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Thema: Mangel - rechtmäßig? vom 02.02.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Recht -> Mangel - rechtmäßig?
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durden
Threadersteller

Dabei seit: 29.03.2004
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Verfasst Mi 02.02.2005 20:08
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die Grammatur ist 300g, der Kunde wünschte, kein höhers Gewicht zu verwenden.
meine Datei für die Stanze ist meiner Meinung nach einwandfrei. diese Ausfranzungen entstehen noch nicht beim Falzen, erst nach mehrmaliger Verwendung. Es ist ein Werebartikel, der nicht den Zweck einer Gratismappe für den Kunden zur alltäglichen Verwendung erfüllen sollte.
Ich muss noch dazu sagen, dass das hier fotografierte Exemplar besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde, da ich es zum überprüfen und vergleichen mit dem Stanzenproof sehr beansprucht- und in alle Richtungen geknickt habe. Meine anderen Muster sind leider zur Zeit nicht verfügbar, da meine Feundin diese im Auto spazieren fährt...
Auf Schutzlack wurde verzichtet, würde aber an diesen Ecken nicht viel helfen.
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frank

Dabei seit: 17.08.2004
Ort: Bremen
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Verfasst Mi 02.02.2005 21:22
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durden hat geschrieben:
die Grammatur ist 300g, der Kunde wünschte, kein höhers Gewicht zu verwenden.


Könntest du das bitte noch spezifizieren ?
300g ist zwar überall 300g, aber es gibt weichen Karton und harten Karton.
Und ein weicher Karton knickt und franst nun mal eher als ein harter Karton.

Kam die genaue Kartonangabe denn vom Kunden ?
300g für so eine Mappe ist natürlich nicht viel. Mal so aus meiner Erfahrung heraus.

Hast du schon mal mit der Druckerei gesprochen ?
(Aber wahrscheinlich schauen die erst einmal ins kleine Handbuch der
Druckerausreden - von wegen ist doch so bestellt...).

Gab es ein Handmuster vorab ?
Mit dem Auflagenpapier ?

Ein paar mehr Angaben von deiner Seite wäre schon nicht schlecht.
Nur anhand der Bilder eine Beurteilung abzugeben ist unmöglich.
Ausser du möchtest nur solche Kommentare lesen, dass dein Kunde
ein Idiot ist und du ein armes Hascherl bist.
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durden
Threadersteller

Dabei seit: 29.03.2004
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 02.02.2005 21:58
Titel

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frank hat geschrieben:
durden hat geschrieben:
die Grammatur ist 300g, der Kunde wünschte, kein höhers Gewicht zu verwenden.


Könntest du das bitte noch spezifizieren ?
300g ist zwar überall 300g, aber es gibt weichen Karton und harten Karton.
Und ein weicher Karton knickt und franst nun mal eher als ein harter Karton.

Kam die genaue Kartonangabe denn vom Kunden ?
300g für so eine Mappe ist natürlich nicht viel. Mal so aus meiner Erfahrung heraus.

Hast du schon mal mit der Druckerei gesprochen ?
(Aber wahrscheinlich schauen die erst einmal ins kleine Handbuch der
Druckerausreden - von wegen ist doch so bestellt...).

Gab es ein Handmuster vorab ?
Mit dem Auflagenpapier ?

Ein paar mehr Angaben von deiner Seite wäre schon nicht schlecht.
Nur anhand der Bilder eine Beurteilung abzugeben ist unmöglich.
Ausser du möchtest nur solche Kommentare lesen, dass dein Kunde
ein Idiot ist und du ein armes Hascherl bist.


Der Karton ist eher weicher Art. Der Kunde hatte aber ein Papiermuster, an welches ich mich halten sollte. Den Wunsch habe ich erfüllt.

Da das Gespräch mir dem Kunden heute war, habe ich noch nicht mit der Druckerei gesprochen. Ich möchten vorher nochmal andere Meinungen einholen.

Ein Handmuster gab es nur alls Dummy im Verhältnis 1:3. Auch war weder ich noch der Kunde beim Andruck dabei. Allerdings habe ich einen Proof von meiner Stanzdatei vorliegen, dieser ist absolut korrekt. Somit ist es mir ein Rätsel, warum der untere Teil der Mappe 1 mm unter dem Deckel hervorsteht. Hierbei muss ich erwähnen, dass der Kunde die Mappe aus Kostengründen selbst umlegen wollte und das auch getan hat. Laut einem mir bekannten, gelernten Drucker soll man genau dabei nicht unterschätzen, dass dies zu Fehlern führen kann.

Die Mappe macht nach Einduck sehr vieler Personen, einen sehr guten Eindruck, auch mir ist, nachdem ich die Muster in der Hand hielt wirklich nichts gravierendes aufgefallen, sonst hätte ich schließlich schon mit dieser Reaktion rechnen müssen. Die Mappe passt, auch nach dem umlegen und Eintüten, sowie wieder herausholen, ist nichts negatives Auffällig.

