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Thema: Betrügerische Startup Knilche vom 26.02.2013


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Recht -> Betrügerische Startup Knilche
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Vektorpate
Threadersteller

Dabei seit: 05.09.2006
Ort: Berlin
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 26.02.2013 17:22
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Silvergecko hat geschrieben:
Brav sein hier Grins

Der Treat ist zwischen den Zeilen sachlich und nicht überflüssig! Ist ne nette Mahnung an alle aufzupassen und nicht immer gutgläubig zu sein! Wer wäre da nicht drauf reingefallen? Klingt doch erstmal nett!

Und Erstkunden werden bei mir erstmal grundsätzlich grosszügig behandelt und bekommen ihre Chance! So läuft das Spiel!

Und Mac hat ja auch sachlich beschrieben wie einfach es ist so jemanden anzumahnen! Der Rest ab da ist unnötig Lächel


Danke Glaskugel
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SL-Design

Dabei seit: 09.11.2005
Ort: 8° 15' 0'' | 50° 4' 60''
Alter: 56
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 26.02.2013 21:35
Titel

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Heute hat mich auch so ein Vogel angemailt:

"ich suche einen Designer für meine App.
Meine Bedingung: Bevor ich den Auftrag vergebe, muss der Designer fünf Beispielscreens gestalten.
Anschließend werde ich das beste Design auswählen. Das beste Design erhält den Auftrag.

Wären Sie bereit unter den Konditionen ein paar Beispielscreens zu designen?"


Meine Antwort war eindeutig.
Bei einem bezahlten Probelauf sähe das schon anders aus und ich kann Vektorpates Ärger gut verstehen.
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Illumaus

Dabei seit: 05.05.2006
Ort: Eus
Alter: 33
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Di 26.02.2013 21:57
Titel

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Mich wundert doch oft diese gewisse Naivität, die hier viele an den Tag legen. Aber vielleicht muss man manches erst lernen, ging mir nicht anders:

- Folgeaufträge kann man sich erstmal in die Haare schmieren
- Alles wird schriftlich festgehalten und vom Kunden unterschrieben, vorher mache ich mir nichtmal Gedanken zum Projekt
- Pitches sind scheiße
- Kostenlos arbeiten ist keine Geschäftsbeziehung auf Augenhöhe
- Für einen Job, der den Kunden nichts gekostet hat (oder eben 2 Arbeitsstunden), was bringen da wohl Empfehlungen und Folgeaufträge? Wieder nichts, juhu!
- Lasst euch nicht immer im Preis drücken!
- Nutzt AGB, schreibt korrekte Angebote und Rechnungen
- vorher informieren, wie der Ablauf ist
- nicht mimimi, sondern als Lehrgeld abschreiben (zumal bei nur zwei Arbeitsstunden)
- erstmal nicht an das Gute im Kunden glauben, alles hinterfragen, nachhaken, schriftlich machen, ggf. Vorkasse, Deadlines setzen etc.

und so weiter...


Zuletzt bearbeitet von Illumaus am Di 26.02.2013 21:57, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Nimroy
Community Manager

Dabei seit: 26.05.2004
Ort: zwischen Köln und D'dorf
Alter: 36
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 26.02.2013 22:37
Titel

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Das würde ich auch nicht als Lehrgeld abtun.

Und du hast im gegensatz zu anderen hier schon sehr professionell gehandelt
- du hast dir Probearbeit bezahlen lassen
- der Arbeitslohn entsprach ungefähr deinem Aufwand
- du hast dir Sachen schriftlich bestätigen lassen

Oder mal anders in die Runde gefragt: Wie hätte man beim geschilderten Fall feststellen sollen, dass hier jemand nicht bezahlen oder Sachen im Sande verlaufen lassen will? Privatdetektiv? Wirtschaftsauskunft? Erstens kostet sowas Geld und Zweitens kein Garant für Bezahlung und Drittens wohl auch unverhältnismäßig. vorkasse kann man machen, ja aber finde ich bei eher großen Volumen relevan und nicht bei kleinen Beträgen. Das drückt dann nämlich wirklich nur Misstrauen aus und nicht "Hey, ich werde in Vorleistung gehen und kann den nicht auch noch aus meinem Privatvermögen finanzieren".

