz aufgeregt an, sie hätte da einen Job für mich in Aussicht. "Toll", dachte ich mir und wollte die Adresse und Kontaktdaten...nenene..."Kommen Sie bitte um 13 Uhr hierher, ich möchte das lieber persönlich mit Ihnen besprechen." Okay, haut zwar meinen Zeitplan auseinander aber na gut, es geht ja schliesslich um Arbeit.


Zitat:
das die arbeitsagentur ihren job eher mässig macht, darüber brauch man nicht reden, das ist soweit klar, wer aber dennoch daran glaubt, dem ist nicht zu helfen - demnach ist eine grössere eigeninitiative gefragt, unabhängig jetzt von dem jobangebot.

Auch dieses Urteil ist ein Vorurteil, zumindest aber eins ohne stichhaltige Belege. Ich glaube, dass die Arbeitsagenturen in vielen Fällen den Job besser macht, als ihr Ruf ist, schließlich hat sie in den vergangenen Monaten des Aufschwungs zehntausende Jobs vermittelt.
Die Populäraussage politisch geprägter Medienorgane, dass die Bundesagentur ihren Job schlecht macht, ist einfach nur eine Ablenkung von der Tatsache, dass wir ein Missverhältnis zwischen der Zahl der Arbeitssuchenden und der Zahl der offenen Stellen haben. Wo keine Stellen offen sind, kann man auch nicht vermitteln, selbst wenn die Vermittlung noch so gut ist und die Arbeitssuchenden noch so flexibel sind.

Zitat:
ich kanns einfach nicht mehr hören, das man keinen job bekommt, und wenn dann ist es der falsche weil man das nicht gelernt hat.

Es mag sein, dass es in gewissen Fällen Sinn macht, auch einmal auf einen anderen Beruf umzusteigen. Man muss aber immer bedenken, dass die Umschulung hohe Summen Geld kostet, i.d.R. keine Ausbildung ersetzt und der Arbeitssuchende in Konkurrenz mit Arbeitssuchenden steht, die diesen Job gelernt haben.

Zitat:
dieses rumgeheule langt einfach - und ICH weiss wovon ich spreche, denn ich habe alles mitgemacht, von einer falschen ausbildung hin zur absoluten arbeitslosigkeit mit strom abstellen weil kein geld da war bis hin zu jobs die ich NIE machen wollte (zb habe ich 3 jahre auf einem binnenschiff gearbeitet, trotz kaufmännischer ausbildung). na und? heult nicht rum sondern macht was, aber wartet nicht aufs glück das euch jemand den job fürs leben anbietet, denn der wird nicht, oder nur sehr spät kommen.

Ich denke nicht, dass es volkswirtschaftlich, also bezogen auf das gesellschaftliche Kapital (ausgebildete Leute sind Kapital) nicht sinnvoll ist, Mediengestalter z.B. auf Binnenschiffe zu schicken. Im Gegenteil, man muss immer auch bedenken, wieviel Geld ein später für Jahre frustrierter Mitarbeiter in seinem Job der Volkswirtschaft kostet.

Ich kann bei allem Respekt so eine Argumentation, wie Du sie hier führst echt nicht ausstehen und ich bin mir nicht sicher, ob jeder in der Lage ist, Deine Scheinargumentation wie sie auch in den Medien viel zu häufig benutzt wird, zu entlarven. Deshalb mache ich das hier einmal am Beispiel:

Wenn es für Dich sinnvoll war, auf einem Binnenschiff zu arbeiten, so bedeutet dies noch nicht, dass es sinnvoll ist, einen Mediengestalter als Drucker einzusetzen. Du setzt hier einfach falsche Dinge gleich. Günstigstenfalls ist das ein Argumentationstrick, ungünstigstenfalls die mangelnde Fähigkeit, Sachverhalte dezidiert zu betrachten (zu dieser Einschätzung neige ich bei Dir eher)


Zuletzt bearbeitet von bauchbieber am Fr 09.02.2007 00:24, insgesamt 2-mal bearbeitet
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