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Thema: Zusammenfassung AP-Themen Design/Print vom 25.03.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Abschlussprüfung Theorie -> Zusammenfassung AP-Themen Design/Print
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kitschsammler
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Dabei seit: 26.07.2005
Ort: Augsburg
Alter: 37
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Sa 25.03.2006 14:15
Titel

Zusammenfassung AP-Themen Design/Print

Antworten mit Zitat Zum Seitenanfang

Hallo,
hier mit möchte ich eine Zusammenfassung für die Prüfungsthemen beginnen.
Es wäre toll, wenn jeder ein bisschen beitragen könnte. Dann schaffen wir das im Nu.
Anbei schon mal ein bisschen was zu Typo, Bildgestaltung, Akzidenzen und Farbmetrik.



Bildgestaltung

Das AIDA-Prinzip

Attention - Aufmerksamkeit erregen (Eyecatch)
Interest - Interesse wecken (Headline)
Desire - Wünsche/Bedürfnisse im Betrachter wecken (Subheadline/Brottext)
Action - Dem Betrachter Möglichkeiten aufzeigen, diesen Wunsch zu befriedigen (durch Kauf der angepriesenen Ware und z.B., ihm halt entsprechende Wege aufzeigen)

Bildgestaltung & Perspektive

Echte Perspektiven:
Vogel
Luft
Frosch
Zentral


Geometrische Perspektiven:
Isometrie P.
Dimetrie P.
Kavalierperspektive
Militärperspektive

Unterschied: in isometrischen bzw. axonometrische Darstellungen von Gegenständen bleiben sämtliche Parallelen parallel. Keine Fluchtpunkte bei den geometrischen Perspektiven und teilweise unverzerrte Wiedergabe von Kanten, Flächen und Winkeln.


Gestaltungsgrundsätze
1)Man hat die Format und Fläche, die als Gestaltungselement eingesetzt werden kann.
2)Und die Verpackung
3)Text um Bildhaftigkeit zu unterstützen
4)Links hat mehr Gewicht als rechts
5)Oben mehr als Unten
6)Rund mehr als Eckig
7)Senkrechte mehr als vertikale
8)Dunkle Farben mehr als helle
9)Farme mehr als kalte
10)Kreuzlinienraster, Satzspiegel, goldener Schnitt (5:*hehe* anwenden; Mitten beachten (opt. Ausrichtung), Beschnitt anlegen




















Typografie

Typografie
- Typografie regt zum Lesen an, weckt Aufmerksamkeit durch hervorspringende Elemente, senkt
Hemmschwelle einen Artikel zu lesen, steuert das Lesen
- stimmt der Lesefluß nicht, verliert der Lesende schnell die Konzentration und legt das
Geschriebene zur Seite
- Typografie muß hinsichtlich Schriftart, Größe, Gestaltung u. ä. der Zielgruppe angepaßt sein
- Gestaltungsregeln: Proportionen, Rhythmen, Harmonien, Dissonanzen, Kontraste, Gegensätze von
Schriftcharakteren, Schritwahl passend zum Bild, Gegestand und Produkt, müssen bedacht und
gekonnt eingesetzt werden
- Format und Beschaffenheit (Papier, Folie, Bildschirm...) haben großen Einfluß auf die Wirkung der
Gestaltung und Typografie

Fachbegriffe:

Versaile = Großbuchstaben
Gemeine = Kleinbuchstaben
Majuskel = Großbuchstaben (veraltet)
Minuskel = Kleinbuchstaben (veraltet)
Minuskelziffer = Ziffer mit Ober- oder Unterlänge
Versalziffer = Ziffern in der Höhe der Versalien


Schriftklasssifikation nach DIN 16518 (bis 1964)

Gruppe1: Venezianische Renaissance-Antiqua
Gruppe2: Französische Renaissance-Antiqua
Gruppe3: Barock-Antiqua
Gruppe4: Klassizistische Antiqua
Gruppe5: Serifenbetonte Linear-Antiqua
Gruppe6: Serifenlose Linear-Antiqua
Gruppe7: Antiqua Varianten
Gruppe8: Schreibschriften
Gruppe9: Handschriftliche Antiqua
Gruppe10: Gebrochen Schriften
(Gotisch, Rundgotisch, Schwabacher, Fraktur, Fraktur-Varianten)
Gruppe11: Fremde Schriften nicht lateinischer Herkunft



Schriftklassifikatin nach DIN 16518 (bis 1998)

Gruppe1: Gebrochene Schriften
(Gotische, Rundgotische, Schwabacher, Fraktur, Varianten, Dekorative)

Gruppe2: Römische Serifenschriften
(Renaissance Antiqua, Barock Antiqua, Klassizismus Antiqua, Varianten, Dekorative)
Beisp.: Garamond, Times, Bodonic

