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Thema: Auf Stelle von AfA bewerben - auch wenn sie nicht passt? vom 08.02.2007

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Autor Nachricht
Diesel
Gesperrt

Dabei seit: 09.12.2003
Ort: Hamburg
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 16.02.2007 23:47
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c_writer hat geschrieben:
Und in Dänemark geht es noch weitaus "härter" zu, als die '1-Euro-Jobs sind Sklaverei'-Skandierer sich das in ihren schlimmsten Alpträumen vorstellen können: Da gibt es nämlich den 0-Euro-Job.

Wer in die 'Aktivierung' des Arbeitsamtes kommt, kriegt keinen Cent zusätzlich. Und dabei ist es völlig egal, wo der neue 0-Euro-Job ist - in Dänemark gelten 4 Stunden Fahrtzeit als zumutbar, und 'das habe ich nicht gelernt' zählt auch nicht.

Allerdings kämen die Dänen, denen so etwas wie Kündigungsschutz auch weitgehend unbekannt ist, nie auf die Idee, den 0-Euro-Job auch so zu nennen oder gar dagegen zu demonstrieren.

c_writer


Da ich eben eine Reportage über Dänemark gesehen habe, möchte ich deinen Beitrag nochmal kommentieren, damit er hier nicht so verstanden wird, das Deutschland mit seiner Hartz IV Gesetzgebung Schlaraffenland ist.

Dänemark ist stark im Kommen und hat bessere Löhne als Deutschland bei allerdings höheren Sozialabgaben. Nur 3% sind dort arbeitslos. Arbeitslosigkeit wird dort auch ein Jahr lang finanziert, aber einen Job findet sich in der Regel relativ schnell. Viele Deutsche wandern sogar dorthin aus.

Fazit:
Das Problem Deutschland scheint mir eher der schlechte Arbeitsmarkt zu sein und deshalb brauchen wir auch entsprechende Sozialgesetze, die Dänemark nicht unbedingt braucht, da es Arbeitsplätze schafft und zwar fast für jeden.

In diesem Sinne.
Gruß Diesel
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Achim M.
Redakteur

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: Mönchengladbach
Alter: 37
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 17.02.2007 02:03
Titel

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Diesel hat geschrieben:
Fazit:
Das Problem Deutschland scheint mir eher der schlechte Arbeitsmarkt zu sein und deshalb brauchen wir auch entsprechende Sozialgesetze, die Dänemark nicht unbedingt braucht, da es Arbeitsplätze schafft und zwar fast für jeden.

Solche Vergleiche hinken einfach bis zum Abwinken.

Dänemark hat 5.5 Mio Einwohner, so viele Menschen leben allein im Ruhrgebiet. In Deutschland sind 39 Mio Menschen erwerbstätig (Quelle). Also sieben mal so viele als Dänemark Einwohner hat.

Dänemark profitiert wirtschaftlich wie z.B. die Niederlande sehr stark von einem großen Nachbarn wie Deutschland. Dänemark hat einen Ausländeranteil von 4,7%. In Deutschland leben mit 9% fast doppelt so viele Ausländer (Quelle). Außerdem muss Dänemark nicht fünf neue Bundesländer verkraften.

Sicherlich kann man viel von solchen Ländern lernen. Aber der direkte Vergleich ist genauso sinnvoll, als würde man Sylt zum Vorbild für Städte wie Berlin oder Hamburg erklären.

Auch in den Medien werden häufig solche Vergleiche mit deutlich kleineren Nachbarländern gezogen. Warum vergleicht man Deutschland nicht mal mit Frankreich oder Italien? Vielleicht weil die deutsche Situation dann plötzlich gar nicht mehr so schlecht ausschaut?

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am Sa 17.02.2007 10:11, insgesamt 1-mal bearbeitet
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