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Thema: Das Problem mit den Farben... vom 10.12.2005


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Allgemeines - Nonprint -> Das Problem mit den Farben...
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damasta
Threadersteller

Dabei seit: 09.12.2005
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Verfasst Sa 10.12.2005 00:33
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Das Problem mit den Farben...

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Hallo zusammen!

Ich schäme mich ja fast schon diese Frage(n) hier zu stellen, aber ich blicks einfach nicht.

Ich arbeite mit Adobe Illustrator CS2 und soll/will ein Logo für meine Band zu entwerfen, das aus drei Teilen besteht: Typo, Symbol (eine Art Schmetterling) und eine Art Stacheldraht. Die Formen sind alle schon da. Nur mit der Einfärbung komm ich nich so ganz klar. Da ich das Logo sowohl für Druck als auch für eine Kombination aus Bildschirm/Heimdrucker (in Verbindung mit einer Bandinfo im PDF-Format) benötige, mach ich zwei Versionen.
Einmal das für den CMYK-Farbraum der Druckerei angepasste, wobei ich gedruckte Vierfarbtabellen benutzt hab. (Ist/war lustigerweise kein Problem.)
Zum anderen brauch ich eine RGB-Version, die ich zunächst mit dem kalibrierten Farbrofil meines TFT eingefärbt habe. Und genau hier nun meine Frage. Bei mir sieht das zwar gut aus, aber ich bezweifle, dass das bei einem anderen Monitor genauso ist. Wenn ich das Profil in die PDF einbinde, kann ich dann davon ausgehen, dass derjenige Betrachter die Farben genauso dargestellt bekommt? Ich meine Nein, aber das ist nur eine Vermutung. Ich denke hier eben an die ganz normalen Benutzer, die am Monitor mal am Kontrast-/Helligkeitsregler rumgespielt haben und sonst davon ausgehen, dass die Farben total genauso aussehen, wie woanders auch. Was mir fehlen, sind die Grundkenntnisse zu Farbprofilen. Ich weiß, dass sie dafür gemacht sind, dass Farben eben anderswo genauso aussehen, wie auf dem Bildschirm, wo sie erstellt wurden. Doch was passiert genau? Werden die Farben des Bildes dann an die des im System eingestellten Farbprofils angepasst? Kann ich davon ausgehen, dass es richtig dargestellt wird, oder sollte ich alles pauschal in sRGB umwandeln?

Ein riesengroßes Danke an jeden, der versucht mir zu helfen! Lächel

Grüße,
damasta
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cyanamide
Moderator

Dabei seit: 09.12.2002
Ort: Altkaiserreich Koblenz WW
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Geschlecht: Weiblich
Verfasst Sa 10.12.2005 13:57
Titel

Re: Das Problem mit den Farben...

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damasta hat geschrieben:
Zum anderen brauch ich eine RGB-Version, die ich zunächst mit dem kalibrierten Farbrofil meines TFT eingefärbt habe.

Ich muss jetzt mal blöd fragen: Du kalibrierst deinen Monitor und
hast keine Ahnung von Farbprofilen? Wie kalibrierst du den denn
den Monitor?

Nächste Frage: Wie färbt man ein Bild mit einem Monitorprofil ein?

Das Monitorprofil hat nichts mit deinem Bild zu tun, nur mit der
Systemfarbdarstellung. Du verwechselst da wohl grade das
Monitorprofil mit dem Arbeitsfarbraum.

damasta hat geschrieben:
Bei mir sieht das zwar gut aus, aber ich bezweifle, dass das bei einem anderen Monitor genauso ist.

Wenn das Farbprofil in die Datei eingebettet ist, dann wird das
Bild auf jedem richtig kalibriertem System gleich dargestellt,
soweit die Anwendung CM unterstützt.

Für die Bildschirmdarstellung ist sicherlich sRGB sinnvoll. Dieser
Farbraum wird von jedem Monitor abgedeckt, zudem bedarf die
(halbwegs) korrekte Darstellung keinem CM, also stellen auch
z.B. Browser die Farben richtig dar.