Das Einzige, was du dir abgewöhnen musst, ist dir das so zu Herzen nehmen. So ist das halt da draußen und der Weg den Mac aufgezeigt hat, sorgt dafür, dass die Leute, die Verbindlichkeiten zu lax nehmen ihre Quittung bekommen. Im wahrsten Sinne des Wortes, überbracht von einem Gerichtsvollzieher. Lächel
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Vektorpate
Threadersteller

Dabei seit: 05.09.2006
Ort: Berlin
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 26.02.2013 23:30
Titel

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Illumaus hat geschrieben:
Mich wundert doch oft diese gewisse Naivität, die hier viele an den Tag legen. Aber vielleicht muss man manches erst lernen, ging mir nicht anders:

- Folgeaufträge kann man sich erstmal in die Haare schmieren
- Alles wird schriftlich festgehalten und vom Kunden unterschrieben, vorher mache ich mir nichtmal Gedanken zum Projekt
- Pitches sind scheiße
- Kostenlos arbeiten ist keine Geschäftsbeziehung auf Augenhöhe
- Für einen Job, der den Kunden nichts gekostet hat (oder eben 2 Arbeitsstunden), was bringen da wohl Empfehlungen und Folgeaufträge? Wieder nichts, juhu!
- Lasst euch nicht immer im Preis drücken!
- Nutzt AGB, schreibt korrekte Angebote und Rechnungen
- vorher informieren, wie der Ablauf ist
- nicht mimimi, sondern als Lehrgeld abschreiben (zumal bei nur zwei Arbeitsstunden)
- erstmal nicht an das Gute im Kunden glauben, alles hinterfragen, nachhaken, schriftlich machen, ggf. Vorkasse, Deadlines setzen etc.

und so weiter...


Danke für die Auflistung, verstehe es allerdings nicht ganz falls du das alles auf mich beziehen solltest.
Kaum einer der Punkte trifft auf meinen geschilderten Fall zu, und das meiste weiß ich selber.
Bzw sehe ich manches auch einfach anders. Die Meinung "Pitches sind Scheiße" kann ich zwar verstehen,
aber nicht unbedingt teilen. Es gab auch schon Pitches, die ich gewonnen habe.
Ich glaube was du meinst sind "unbezahlte Pitches". So lange eine angemessene Aufwandsentschädigung
abgemacht ist spricht meiner Meinung nach nichts dagegen. Falls man eh grade nichts großes anderes am laufen
und Lust auf das Projekt hat, warum nicht?
Auch "Folgeaufträge kann man sich erstmal in die Haare schmieren" kann ich nicht wirklich teilen.
Und wie kommst du auf Preis drücken? Habe mit ihm doch meinen regulären Stundensatz ausgemacht,
der nur einfach nicht bezahlt wird.

Trotzdem Danke.
Auch @Nimroy: Danke!


Zuletzt bearbeitet von Vektorpate am Di 26.02.2013 23:36, insgesamt 1-mal bearbeitet
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GreenMan

Dabei seit: 07.09.2003
Ort: Bremen
Alter: 49
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mi 27.02.2013 00:19
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Schreib dann auch mal, was du letztendlich gemacht hast und wie es ausgegangen ist.

Zuletzt bearbeitet von GreenMan am Mi 27.02.2013 00:19, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Illumaus

Dabei seit: 05.05.2006
Ort: Eus
Alter: 33
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 27.02.2013 10:00
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Vektorpate hat geschrieben:
Illumaus hat geschrieben:
Mich wundert doch oft diese gewisse Naivität, die hier viele an den Tag legen. Aber vielleicht muss man manches erst lernen, ging mir nicht anders:

- Folgeaufträge kann man sich erstmal in die Haare schmieren
- Alles wird schriftlich festgehalten und vom Kunden unterschrieben, vorher mache ich mir nichtmal Gedanken zum Projekt
- Pitches sind scheiße
- Kostenlos arbeiten ist keine Geschäftsbeziehung auf Augenhöhe
- Für einen Job, der den Kunden nichts gekostet hat (oder eben 2 Arbeitsstunden), was bringen da wohl Empfehlungen und Folgeaufträge? Wieder nichts, juhu!
- Lasst euch nicht immer im Preis drücken!
- Nutzt AGB, schreibt korrekte Angebote und Rechnungen
- vorher informieren, wie der Ablauf ist
- nicht mimimi, sondern als Lehrgeld abschreiben (zumal bei nur zwei Arbeitsstunden)
- erstmal nicht an das Gute im Kunden glauben, alles hinterfragen, nachhaken, schriftlich machen, ggf. Vorkasse, Deadlines setzen etc.

und so weiter...


