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Thema: Neue Ausbildungsordnung für Mediengestalter ab August 2007 vom 20.01.2007


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Die Mediengestalter Ausbildung -> Neue Ausbildungsordnung für Mediengestalter ab August 2007
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saucer

Dabei seit: 19.05.2002
Ort: München
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 22.01.2007 11:47
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Ich find das ansich nicht mal sooo dumm, hätte zwar gehofft die killen endlich die Trennung in Print-/ und Nonprint aber ich kann auch verstehen wieso die beibehalten wird. Was aber irgendwie gar nicht geht: Da ist kein Marketing dabei.

Die lernen Konzeptionieren aber haben kein Marketing?! *ha ha*
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Benutzer 27313
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Ort: -

Verfasst Mo 22.01.2007 13:12
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Ich finde einige Ansätze der Umstellung gar nicht verkehrt. Trotzdem bleiben die Grundprobleme bestehen:


- Die Definition des Mediengestalters ist einfach zu breit angelegt. Der Mediengestalter soll Setzer, Konzeptioner, Photograph, Lithograph, Scanoperator, Marketingexperte und noch vieles mehr in einer Person sein. Das führt dazu, dass der Mediengestalter von Allem immer nur ein bisschen weiß, häufig nichts richtig kann oder in dem jeweiligen Betrieb nicht der Aufgabenbeschreibung entsprechend vielseitig, sondern einseitig (z.B. als Setzer) eingesetzt wird.

- Die Lehrkräfte sind z.T. zu schlecht ausgebildet. Ich studiere an einer Hochschule, welche auch Lehrer für diesen Beruf ausbildet. Die Grundausbildung ist im Lehramtsstudium einfach zu schlecht, es fehlen im Vergleich zum Bachelor wesentlich Inhalte, vor allem aber ingenieurswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Grundlagen. In der Praxis führt das dazu, dass Lerninhalte nur falsch oder unzureichend vermittelt werden können.

- Die Lehrkräfte werden mit neuer Technik und der rasanten Entwicklung alleingelassen. Es wird zu wenig Geld für Weiterbildungsmaßnahmen ausgegeben. Das hat zur Folge, dass einige Lehrkräfte dem Stoff nicht mehr gewachsen sind. In vielen Fällen fehlen praktische Erfahrungen, da zumindest in den mir bekannten Studiengängen nur kurze Praktika vorgeschrieben sind. Anträge auf Fortbildungsreisen zu wichtigen Messen etc. werden in vielen Fällen einfach abgelehnt.

- Die Ausstattungen der Berufsschulen sind häufig fern ab der Praxis. Es fehlen wesentliche Ressourcen für einen praxisnahen Unterricht.

- Es findet keine Qualitätssicherung während der Ausbildungszeit statt, weder in der Schule (Überprüfung des Unterrichts mit Feedbackgesprächen und Proseminaren für Lehrkräfte wäre sinnvoll) noch in den Betrieben (Keine ausreichende Überprüfung der Ausbildungseignung, zu wenig Gespräche mit den Betrieben, Ausbildungskonzepte werden für die Betriebe nicht transparent dargestellt)

- Die praktischen Prüfungen sind z.T. ungerecht, da Auszubildende in vielen Betrieben nicht auf die Prüfungen vorbereitet werden, mit unterschiedlichen Ressourcen und Zeitvorgaben arbeiten müssen (zentrale/dezentrale Prüfung) und zudem die Formulierungen der Aufgabenstellungen manchmal unklar sind.

Es lassen sich noch zahlreiche weitere Kritikpunkte finden. Es fehlt an den meisten Berufsschulen weniger an Engagement der Lehrkräfte als vielmehr an Unterstützung mit finanziellen Mitteln (Deswegen ist den Lehrkräften selbst meist kein Vorwurf zu machen). Die Halbwertszeit des Wissens ist mittlerweile so kurz, dass viele Lehrkräfte nicht in der Lage sind oder die Zeit fehlt, diesen Umstand durch privates Engagement auszugleichen. Die Berufsschulen sind in vielen Fällen in einem sehr desolatem Zustand. Meiner Meinung müsste hier viel mehr Geld in die Hand genommen werden, denn gut ausgebildete Fachkräfte sind tragende Säulen der wirtschaftlichen Zukunft in Deutschland.

Diese Neuordnung der Ausbildung ist meiner Meinung nach lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein und trägt der Tatsache Rechnung, dass in der Vergangenheit Ausbildungskonzepte, wie die Trennung Print/Nonprint, fehlgeschlagen sind bzw. diese an die Realität angepasst werden mussten.
 
