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Thema: [ZP06] Fragensammlung Druckkalkulation vom 21.02.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Zwischenprüfung Theorie -> [ZP06] Fragensammlung Druckkalkulation
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wildekatze

Dabei seit: 09.12.2005
Ort: Karlsruhe
Alter: 28
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 01.03.2006 13:47
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habe noch nir was damit zu tun gehabt und ich muss gleich heulen, das ist ja mal alles sehr kompliziert!!! * grmbl *

und unser lehrer meint das in einer stunde mit uns durchkauen zu können!!!

tzzz... * grmbl *


Zuletzt bearbeitet von wildekatze am Mi 01.03.2006 13:57, insgesamt 1-mal bearbeitet
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katti24100

Dabei seit: 05.01.2006
Ort: -
Alter: 32
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 01.03.2006 15:10
Titel

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hier meine zusammenfassung. gebt mal euren senf dazu. vielleicht werdet ihr schlau daraus.

7. Grundlagen der Druckkalkulation

Berechnung des Stundensatzes/Selbstkosten pro Fertigungsstunde
Produktionsschritte kalkulieren (Fertigungszeit und Material), Grundlage dafür sind die Selbstkosten, welche in der betrieblichen Kostenrechnung errechnet werden.
1. dafür wird der Betrieb in Kostenstellen aufgeteilt (z.B. Druckformherstellung, Druckmaschinen, usw.)
2. Kosten der Abteilungen welche keine Produkte produzieren(z.B. Buchhaltung,
Telefonzentrale usw.), werden auf die Kostenstellen verteilt. Dies geschieht
durch Gemeinkostenzuschläge.
3. Durch diese Verteilung erhält man die Gesamtkosten.

Kosten (Kostenarten)
• Löhne • Miete
• Heizung • Verbrauchsmaterial
• Strom • Versicherungen
• Wasser

Vorkalkulation=Angebotskalkulation
Hier werden die Kosten eines Auftrages erfassen. Darunter fällt das einschätzen des Zeit-
und Materialbedarfs, um einen Auftrag durchzuführen. Aus dieser Kalkulation errechnen
sich die geschätzten Selbstkosten der Fertigung. Hierauf wird ein Gewinnzuschlag addiert.
Dies ergibt den errechneten Nettopreis. Mit diesem zuzüglich der MWST erhält der Kunde
dann den Bruttoverkaufspreis in einem Angebot für ein angefragtes Produkt.
relativ genaue Vorkalkulation ist nötig, da
1. zu niedrige Kalkulation zu Existenzgefährdung, und
2. zu hohe Kalkulation zu Verlust der Wettbewerbsfähigkeit führt.

Auftragskalkulation
Wird erstellt sobald aus dem Angebot ein Auftrag erfolgt. Das heißt, es ist eine Überprüfung der Angebotskalkulation. Sollten sich die Fakten der Angebotskalkulation ändern, ist eine Auftragskalkulation unabdingbar.

Nachkalkulation=Auftragsabrechnung
Aus den Tageszetteln und den Materialverbrauchsscheinen bzw. den erfassten Betriebsdaten werden die tatsächlich benötigten Fertigungszeiten und das wirklich verbrauchte Material für einen Auftrag zusammengerechnet. Die Nachkalkulation ergibt die tatsächlich entstandenen Selbstkosten eines Auftrages. Kennzeichen der NK ist, dass nicht mehr mit geschätzten Fertigungsdaten gerechnet wird, sondern mit den real entstandenen Daten, die nach der Abrechnung ein genaues Bild der Kostensituation eines Auftrags ergeben. Dient außerdem als Vorlage für wiederkehrende ähnliche Aufträge, Überprüfung, sowie mögliche Schwachstellungfindung (z.B. Personal, Maschine). Durch vergleich der VK und der NK ergibt sich der Gewinn oder Verlust an einem Auftrag.