Wenn die Datei später noch für andere Anwendungen verwendet
werden soll, dann macht ein größerer Arbeitsfarbraum, z.B.
eciRGB oder AdobeRGB sicher sinn. Allerdings kann es sein, dass
diese Dateien in Anwendungen ohne CM falsch dargestellt werden.

Nochmal: Dein Monitorprofil hat nichts mit all dem zu tun. Das
wird vom System verwaltet und dient der korrekten Anzeige
der Daten auf DEINEM Monitor. Und nur da. Jeder hat ja im
Idealfall ein eigenes Monitorprofil. Standardmonitore bauen
auf sRGB auf. In dem Fall wäre das Monitorprofil = Arbeits-
farbraum. Beide arbeiten aber noch immer seperat im System.
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damasta
Threadersteller

Dabei seit: 09.12.2005
Ort: München
Alter: -
Geschlecht: -
Verfasst Sa 10.12.2005 14:38
Titel

Re: Das Problem mit den Farben...

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Ich sagte ja, dass mir die Grundkenntnisse fehlen. Aber jetzt bin ich schonmal schlauer als vorher! *zwinker*

cyanamide hat geschrieben:

Ich muss jetzt mal blöd fragen: Du kalibrierst deinen Monitor und
hast keine Ahnung von Farbprofilen? Wie kalibrierst du den denn
den Monitor?


Mit Adobe Gamma. Das muss reichen.

cyanamide hat geschrieben:

Das Monitorprofil hat nichts mit deinem Bild zu tun, nur mit der
Systemfarbdarstellung. Du verwechselst da wohl grade das
Monitorprofil mit dem Arbeitsfarbraum.


cyanamide hat geschrieben:

Nochmal: Dein Monitorprofil hat nichts mit all dem zu tun. Das
wird vom System verwaltet und dient der korrekten Anzeige
der Daten auf DEINEM Monitor. Und nur da. Jeder hat ja im
Idealfall ein eigenes Monitorprofil. Standardmonitore bauen
auf sRGB auf. In dem Fall wäre das Monitorprofil = Arbeits-
farbraum. Beide arbeiten aber noch immer seperat im System.


D.h. das Monitorprofil gibt an, welche Farben dargestellt werden können und der Arbeitsfarbraum begrenzt dieses Farbspektrum.

Danke für deine Antwort!

Grüße,
damasta
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cyanamide
Moderator

Dabei seit: 09.12.2002
Ort: Altkaiserreich Koblenz WW
Alter: 40
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Sa 10.12.2005 14:48
Titel

Re: Das Problem mit den Farben...

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damasta hat geschrieben:
Mit Adobe Gamma. Das muss reichen.

Also nennen wir den Monitor mal nicht kalibriert, sondern
lediglich ein wenig an den Gammakurven via Augenmass
angepasst. Egal was du da machst: Ohne richtiges kalibrieren
kannst du mit Glück nur annährend sehen, was andere sehen.

Genau: No chance.

damasta hat geschrieben:
D.h. das Monitorprofil gibt an, welche Farben dargestellt werden können und der Arbeitsfarbraum begrenzt dieses Farbspektrum.

Das Monitorprofil sagt deinem Rechner, wie dein Monitor
die Farbwerte deiner Datei darstellen muss. In deinem
Fall ist der Monitor nicht kalibriert, du benutzt ein Standard-
profil.

Der Arbeitsfarbraum hat nicht mit dem Monitorprofil zu
tun. Es gibt kleine, z.B. sRGB, welche für die Monitorausgabe
bzw. für Screenanwendungen perfekt sind und es gibt große,
z.B. eciRGB, welche für spätere Umrechnungen in z.B. sRGB,
diverse CMYK besser geeignet sind.

Begrenzt wird das von die benannte 'Spektrum' in der Datei
durch den Arbeitsfarbraum und zusätzlich bei dir am Monitor
durch die am Monitor darstellbaren Farben. Einfach erklärt:
Das Monitorprofil sagt dem Rechner nun, wie z.B. ein Rotton
auf deinem Monitor ausgegeben werden muss. Am nächsten
Rechner muss dieser ja, bedingt durch einen anderen Monitor,
wieder anders dargestellt werden. Also gibt es dor auch ein
anderes Monitorprofil. Kein Monitor würde sonst eine Farbe
wie der nächste Monitor darstellen.
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