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Achim M.
Threadersteller

Dabei seit: 17.03.2003
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 22.01.2007 14:56
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bauchbieber hat geschrieben:
Ich finde einige Ansätze der Umstellung gar nicht verkehrt. Trotzdem bleiben die Grundprobleme bestehen:

...

Das ist alles richtig. Nur liegt das teilweise auch außerhalb der Verantwortung derjenigen, die den Ausbildungsrahmenplan erstellen.

bauchbieber hat geschrieben:
Diese Neuordnung der Ausbildung ist meiner Meinung nach lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein und trägt der Tatsache Rechnung, dass in der Vergangenheit Ausbildungskonzepte, wie die Trennung Print/Nonprint, fehlgeschlagen sind bzw. diese an die Realität angepasst werden mussten.

Die Trennung zwischen Print/Nonprint bleibt - wie schon gesagt - für die Fachrichtung "Gestaltung und Technik" bestehen. Und ich finde das wichtig. Zumindest wenn man dem Eierlegendenwollmilchsau-Charakter des Mediengestalters entgegen treten will. Ich sehe als Prüfer einige Unternehmen von Innen und viele haben mit Print bzw. NonPrint nichts am Hut. Insofern könnten sie die betreffenden Inhalte ihrem Auszubildenden auch nicht vermitteln. Wenn es nach mir geht, würde ich die Bereiche sogar in der Prüfung noch viel stärker trennen, als dies in der Vergangenheit geschehen ist.

Gruß

Achim
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deeda

Dabei seit: 09.06.2005
Ort: CMYK
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Verfasst Mi 04.07.2007 08:24
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mal was ganz anderes: habe gehört, dass man in den prüfungen nun seine entwürfe auch präsentieren muss etc. zusätzlich kommt aber überall die frage auf wer die neuen prüfungen machen muss. denn wenn das alles ab 1.8.07 gilt was schreiben dann die zwischenprüflinge frühjahr 2008 für eine prüfung, die ja aus umschüler (die ja auf jeden fall nach der neuen ordnung eingegliedert sind) und "normalen" zwischenprüflingen (alte prüfungsordnung?) bestehen?

und sieht meine prüfung (ap winter 07) auch anders aus wie bisher???
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Pheli

Dabei seit: 07.11.2006
Ort: Braunschweig
Alter: 33
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 22.08.2007 07:48
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Die neuen Prüfungen gelten erst für die Azubis die ab 1.8.07 angefangen haben! Da sie andere Lerninhalte etc. bekommen.
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Verena B.

Dabei seit: 22.08.2007
Ort: Nackenheim, Mainz
Alter: 29
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 22.08.2007 09:20
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ich seh diese ganze umstellung eher skeptisch an. Ich hab ein EQJ nach alten System angefangen und hab ab jetzt einen Vertag als Gestaltung und Technik.

Hatte gestern den ersten Schultag und wir sind 5 Leute gewesen. So können wir keine neue Klasse bilden, aber die Schule kann uns auch net mit der anderen Klasse mit alten Verordnungen zusammenschmeisen.

Bleibt abzusehen was jetzt passiert. Vielleicht ändert sich ja nicht so viel, nur der Titel, wie in den meisten umbenannten Berufen...
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datjulchen

Dabei seit: 17.07.2007
Ort: Rheine
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Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 22.08.2007 10:27
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Hallooo,

also ich bin auch mal gespannt wie es bei mir laufen soll. Mache eine Umschulung und fange mit der Unterstufe der neuen Verordnung an. (Mediengestalterin / Gestaltung und Technik ) Die Umschulung geht 2 Jahre und so wie ich es bis jetzt gehört habe macht man wohl das 1. und 3. Lehrjahr mit. Aber da es ja dann noch keine 3. Klasse mit der neuen Verordnung gibt, komme ich dann wohl wieder in die alte 3. Klasse!?

datjulchen
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Verena B.

Dabei seit: 22.08.2007
Ort: Nackenheim, Mainz
Alter: 29
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 22.08.2007 11:42
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ich denke eher die stecken dich in die zweite Stufe, also mit der Klasse mitlaufend.

Frag doch mal höfflich bei der IHK nach wie die sich das vorstellen. Du musste ja dann auch ne Prüfung ablegen, die is in dem Jahr dann noch gar nicht geben wird.
Das kann zu einem echten Problem werden. Bevors zu spät ist, würd ich da dran bleiben und die IHK voll schwätzen.
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