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Thema: Kunde möchte offene Dateien vom 10.01.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Recht -> Kunde möchte offene Dateien
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
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Verfasst Di 10.01.2006 19:33
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jamesblond321 hat geschrieben:


Um zu dem Beispiel mit dem Auto zu kommen:

Stell dir vor du gehst in eine Autowerkstatt und lässt dir einen neuen Motor einbauen und legst dafür Kohle aufn Tisch. Der Mechaniker hat aber deine Motorhaube zugeschweißt damit du nicht an den Motor kommst.....



im grunde ist es doch schon so. um nen ölwechsel vorzunehmen, oder gar was größeres am motor selbst zu machen, braucht man spezialwerkzeug, das es auf dem freien markt so gar nicht zu kaufen gibt. von dem her ist das da nicht viel anders.... früher hat man zjm reparieren von nem käfer nen schraubenzieher und nen hammer gebraucht. versuch heute mal in nem benz oder audi-motorraum mit dem werkzeug was zu reparieren *zwinker*

gut grundsätzlich ist es immer ne verhandlungssache und wie man mit dem kunden umgeht. und vor allem was man mit dem kunden ausmacht. aber normalerweise bezahlt der kunde für eine grafikdienstleistung und meist für ein endprodukt (webseite, printprodukt o.ä.) und nicht für eine offene datei. du bekommst ja im supermarkt auch nur endprodukte wie z.b. die tk-pizza und nicht gleich das komplette rezept und die einzelnen zutaten zum selbst nachbacken...

oder um beim auto zu bleiben - da bekommste ja auch nur n fahrzeug und nicht den bauplan um dir n zweitwagen zu bauen... Grins
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burnout

Dabei seit: 31.01.2002
Ort: Osnabrücker Land
Alter: 36
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Verfasst Di 10.01.2006 19:35
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CrazyGecko hat geschrieben:
[...]vergiss die wichtigsten Schriften [...]
Die darfste ja eh nicht mitliefern *zwinker*
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jamesblond321

Dabei seit: 15.01.2003
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Verfasst Di 10.01.2006 19:37
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CrazyGecko hat geschrieben:
Kommt drauf an, wie helle der Kunde ist!

Brenn ihm die Daten auf Cd, vergiss die wichtigsten Schriften (die hoffentlich ausgefallen sind) oder ein wichtiges Bild ...

Wenn er einfach nur die Daten besitzen will, dann hat er sie (mehr oder weniger) ... Kommt irgendwann mal die Anfrage zwecks Schriften / Bild, kannste Dir Deinen Teil denken ... aber Fehler passieren ja nunmal ... Kommt keine Nachfrage, kannste beruhigt schlafen ...

Gruss,
crazygecko


Gar nich mal sone schlechte Idee... Lächel
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The Bockwurst
Threadersteller

Dabei seit: 12.10.2005
Ort: nicht Paderborn
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 10.01.2006 19:55
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jamesblond321 schreibt:

"Damals wurde mal festgelegt: Bei Grafikaufträgen ist eine "Reinzeichung" abzuliefern wenn nichts anderes vereinbart wurde. Zur heutigen Zeit ist eine Reinzeichnung eine offene, saubere Datei."

Was meinst du "damals"?

Der Kunde hat, wenn nichts anderes verinbart wurde, die Rechte an der Reinzeichnung ... sodann müsste ich/jeder in dieser Situation die offenen Daten rausrücken.

Ich habe im Designers Manual Folgendes gelesen: "Da Sie in der Regel eigentümer der Originale bleiben und dem Auftrageber lediglich Nutzungsrechte einräumen ..." (Auflage 2003, S. 105)

Wenn dem so ist, wäre für mich die Frage der richtigen Begründung über das Rechtliche hinaus (von aUDIOfREAK gab es ja gute und logische Argumente).

Weiß jemand, was geltendes Recht ist?
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aUDIOfREAK

Dabei seit: 04.04.2002
Ort: Ansbach
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 10.01.2006 20:01
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naja was hat denn dein kunde bei dir bestellt? ne gestaltung für werbemittel. die hat er ja bekommen (in form eines druckfähigen pdf) und bezahlt. aus, fertig. wenn er mehr will muss er löhnen - so einfach ist das... wie schon gesagt - wo anders bekommste auch keine baupläne geliefert. zumal ja zu ner offenen datei wie schon erwähnt wurde, schriften gehören, die sich dein kunde dann auch erstmal kaufen müsste, damit er mit der datei überhaupt was anfangen kann... was du evtl. auch machen kannst, wäre die vorhandenen schriften in pfade zu wandeln - dann hat dein kunde aber im grunde nix anderes wie das pdf... so würd ich ihm das klarmachen...