Gruppe3: Lineare Schriften
(Grotesk, Anglogrotesk, Konstruierte Grotesk, Geschriebene Grotesk, Varianten, Dekorative)
Beisp.: Univers, Franklin, Bauhaus, Optima

Gruppe4: Serifenbetonte Schriften
(Egyptienne, Clarendon, Italienne, Varianten, Dekorative)

Gruppe5: Geschriebene Schriften
(Flachfederschrift, Spitzfederschrift, Rundfederschrift, Pinselschrift, Varianten, Dekorative)




Schriftcharakter
a. Schriftgattung (Klassifikation nach DIN)
b. Schriftschnitt (z.B. kursiv)
c. Schriftgrad (Größe z.B. in pt)

Schriftfamilie 1 Schriftgattung mit sämtlichen Schnitten

Veränderungsmöglichkeiten der Grundschrift
- Schrägstellen
- Strichdicke
- Buchstabenbreite
- Laufweite

Dickte = Vorbreite + Zeichenbreite + Nachbreite


Schriftbezeichnungen

Black = Extrafett
Gothic = Gebrochen, grotesk
bold = fett
Heavy = halbfett
Book = Normal
Italic = kursiv
compressed = schmal
Light = leicht
Condensed = schmal
Medium = kräftig, mittel
Demibold = halbfett
Narrow = schmal
Expanded = breit
Newface = klassiz. Antiqua
Extended = breit
Oblique = kursiv
Old face = ältere Antiqua
Old style = ältere Antiqua
Outline = umriss
Regular = normal
Roman = normal
Sans serif = serifenlos
Script = Schreibschrift
Semibold = halbfett
Small caps = Kapitälchen
Shadow = Schatten
Thin = fein
Semi serif = leichte angedeutete Serifen

Hier einige Merkmale der Schriftgruppen:

Venezianische Renaissance Antiqua:

- Strichstärken sind schwach differenziert
- Symmetrieache ist stark nach links geneigt
- der Querstrich des kleine e liegt fast immer schräg
- Serifen sind konkav und stark ausgerundet


Französische Renaissance Antiqua:

- Strichstärken sind stärker differenziert
- leicht geneigt Symmetrieachse
- der Querstrich des kleinen e liegt waagerecht
- Serifen sind konkav und ausgerundet


Barock-Antiqua

- Strichstärken sind stark differenziert
- Symmetrieachse ist entweder leicht nach links geneigt, oder waagerecht
- der Querstrich des kleinen e ist waagerecht
- Serifen sind flach und wenig oder gar nicht ausgerundet


Klassizistische Antiqua:

- harter und deutlicher Kontrast zwischen Grund- und Haarstrichen
- Serifen sind flach und nicht ausgerundet (stark ausgeprägt)
- Symmetrieache ist senkrecht


Serifenbetonte Linear-Antiqua:

- kein Unterschied zwischen Grund- und Haarstrichen ( und Serifen)
- waagerechter Dachansatz, Serifen sind nicht ausgerundet und haben die Stärke wie Grund-/Haarstriche
- Symmetrieachse ist senkrecht


Serifenlose Linear-Antiqua:

- keine Serifen
- Strichstärken sind gleich
- Symmetrieachse ist senkrecht


Systematik der Typografie
Selektierendes Lesen
- Motto: so deutlich wie möglich
- inhaltliche und typorgrafische Gliederung eines Buches in versch. Ebenen, die in Verbindung miteinander
oder unabhängig voneinander gelesen werden können
- Zielgruppe: Lehrer, Lernende, Schüler und Studenten;
ein besonders hoher Lesekomfort muß geboten werden, da sonst nicht motivierend
- Buchtypen: didaktische Bücher, z. B. Kochbücher, Schulbücher;
bestimmte Teile einer Seite werden einzeln aufgesucht
- Motivation: Weiterbildung; es wird nicht alles gelesen, sondern selektiert gelesen.
Zwang, Muß oder aus Interesse
- Typomittel: - Farbe
- hervorgehobene Überschriften und wichtige Stellen im Text
- mit grafichen Elementen zusätzlich übersichtlich gliedern
- unterschiedliche Schriftschnitte
- Randmarkierung
Einrahmung

Differenzierende Typografie
- Motto: so eindeutig wie möglich
- in sich stark strukturierte Texte, bei denen verschiedenen Begriffe in unterschiedlicher, jedoch
gleichberechtigter typografischer Form dargestellt werden
- Zielgruppe: - Berufsleser, denen man längere Zeilen und vollere Seiten zumuten kann
- Wissenschaftler, Schüler und Studenten
- Buchtypen: - wissenschaftl. Bücher
- Duden, Lexikon
- Nachschlagewerke
- Bedienungsanleitung, Handbuch
- Sonderform: Dramensatz
- Typomittel: - gut ausgebaute Schriften
- mind. mit Kapitälchen, kursiv, halbfetter und halbfett-kursiv
- Zeilenlänge bis zu 80 Zeichen pro Zeile
- ausreichender Zab vorausgesetzt
- Unterstreichungen
- Farbe... und all das so einsetzen, dass die inhaltliche Gleich-, Über- und Unterordnung
eindeutig verständlich ist