Ich bin etwas überfragt, wie ich jetzt weiter vorgehen soll, da die Druckerei auch mir die Rechnungen zuschickte. Der schriftlich vereinbarte Auftrag beinhaltet aber nicht, dass ich die Drucksachen auf eigene Rechnung herstellen lasse. Die Vereinbarung endet mit der 3. Phase (Korrektur, Präsentation und Freigabe).
Ich habe das Gefühl, dass diese Geschichte nicht auf freundliche Weise ausgehen wird. Meiner Meinung nach, möchte mein Kunde den Preis drücken. Das Nacharbeiten hat er, ohne dass ich das überhaupt erwähnte von vorn herein abgelehnt.

Zu deinem letzte Punkt: Ich brauche natürlich keine Beileidsbekundungen (auch wenn sie nett sind *zwinker* ) Das ist ein ernsthaftesProblem, was mich Geld kosten könnte!!!
aber Danke für eure Antworten
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pcfan

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Ort: Sondershausen
Alter: 32
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 03.02.2005 01:00
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sorry, aber grundlegend hört sich das für mich nach ner extrem beschissenen druckerei ohne jeglichen service an.

also bei uns hier wäre das nicht passiert, da ist man über jeden schritt aufgeklärt.


hast du das alles vertraglich fixiert oder ist dies einer von diesen zurufaufträgen?
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Nimroy
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Ort: zwischen Köln und D'dorf
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 03.02.2005 08:21
Titel

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Klingt nach der üblichen Tour, und wenn ihr alles schriftlich fixiert habt, dann dürftest du für einen Rechtsstreit bestens gewappnet sein. Sollte es dazu kommen.

An Papier und Grammatur konntest du nichts ändern. Sollte die Mappe also auf den Kunden einen etwas "labbrigen" Eindruck machen, so muss er damit leben. Mit den Abnutzungserscheinungen ist das eigentlich auch ne eindeutige Sache. Es handelt sich hier um Papier. Papier ist nunmal nicht Plastik. Man hätte den Effekt vielleicht etwas hinauszögern können, wenn man das Produkt beideitig cellophaniert hätte. Scheint aber nicht geschehen zu sein.

Wie du uns ja schon dargelegt hats, war der Kunde zu jedem ZEitpunkt über den Stand der Dinge informiert. Er hatte eien Muster, das er ja ebenfalss häufig benutzen und auf Strapazierfähigkeit hin untersuchen konnte. Ob es gut war, das Handmuster verkleinert zu machen, sei dahingestellt.

Das Problem des Eintütens. Das Problem scheint doch wohl darin zu bestehen, dass es dem Kunden zu umständlich ist. Und wie du selbst ausprobiert hast, funktioniert es doch. Vielleicht nicht in der Geschwindigkeit, wie sich der Kunde das vorgestellt hat, aber es geht doch. Die Mappe ist in keinster Weise in ihrer bestimmungsgemäßen Funktion eingeschränkt.

Bei dem Problem der Rechnunsglegung sieht es etwas anders aus. Ich würde mich da mit der Druckerei zusammentun. Wenn mit ihr vereinbart war, dass die Rechnung auf deinen Kunden ausgestellt wird, dann sollte zuerst einmal dieser Fehler behoben werden. Du kannst ja schon mal drauf hinweisen, dass dr Kunde wohl nicht zahlen wird und aus welchen Gründen er gedenkt, dies nicht zu tun. Dann kann man sich schon mal drauf vorbereiten. Und der Druckerei glaubt dein Kunde vielleicht eher. Für die Druckerei ist es auch weit einfacher an einen Sachverständigen zu kommen im Falle eines Rechtsstreites.

Ich selbst kann sowohl konzeptionell als auch prduktionstechnisch keinen Reklamationswürdigen Mangel feststellen. Es its halt anders, als sich der Kunde es vorgestellt hat. Aber wenn er dich in allem wesentlichen Beschränkt wie Papierwahl oder Verarbeitung, dann muss er mit den Konsequenzen leben.
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durden
Threadersteller

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Ort: -
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 04.02.2005 20:19
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konnte mich jetzt erst zurückmelden, da ich ein kleiner selbständiger MG bin, der aber immernoch manchmal Promotions für die Telekom durchführen muss, um vernünftiges Geld zu haben. Menno!

Ich danke euch für die guten, informativen Antworten. Ich habe am Montag einen Termin mit einem Volljuristen, der gleichzeitig als Art Director angestellt ist. Dieser Termin ist für mich kostenlos und somit werde ich wohl eine klare Aussage erhalten. Zwischenzeitlich habe ich mich zudem mit einem Drucker unterhalten. Der sagte, dass die Arbeit einwandfrei ist und der Kunde letztlich Fehler beim "Umlegen" (Falten) der Mappe gemacht hat.
Die Rechnung schickt die Druckerei jetzt an meinen Kunden.
Ich werde euch auf dem laufenden halten und den weiteren Ablauf dieses Falles beschreiben. Vieleicht können andere dadurch Fehler vermeiden.
Denn eines weiß ich jetzt schon: In Zukunft werde ich alles zehnfach absichern, einen Cromalinproof oder Andruck werde ich bei solchen Projekten als Vertragsbestandteil mit aufnehmen. Denn auch wenn ich aus der Sache gut herauskomme, bleibt jemand übrig, der unzufrieden ist und im schlimmsten Fall schlecht über mich reden kann...
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