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Aktuelles Datum und Uhrzeit: Mi 07.12.2016 19:53 Benutzername: Passwort: Auto-Login

Thema: Vereinsgründung (e.V.) was beachten / Was für Kosten? vom 28.08.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Recht -> Vereinsgründung (e.V.) was beachten / Was für Kosten?
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beeviZ
Threadersteller

Dabei seit: 30.09.2002
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Alter: 23
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 28.08.2006 16:37
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Vereinsgründung (e.V.) was beachten / Was für Kosten?

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Ein paar Kollegen und ich spielen mit dem Gedanken unsere Fußballmannschaft offiziell als Verein eintragen zu lassen. Haben uns in der Hinsicht auch schon schlau gemacht was es dazu bedarf, was die Eintragung ins Vereinsregister kostet, was beachtet werden muss, Notar, Satzung, Vorstand, Hauptversammlung, bla …

Was wir jedoch nirgendwo in Erfahrung bringen konnten ist, ob das ganze irgendwelche laufenden (Folge)Kosten nach sich ziehen wird. Wir sind ca. 11-13 Leute die dann dem Verein beitreten würden, und unsere Vereinskasse würde bei 2-3 € Monatsbeitrag 300-400 € niemals übersteigen. Müssen dafür trotzdem Steuern gezahlt werden? Ne Vorsteuer? Bekommt man die Zurück?

Müssen ansonsten noch irgendwelche Jahresgebühren ans Vereinsregister gezahlt werden? Meines Wissens nacht nicht, oder?

Konkret gehts mir um die Folgekosten die die Vereinsgründung nach sich zieht. Einmalig 60 € für die Eintragung + Notarsgebühren sind verkraftbar. Alles was dann jährlich nachkommt wär schon wieder ungünstig. Ich meine zu wissen das hier irgendwelche Leute da sind die auch schonmal nen Verein haben eintragen lassen. 20inch?

Ich danke Euch vielmals!
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RickMKK

Dabei seit: 21.10.2005
Ort: Main-Kinzig-Kreis - Hanau
Alter: 46
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 30.08.2006 00:55
Titel

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Laufende Kosten:

Ich würde die auf mindestens 100 Euro/Jahr schätzen:

- Jährliche Steuererklärung muss erstellt werden
- e.V. benötigt eigenes Konto
- Je nach Satzungsregelung muss jährlich eine Mitgliederversammlung durchgeführt werden; Vorstandswahlen sind dem Vereinsregister zur Eintragung anzumelden
- Protokolle müssen erstellt werden... etc. etc.

---

Warum wollt ihr denn unbedingt einen e.V. gründen?
Reicht für den Anfang nicht eine viel einfachere Gründung eines "nicht-rechtsfähigen Vereins" mit Satzung?
Welche großartigen Vereinsaktivitäten wollt ihr denn starten?
Habt ihr bei 11-13 Mitgliedern wirklich 2 bis 3 Leute, die für den Vorstand zur Verfügung stehen?
Ist das ein "normaler" Verein - oder erfüllt ihr die Bedingungen für die Gemeinnützigkeit (Thema: Spenden einwerben).

Bitte nochmal über diese Punkte nachdenken und entscheiden.
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beeviZ
Threadersteller

Dabei seit: 30.09.2002
Ort: Dortmund
Alter: 23
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 30.08.2006 01:11
Titel

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RickMKK hat geschrieben:
Laufende Kosten:

Ich würde die auf mindestens 100 Euro/Jahr schätzen:

- Jährliche Steuererklärung muss erstellt werden
- e.V. benötigt eigenes Konto
- Je nach Satzungsregelung muss jährlich eine Mitgliederversammlung durchgeführt werden; Vorstandswahlen sind dem Vereinsregister zur Eintragung anzumelden
- Protokolle müssen erstellt werden... etc. etc.

---

Warum wollt ihr denn unbedingt einen e.V. gründen?
Reicht für den Anfang nicht eine viel einfachere Gründung eines "nicht-rechtsfähigen Vereins" mit Satzung?
Welche großartigen Vereinsaktivitäten wollt ihr denn starten?
Habt ihr bei 11-13 Mitgliedern wirklich 2 bis 3 Leute, die für den Vorstand zur Verfügung stehen?
Ist das ein "normaler" Verein - oder erfüllt ihr die Bedingungen für die Gemeinnützigkeit (Thema: Spenden einwerben).