Danke für die Auflistung, verstehe es allerdings nicht ganz falls du das alles auf mich beziehen solltest.
Kaum einer der Punkte trifft auf meinen geschilderten Fall zu, und das meiste weiß ich selber.
Bzw sehe ich manches auch einfach anders. Die Meinung "Pitches sind Scheiße" kann ich zwar verstehen,
aber nicht unbedingt teilen. Es gab auch schon Pitches, die ich gewonnen habe.
Ich glaube was du meinst sind "unbezahlte Pitches". So lange eine angemessene Aufwandsentschädigung
abgemacht ist spricht meiner Meinung nach nichts dagegen. Falls man eh grade nichts großes anderes am laufen
und Lust auf das Projekt hat, warum nicht?
Auch "Folgeaufträge kann man sich erstmal in die Haare schmieren" kann ich nicht wirklich teilen.
Und wie kommst du auf Preis drücken? Habe mit ihm doch meinen regulären Stundensatz ausgemacht,
der nur einfach nicht bezahlt wird.

Die Auflistung galt nicht nur dir, das stimmt. Denn solche Themen gibts hier ja in ähnlicher Form schon x-mal.
Was kannst du dir von Folgeaufträgen kaufen, wenn damit gelockt wird? Der erste Auftrag soll in der Regel verdammt günstig sein, am besten noch kostenlos oder eben über einen Pitch erreicht werden. Und am Ende hast du dich am Pitch beteiligt und es gibt doch keine Folgeaufträge, die dann ordentliches Geld bringen. Immer wieder erlebt und von Kollegen gehört.
Mach doch mal die Gegenprobe: der erste Job wird normal vergütet und für den Folgeauftrag machst du dem Kunden einen Sonderpreis. Wie wärs? Ich wette, kein Kunde sagt dir dazu "tolle Idee, so machen wir das!". Weil noch überhaupt nicht sicher ist, ob es je einen zweiten Job geben wird. Also lass dich nicht vom Wort Folgeauftrag ködern, im Zweifel kannst du dir davon nichts kaufen.
Zum Pitch: Wenn er bezahlt wird, mags gerade noch gehen, wenn alle beteiligten Grafiker/Agenturen/Illustratoren eine Vergütung für den Aufwand bekommen auch. Leider ist das selten der Fall. Immer wieder wird damit gelockt, man könne sich doch am Wettbewerb/Pitch beteiligen, es gibt zwar kein Geld, aber eine Unmenge an Folgeaufträgen... Nicht mitmachen! Ist meine Meinung dazu.
Du hast immerhin noch ein bisschen Kohle raus handeln können, hast eine schriftliche Bestätigung, das ist ja schon viel wert und leider absolut nicht die Norm. Dann würde ich eine Rechnung stellen und ggf. das Mahnverfahren einleiten, wenns dir das Geld wert ist. Du musst im Zweifel dein Geld einklagen, ich weiß nicht, ob sich zwei Stundensätze dafür lohnen. Aber so wäre der Ablauf. Du hast eine Leistung erbracht, die wird bezahlt. Ob der Kunde sie nutzt oder nicht ist ja nebensächlich.
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bixxl

Dabei seit: 08.10.2005
Ort: Wien
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 27.02.2013 10:23
Titel

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Ich finde es schon erstaunlich, dass hier einige so tun, als ob der Vektorpate da an irgendetwas schuld wäre.

Tatsächlich ist es für kleine Einpersonenunternehmen, die sich erst etablieren müssen, nicht unüblich sich erst einem Probelauf zu stellen. Wenn dieser bezahlt wird, spricht nichts dagegen - der Auftraggeber will auch sehen dass hier nicht nur gut sondern auch verlässlich gearbeitet wird. Ich hatte das schon öfter und ja, ich habe auch oft dann den großen Auftrag bekommen. Daß das beim Vektorpaten gleich zweimal daneben ging, ist echt auch Pech.

Wie Nimroy auch schon sagte, ich würde es mir nicht so zu Herzen nehmen. Und ich würde die 2 Stunden auf alle Fälle mahnen und auch einklagen. Ist super für die eigene Psychohygiene.
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