Lineares Lesen
- Motto: nicht stören
- ist die klassische Art des Lesens, bei der aufbauend ‹Eines nach dem anderen› gelesen wird
- Zielgruppe: - jeder
- Freiwillige
- einfaches Lesen
- in Ruhe lesen
- durch Typografieart bequemes Lesen, möglichst großer Lesekomfort
- Buchtypen: - erzählende Prosa
- Abhandlungen mit wenig strukturierten Texten
- Roman
- sachl. Texte
- Typomittel: - unaufdringliche Schrift
- Leseschriftgrößen (ca. 8-11 pt); einheitliche Schriftgröße
- enger Satz ohne Löcher
- ca. 60 - 70 Zeichen pro Zeile
- 30 bis 40 Zeilen pro Seite
- ausgewogene Proportionen von Satzspiegel und Papierrand
- kursiv für Betonungen, Zitate u. ä.
Kapitälchen für Eigennamen


Informierendes Lesen
- Motto: so übersichtlich wie möglich
- schnelles, diagonales Überfliegen des Textes, um Überblick zu gewinnen, ob die erhoffte Info
zu finden ist
- Zielgruppe: - Informationssuchende; man will sich über best. Sachzusammenhänge infomieren,
ohne das gesamte Buch lesen zu müssen
- Buchtypen: - Zeitung
- Sachbücher
- Handbücher
- Lexikon
- Ratgeber
- Typomittel: - Überschriften (diagonales Lesen); Vorspann
- mehrspaltig
- Zwischenüberschriften
- Absätze, Einzüge
- Auszeichnungsmöglichkeiten
- übersichtlich
kurze Abschnitte

Konsultierendes Lesen
- gezieltes Aufsuchen bestimmter Begriffe oder in sich geschlossener Passagen
- Zielgruppe: - Leser, die eine best. präzise Auskunft suchen und deshalb besonders motiviert sind
- „suchen & finden“
- sehr hohe Lesemotivation
- Buchtypen: - Fahrpläne
- Börsenkurse
- Kinoprogramme
- Telefonbücher
- Lexikon
- Typomittel: - meist kleine Schriftgrößen
- gut lesbare Schriften
- knapper Zab
- volle Seiten, oft mehrspaltiger Satz
- übersichtlich gegliedert
Gliederung nach Stichworten

Typografie nach Sinnschritten
- Motto: der Sprache folgen
- Gliederung des Zeilenfalls vom Sinnzusammenhang abhängig und nicht nach formalen Vorgaben
- Zielgruppe: - Leseanfänger jeden Alters
- Menschen, die eine Fremdsprache lernen
- Buchtypen: - Fibeln
- Bilderbücher
- Lehrbücher für Fremdsprachen
- Textaufgaben
- Bildlegenden
- Text für Kinder mit Lesebehinderung
- Typomittel: - Sätze werden nach Satzaufbau und Sinn gegliedert
- gleiche Schriftart und -größe
linksbündig

Aktivierende Typografie
- Motto: neugierig machen
- typografische Gestaltung, die zum Lesen verleiten soll
- Zielgruppe: - Leser, die eigentlich keine Leser sein wollen
- Schüler, die zum Lesen motiviert werden sollen
- Käufer, die vom nüchternen Konkurrenzbuch abgeworben werden sollen
- im Grunde genommen: Alle
- Buchtypen: - Geschenkbücher
- Schulbücher
- Sachbücher
- Magazine
- Zeitschriften
- Buchumschlag
- Werbung
- Typomittel: - es gibt kaum Einschränkungen
- das Grundgesetz der Typografie ist außer Kraft gesetzt!
- das Grundgesetz aller seriösen Buchtypografie lautet: Gleiches muß gleich behandelt werden!
das Gesetz der aktivierenden Typo heißt dagegen: Anders sein, auffallen, neugierig machen!