Bitte nochmal über diese Punkte nachdenken und entscheiden.


wie kommste auf die 100€? kosten für steuerberater + kontoführungsgebühren? oder kommt da sonst noch was zu? was protokolle und vorstandswahlen etc ... angeht ist garkein problem. darin sind einige von uns ganz fit.

vereinsaktivitäten wollen wir keine größeren starten. wir nehmen halt öfters mal an hobbyturnieren bei, und haben gesehen das da einige hobbymannschaften auch ein e.V. im Namen führen. dachten uns halt solange es bis auf die eintragung nichts kostet könnte man das ja mal anstreben. dann hätten wir auch alles n bisschen geregelter was die ausgaben angeht wenn wir aus der bisher nur sporadisch vorhandenen vereinskasse nen neuen trikotsatz bestellen, etc ...

desweiteren zielt der verein nicht darauf ab gemeinnützig zu sein. das mit dem „nicht rechtsfähigen verein“ hört sich auch gut an. hab ich gerade bei wikipedia was drüber gelesen. allerdings wird das thema da nur kurz angeschnitten. wie sieht das denn aus da? wikipedia schreibt:
Ein nicht rechtsfähiger Verein tritt als eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts auf, aber nicht als juristische Person. Die Mitglieder erklären schriftlich (in den Statuten), dass sie ein gemeinsames Ziel verfolgen.

aber irgendwie müssen wir doch dann auch irgendwo angeben das wir ein verein sind, der aber nicht rechtsfähig ist, oder? wird dann einfach ein vertrag aufgesetzt in dem mindestens 3 „gesellschafter“ ihre absicht bekunden einen verein zu gründen, und damit ist die sache gegessen?
Auch dieser Verein kann sich einen Namen geben, Zuschüsse beantragen und Verträge abschließen.
http://www.saalbau.com/ratgeber/amka3.htm

Das heißt wir hätten unseren Namen, der wäre aber anders als bei nem eingetragenen Verein nicht namensrechtlich geschützt, richtig? wo könnte man sich über sowas denn mal kostengünstig informieren? google spuckt nur textwüsten aus, und geld bezahlen um mich von nem anwalt beraten zu lassen will ich auch ungern. kennen sich steuerberater mit sowas aus? da kenn ich nämlich einen ganz gut.

//edit:
hat son nicht rechtsfähiger verein auch irgend ne abkürzung (ähnlich dem e.V. oder n.e.V.)?


Zuletzt bearbeitet von beeviZ am Mi 30.08.2006 01:12, insgesamt 1-mal bearbeitet
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RickMKK

Dabei seit: 21.10.2005
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Alter: 46
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 30.08.2006 01:33
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beeviZ hat geschrieben:


wie kommste auf die 100€?



Das war meine Schätzung: 10 Stunden Arbeit x 10 Euro/Stunde = 100 Euro/Jahr

Wobei ich dies als absolute Untergrenze ansehe.

Auch wenn du Leute hast, die für lau Protokolle schreiben, den Behörden-Schriftverkehr erledigen etc... dann gibts noch immer Kosten, die eben mindestens 100 Euro im Jahr betragen. Eher würde ich mehr veranschlagen.


beeviZ hat geschrieben:


vereinsaktivitäten wollen wir keine größeren starten.



Puh.... da wirds jetzt aber schwierig. Das wäre genauso , wenn du sagt: Ich gründe mal ne GmbH oder eine AG ... aber Geschäftsaktivitäten will ich keine größeren starten...

Eine e.V.-Gründung ist schon auf Dauer angelegt und setzt regelmäßige Vereinsaktivitäten voraus.

Was soll denn eigentlich euer Vereinszweck sein???

beeviZ hat geschrieben:


wir nehmen halt öfters mal an hobbyturnieren bei, und haben gesehen das da einige hobbymannschaften auch ein e.V. im Namen führen. dachten uns halt solange es bis auf die eintragung nichts kostet könnte man das ja mal anstreben. dann hätten wir auch alles n bisschen geregelter was die ausgaben angeht wenn wir aus der bisher nur sporadisch vorhandenen vereinskasse nen neuen trikotsatz bestellen, etc ...



Weder für T-Shirt-Aufdrucke noch für eine geregelte Vereinskassenführung braucht man einen formellen e.V....

beeviZ hat geschrieben:


das mit dem „nicht rechtsfähigen verein“ hört sich auch gut an.



Sag ich doch. * Ja, ja, ja... * Selbst die großen Gewerkschaften mit Millionenvermögen oder auch Parteien sind aus traditionellen Gründen formell "nicht rechtsfähige Vereine".

Weitere Infos findest du z.B. hier: http://www.google.de/search?num=100&hl=de&safe=off&q=nicht+rechtsf%C3%A4hige+vereine&meta=cr%3DcountryDE
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beeviZ
Threadersteller

Dabei seit: 30.09.2002
Ort: Dortmund
Alter: 23
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 30.08.2006 01:53
Titel

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naja, zweck des vereins ist für uns sozusagen die „förderung des sports“ und unser ganzes treiben mal ein bisschen in geregeltere bahnen lenken zu können (um leuten mit mord drohen zu können die verspätet oder garnicht ihre mitgliedsbeiträge zahlen, etc ...). hab schon in vielen vereinssatzungen (nicht nur von hobby fußballteams) gelesen „Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.“, von daher dachte ich mir das wär nicht völlig unnormal nen verein quasi „zum Spaß“ (ok, „zum spaß“ ist in dem fall vielleicht übertrieben) zu gründen.

RickMKK hat geschrieben:
beeviZ hat geschrieben:

wie kommste auf die 100€?