Kostenarten
Fertigungskosten: ergeben sich aus der Summe aller Selbstkosten, die in der Produktion entstehen. Darunter fallen alle Fertigungsstunden an den verschiedenen Einrichtungen eines Medienbetriebes, z.B. Text-, Bilderfassung, Belichtung, Druck, …
Materialeinzelkosten: verbrauchte Materialien und Preis, z.B. Filme, Druckplatten, Papier, Farbe, …
Fremdleistungskosten: Fremdreparaturen, Versicherungen, Beratungskosten, Mieten, …
Materialgemeinkosten: entstehen durch die betriebliche Materialwirtschaft. Hier entstehen Beschaffungskosten, Lagerkosten, Transportkosten und Finanzierungskosten.
Herstellungskosten: Kosten, die bei der Herstellung eines Produktes anfallen.
(Materialeinzelkosten+Materialgemeinkosten+Fertigungseinzelkosten+Fertigungsgemeinkosten+Sondereinzelkosten)

Gewinnzuschlag: wird vom Unternehmen auf die Herstellungskosten berechnet und kann prinzipiell frei festgelegt werden. Er ist abhängig von der Konkurrenzsituation. Der sich daraus ergebende Preis ist der Nettopreis. (ca. 5-10%)

Nettopreis: Herstellungskosten+Geewinnzuschlag
Bruttopreis: Nettopreis+Versand-und Verpackungskosten+MWST
Endkosten: Bruttopreis+MWST
Mehrwertssteuer: ist eine Steuer, die von einem Unternehmen anhand des Umsatzes bei erbrachten Leistungen an die Finanzbehörde abzuführen ist.

1000-Stk - Preis: Der 1000-Stk - Preis wird bei Angeboten für ein Druckprodukt oftmals neben dem angefragten Preis angegeben. Dieser ist der Preis für weitere 1000 Exemplare eines Auftrages. Dieser Preis ist sehr günstig, da die Fixkosten (Druckvorstufe, -platte, …) bereits abgedeckt sind. Dem Kunden gibt man einen Anreiz, eine höhere Menge zu bestellen.
Arbeitskosten: Lohn- und Gehaltskosten
Kapitalkosten: Zinsen und Abschreibung

Zuschlagskalkulation (=Kalkulationsverfahren bei verschieden strukturierten Produkten, bei dem Einzel- und Gemeinkosten getrennt voneinander verrechnet werden.)

summarische (einstufig):
Bei der summarischen oder kumulativen Zuschlagskalkulation werden die Gemeinkosten zu einem Betrag (zu „einer Summe“) zusammengefasst und dann über einen einzigen Zuschlagssatz dem Kostenträger zugerechnet.
Als Bezugsgröße zur Errechnung des Zuschlagssatzes können die Materialeinzelkosten oder die Fertigungseinzelkosten oder die Summe aus diesen beiden Kostenartengruppen oder die Fertigungszeit herangezogen werden.
Die summarische Zuschlagskalkulation ist einfach zu handhaben, aber nur für grobe Kalkulationen geeignet.
Beispiel: Einzelkosten im Monat (Fertigungsmaterial und Fertigungslöhne 1.234.594 €, Gemeinkosten im Monat 687.819 €.
Gemeinkosten-Zuschlagsatz = (Gemeinkosten × 100) ÷ Einzelkosten = (687.819 × 100) ÷ 1.234.594 = 55,7 %
Mithilfe des Zuschlagsatzes können nun die Selbstkosten unterschiedlicher Produkte ermittelt werden, wenn deren bekannte Einzelkosten als Basis herangezogen werden.
Der in der summarischen Zuschlagskalkulation gewählte Zusammenhang zwischen den gesamten Gemeinkosten und nur einer Bezugsbasis bringt eine sehr grobe Gemeinkostenverteilung mit sich. Die so ausgewiesenen Selbstkosten können nur sehr bedingt ein Spiegelbild der Kostenverursachung durch den Kostenträger sein. Die Anwendung dieser Methode empfiehlt sich also höchstens aus Vereinfachungsgründen bzw. wenn die Gemeinkosten gegenüber den Einzelkosten den weitaus geringeren Teil ausmachen. Zudem hat die Wahl der Bezugsgröße Einfluss auf die Höhe der ausgewiesenen Selbstkosten.