Zuletzt bearbeitet von aUDIOfREAK am Di 10.01.2006 20:03, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Nimroy
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Ort: zwischen Köln und D'dorf
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 10.01.2006 20:13
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Vorsicht james: Reinzeichnung != reingezeichnete Daten. In der Regel schließt man ja einen Werkvertrag ab. Eben über ein reingezeichnetes Objekt. Eine Broschüre oder was auch immer. Dabei bedeutet das reingezeichnet, dass es üblichen (Quasi-)Standards entspricht, wie ein ordentlicher Umbruch oder hochaufgelöste Bilder. Und dass es reproduzierbar ist. Und das ist ein Print-PDF auf jeden Fall. Das heißt, es steht dir frei, was du als reingezeichnete Daten lieferst. Du kannst genausogut ein PostScript-File abliefern. Das Quark oder was auch immer Dokument ist lediglich ein sog. Halbzeugnis. Etwas was du erstellen musst, um den Vertrag zu erfüllen. Theoretisch könntest du den PostScript-Code ja auch direkt im Texteditor runterhacken. *zwinker*

Und dein Beispiel mit dem Auto hinkt. Denn genau das was du anzweifelst, ist die übliche Praxis. Im sog. After-Sales und Service-Bereich wird Mehrwert und Umsatz geschaffen, weil der eigentliche Fahrzeugpreis viel zu niedrig ist, um alleinstehend wirtschaftlich rentabel zu sein. Und um sicherzustellen, dass man auch immer schön in seine Marken-Werkstatt geht, sieht ne Schraube oft von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich aus. Und muss man selbst für den Wechsel eines Birnchens im Frontscheinwerfer in die Werkstatt.
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jamesblond321

Dabei seit: 15.01.2003
Ort: Hannover
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Verfasst Di 10.01.2006 20:26
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Beides klingt überzeugend -> überzeugt! *zwinker*


Beachte allerdings den Vergleich mit der Logoerstellung.


Ich finde es einfach unseriös die Daten nicht rauszurücken. Es sind schon einige Kunden komplett zu mir gewechselt weil eine Zusammenarbeit mit anderen Agenturen/Studios/Grafikern nicht möglich war weil sie die Daten nicht rausrücken wollten. Warum sollte ein Kunde wechseln, wenn man gute Arbeit leistet zu normalen Preisen?
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frank

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Verfasst Di 10.01.2006 20:55
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jamesblond321 hat geschrieben:
Also ich geb die Daten immer raus. Der Kunde hat dich dafür bezahlt. Wenn man seriös auftreten will sollte man auch die Daten rausgeben. Stell dir vor du machst was für den Kunden und wenn es zur Druckerei soll sagst du "Nee geb ich nich raus, nur gegen Gebühr" das geht auch nich

Dafür gibt es doch das druckfähige PDF.

aUDIOfREAK hat geschrieben:

der kunde hat für das endprodukt bezahlt. umsonst bekommt er von mir maximal ein druckfähiges pdf zum nachdruck. offene daten gibt es bei mir nur gegen geld! denn schließlich und endlich sind offene daten sowas wie mein kapital. mitunter steckt da viel know how drin (sehr oft z.b. bei webseiten mit umfangreichen und komplizierten scripten).

Das ist natürlich ein immer wieder auftauchendes leidiges Thema
mit der Herausgabe von den den "offenen" Dateien.
Auf der anderen Seite ist es aber auch noch nicht allzu lange her,
da wurden den Druckern auf deren Verlangen hin ja auch die offenen
Quark-/Pagemaker-/Freehand- und Corel-Dateien zur weiteren
Verarbeitung ohne Wenn und Aber geliefert. Das hat sich doch auch
erst mit der Herstellung von sauberen druckfähigen PDF´s und mit
deren problemlosen schnellen Übermittlung geändert.

Wir halten das bei uns so, dass der Kunde auf seinen Wunsch schon
offene Quark- oder InDesign-Daten bekommt.
Eventuell darin von uns erstellte und eingesetzte Freehand- oder Illustrator-
Grafiken aber nur als eingebundenes EPS, Photoshop-Bilder werden auf eine
Ebene reduziert. Auch wegen des von audio erwähntem know how.
Und natürlich ohne Programm und/oder Schriften. (Wir hatten vor Jahren
mal einen Kunden, der sich nach Lieferung einer offenen Quark-Datei
darüber mokierte, dass das Quark-Programm und die Schriften nicht dabei
wären, er so ja nichts damit weiter machen könne - Scherzkeks - meinte er
aber Ernsthaft).

aUDIOfREAK hat geschrieben:

zur herausgabe der daten bist du nicht verpflichtet. du kannst deinem kunden das ganze ja so erklären wie es wirklich ist. das du sehr günstig angeboten hast, weil du auf folgeaufträge gehofft hast. da diese offensichtlich nicht kommen werden, gibst du offene daten nur gegen geld raus. wenn er das nicht versteht - sei's drum. von dem kunden wirste wohl so oder so nicht mehr viel zu erwarten haben... alternativ kann er dir natürlich folgeaufträge anbieten (das würde ich dann aber schriftlich festhalten), wenn du ihm die daten kostenlos überlässt. so würd ich's jedenfalls machen...

Ansprechen sollte man den Kunden schon, nur wenn er diesen Job schon
woanders hingeben will (?), warum sollte er dann mit anderen Aufträgen
kommen? Also Datenzusammenstellungen und brennen der CD berechnen,
dem Kunden in die Hand drücken und gut ist erst einmal.

Das ganze Gedaddel bringt sonst eh nichts als Ärger und böse Kommentare
vom Kunden...
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