Das war meine Schätzung: 10 Stunden Arbeit x 10 Euro/Stunde = 100 Euro/Jahr
Wobei ich dies als absolute Untergrenze ansehe.
Auch wenn du Leute hast, die für lau Protokolle schreiben, den Behörden-Schriftverkehr erledigen etc... dann gibts noch immer Kosten, die eben mindestens 100 Euro im Jahr betragen. Eher würde ich mehr veranschlagen.


ok ok, meine ausgangsfrage aber war ja, wie die zustande kommen? 10 stunden arbeit für was? für nen steuerberater? da kenn ich wie gesagt einen der mir das sicherlich für umsonst, oder „fürn bierchen inner kneipe“ macht. 10 stunden arbeit für mich? mein stundenlohn ist höher. ausserdem kann ich sowas auch in meiner freizeit managen *zwinker*
als protokollführer hätten wir 2 wirtschaftsstudis in der mannschaft, die im studium mitunter auch solche themen anschneiden. zur protokollführung gibts auch ganz gute erläuterungen im netz. ich glaub notfalls könnt sowas noch einer von uns hinkriegen. daher, wie kommen die kosten zustande? interessiert hats mich anfangs ja jetzt eigentlich nur ob die eintragung beim vereinsregister irgendwelche kosten mit sich zieht. beispielsweise jahresbeiträge wie das z.b. bei der ihk so ist, wenn man n gewerbe anmeldet oder gez wenn man sich nen fernseher kauft, oder sowas wie „vereinssteuer“ die entrichtet werden muss, unabhängig davon wie hoch die gesamteinnahmen im geschäftsjahr sind.

von den 60€ für die eintragung beim vereinsregister + notarsgebühren damit die eintragung vorgenommen werden kann weiß ich bescheid. das wär kein ding.

danke jedenfalls schonmal für deine antworten Lächel


Zuletzt bearbeitet von beeviZ am Mi 30.08.2006 01:53, insgesamt 1-mal bearbeitet
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joki

Dabei seit: 08.10.2002
Ort: Colonia
Alter: 95
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 30.08.2006 07:40
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"Ein nicht rechtsfähiger Verein tritt als eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts auf, aber nicht als juristische Person. "

Genau da liegt ein Knackpunkt: In der BGB Form haftet jeder Gesellschafter mit seinem Privatvermögen, der e.V. mit seinem Vereinsvermögen... <-- Schuld!
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RickMKK

Dabei seit: 21.10.2005
Ort: Main-Kinzig-Kreis - Hanau
Alter: 46
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 30.08.2006 10:06
Titel

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Dann fang ich das ganze mal von der pragmatischen Seite an: Ihr könnt das, was ersteinmal gar nix kostet, jetzt schon in Angriff nehmen.

- Satzung ausarbeiten
- Gründungsversammlung durchführen
- Vorstandspersonen ansprechen und tatsächlich ins Amt wählen
- Steuernummer beim Finanzamt beantragen
- evtl. Gemeinnützigkeit beantragen

Bis hierhin kostet es kein Geld, wenn ihr alles selbst macht.

Dann könnt ihr loslegen und mit euren Vereinsaktivitäten durchstarten / weitermachen.

Bis hier gilt das Prinzip: Wer die Musik bestellt, der bezahlt sie auch und haftet mir seinem Privatvermögen.

Sollte ab einem gewissen Punkt dieses Haftungsrisiko zu groß werden, könnt ihr dann immer noch die Eintragung ins Vereinsregister vorantreiben.

Was ich damit sagen will: Ihr braucht nicht unbedingt einen e.V. um eure Vereinsaktivitäten durchführen zu können.

Fangt doch einfach mal eine Spur kleiner an - steigern könnt ihr euch jederzeit.
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grafix

Dabei seit: 31.07.2006
Ort: Weserbergland
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 03.09.2006 20:25
Titel

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Der Dreh- und Angelpunkt ist die Gemeinnützigkeit. Sie zu erlangen, dürfte allerdings bei dem Vereinszweck kein Problem sein. Dann müsst ihr keine Umsatzsteuer zahlen. Zumindest nicht auf alle Tätigkeiten, die dem Vereinszweck dienen.

* Applaus, Applaus * Also: keine jährlichen Steuern oder Gebühren.

Die Kosten würden sich künftig auf das beschränken, was ihr als Verein ausgebt.

Die Gründungskosten sind die Eintragung und die Notarskosten. Erkundigt euch einfach bei einem Notar, mit was ihr rechnen müsst. Auch das Amtsgericht wird euch die genauen Kosten nennen. Folgekosten entstehen dann nur noch (sehr viel geringer), wenn ihr nach künftigen Neuwahlen die neuen Vorstandsmitglieder beim Amtsgericht eintragen lasst.

Sinnvoll wäre es, wenn ihr euch ein oder zwei Satzungen von ähnlichen Vereinen besorgt und sie auf eure Bedürfnisse umstrickt. Es müssten natürlich Vereine sein, die die Gemeinnützigkeit erhalten haben. Es gibt sicherlich auch bei euch einen Stadtjugendring oder einen ähnlichen Zusammenschluss in dem Leute sitzen, die euch eventuell helfen können.
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