Fertigungskosten
+ Materialkosten
+ Fremdleistungskosten
+ Materialgemeinkosten
= Herstellungskosten
+ Gewinnzuschlag in %
= Nettopreis
+ Verwaltungs- und Vertriebskosten (VV-Kosten)
+ MWST
= Endpreis (Bruttopreis)
?

differenzierte (mehrstufig):
Hier werden sowohl die Zuschlagsbasen als auch die ihnen zugeordneten Gemeinkosten differenziert. Als differenzierte Zuschlagsbasen werden in der Regel die Materialeinzelkosten, die Fertigungslohneinzelkosten und die kalkulative Zwischensumme Herstellkosten verwendet. Das macht auch eine differenzierte Kostenstellenrechnung erforderlich, so dass jeder Bezugsbasis die Stellenkosten zugeordnet werden können, die einen annähernd sinnvollen Verursachungsbezug unterstellen lassen. Die Verhältnisbildung zwischen abgegrenzter Gemeinkostensumme und jeweiliger Bezugsbasis ergibt dann differenzierte Gemeinkostenzuschlagssätze, die wiederum in der Kalkulation auf die entsprechende Bezugsbasis angewendet werden können und so zu einer kostenträgerbezogenen, proportionierten Verteilung der Gemeinkosten führen. Das Kalkulationsschema der differenzierten Zuschlagskalkulation ist in der Regel wie folgt aufgebaut:

1. Fertigungsmaterialkosten (Einzelkosten)
2. + Materialgemeinkosten (% von 1.)
A. = Materialkosten

3. Fertigungslohnkosten (Einzelkosten)
4. + Fertigungsgemeinkosten (% von 3.)
5. + Sonder-Einzelkosten der Fertigung
B. = Fertigungskosten

C. = A+B = Herstellkosten
6. + Forschungs- und Entwicklungs-Gemeinkosten (% von C.)
7. + Verwaltungsgemeinkosten (% von C.)
8. + Vertriebsgemeinkosten (% von C.)
9. + Sonder-Einzelkosten des Vertriebs
D. = Selbstkosten

Die Positionen 6, 7 und 8 werden gegebenenfalls auch zusammengefasst kalkuliert. (s. Darstellung im Kompendium Auflage 3 S.926)
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Chicita

Dabei seit: 15.07.2005
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Verfasst Do 02.03.2006 09:00
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Hä? Wühlen wir nicht bissl tief in dem ganzen Sumpf?
Ich hätte gedacht, das die uns ne kurze Platzkostenrechnung oder Kapazitätsberechnung machen lassen?
Vom größten Teil hier hab ich noch nie was gehört. * Keine Ahnung... *
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katti24100

Dabei seit: 05.01.2006
Ort: -
Alter: 32
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 02.03.2006 10:46
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ich weiß das ist verdammt viel. und je mehr ich mich hier im forum umseh, je mehr panik krieg ich.
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Seven98

Dabei seit: 05.04.2005
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Verfasst Do 02.03.2006 13:56
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Lasst euch nicht verrückt machen
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lou

Dabei seit: 23.01.2006
Ort: Hannover
Alter: 33
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 02.03.2006 14:08
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das hilft doch auf jedem fall schon mal ganz gut weiter, wobei das thema ja echt ganz schön komplex ist....

Ich hätte da nochmal eine allgemeine frage, wo man das thema druckkalkulation mal zusammengefasst ansehen kann, bzw. einfach, wo man überhaupt was ausführliches darüber finden kann ?!? Lächel
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ka84

Dabei seit: 25.01.2005
Ort: Nürnberg
Alter: 32
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 02.03.2006 15:14
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Seven98 hat geschrieben:
Lasst euch nicht verrückt machen


ich sag nur mut zur lücke.. es ist nur eine zp. was macht ihr denn dann erst bei der ap? *zwinker*
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Laura_85

Dabei seit: 28.02.2006
Ort: Würselen
Alter: 31
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Do 02.03.2006 16:28
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Also, ich denk mal auch eher das wir dazu was rechnen müssen... Hmm...?!
Denn es wär doch etwas sehr viel für die Zwischenprüfung, vor allem für die Leute die es vorher nicht in der
Berufschule gemacht haben.

Naja, da müssen wir uns halt überraschen lassen... * Ja, ja, ja... *
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