Inszenierende Typografie
- Motto: den Text erschließen
- der subjektiv interpretierende Umgang des Typographen mit einem vorhandenen Text, der durch
die Gestaltung gesteigert, interpretiert oder verfremdet wird, nicht aber dekorativ gegen die
Sprache gerichtet ist.
- Zielgruppe: - Leser, die bereit sind, sich mit einem Text so auseinanderzusetzen, wie Theaterbesucher
mit einer neuen Inszenierung
- Buchtypen: - Studien ohne formale Vorgabe
- aber auch kommerzielle Anwendungen
- Typomittel: - die Gestaltungsmittel – von strenger Organisation bis zum freiesten Umgang mit der
Seite, dem Wort- und Buchstabenbild – sind unendlich
- diese Art von Typografie darf nicht verwechselt werden, mit scheinbar verwandten Formen, wie
dem Kalligramm oder der visuellen Poesie, bei denen Form und Aussage identisch sind

Fazit:
- alles was der Typograph in der Satzanweisung festlegt, hat mit Lesbarkeit zu tun
- jede Leseart stellt andere Anforderungen an die typografische Gestaltung
- es gibt aber Voraussetzungen, die in jedem Fall beachtet werden müssen:
- die typografische Grundkonzeption
- die Wahl der Schrift
- Schriftgröße
- Satzbreite
- Laufweite
- Zeilenabstand
- Zeilenzahl oder Bildflächengröße
- die Angaben für die verschiedenen Satzarten
- Auszeichnungen und Gliederungen
- die Angaben für die Satzdetails
Zur Wirkung der Schrift
- die Schrift, in der ein Buch gesetzt wird, muß zweierlei bewirken:
- sie muß funktionieren, also dem jeweiligen Zweck des Buches, seiner Leseart, entsprechen
- sie soll die Wellenlänge haben, die dem Text entspricht, ihre formale Ausstrahlung soll den
Charakter des Buches widerspiegeln
Schrift und Lesbarkeit
- ein Text ist gut lesbar, wenn der Leser nicht merkt, dass er liest
- er ist dann schlecht lesbar, wenn – dem Leser unbewußt – ein noch so geringer Teil der Aufmerksamkeit
von der Erfassung und gedanklichen Bearbeitung des Inhaltes abgelenkt und der Entzifferung
zugewandt werden muß
- das kann auch durch eine spiegelnde Papieroberfläche oder durch best. Eigenarten einer Schrift
verursacht werden
- es liegt nicht unbedingt an der Form der Buchstaben, ob ein längerer Text gut lesbar ist oder nicht,
sondern viel mehr an der Kunst des Typographen.
- es ist einfacher, mit Serifenschriften einen längeren Text gut zu gestalten, als mit serifenlosen, weil
die Füßchen der Zeilenführung, also die horizontale Blickführung, unterstützen
Kriterien für die Lesbarkeit von Schriften
- die einzelnen Buchstabenformen müssen durch unverwechselbare Einzelformen voneinander
unterschieden sein
- nicht die einfachsten, sondern die eindeutigsten Buchstabenformen sind gut lesbar
- Trennschärfe:
- die Buchstaben müssen sich deutlich von ihren Nachbarn abheben
- sie dürfen nicht zu einem scheinbaren neuen Buchstabenbild zusammenfließen
- die Buchstaben müssen in der Lage sein, leicht erfaßbare Wortbilder zu erzeugen
- sie müssen Bezug zu Nachbarform aufnehmen
- die Wörter müssen zur Zeilenbildung imstande sein
- Schriften, die das Auge in die horizontale führen (z. B. Renaissance-Antiquaschriften), sind leichter
lesbar, als die, die das Auge in die senkrechte führen (z. B. klassizistische Anitquaschriften)
Für die Lesbarkeit eines Textes sind wichtig:
- die Typografie
- die Buchstabenform
- die mirkrotypografische Durcharbeitung, also das was zwischen den Buchstaben und Wörtern
passiert
- jedem Buchstaben ist durch die Zurichtungen eine best. Breite zugewiesen, die sogenannte Dickte
- diese Dickte ist nicht identisch mit der meßbaren Breite des sichtbaren Zeichens, sie kann größer
oder geringer sein
- die Laufweite von Schriften muß größenabhängig verändert werden
- kleine Schriftgrade müssen etwas weiter gesetzt werden
- größere Schriften (ab 16 pt) sollen mit veringertem Buchstabenabstand gesetzt werden
- schlechte Zurichtung: - das Gesamtbild ist unruhig, die Wortbilder sind ungleichmäßig
- gute Zurichtung: - Gesamtbild ruhiger, Wortbilder sind besser ausgeglichen, jedoch stehen manche
Buchstaben vereinzelt, und manche Kombinationen berühren sich
Mikrotypografie
- „Detailtypografie“
- die Satzgestaltung zwischen den Buchstaben und Zeichen, Wörtern und Zeilen
- die Orthotypografie ist der wichtigste Teil der Mikrotypogragfie
- bei der Orthotypografie geht es um „richtig“ oder „falsch“
- zur Mikro gehören alle Situationen der Begegnung von Buchstaben, Ziffern, Zeichen und dem
Weißen Raum dazwischen
- die mikrotypografischen Entscheidungen betreffen, das Abwägen von:
- Schriftgröße
- Laufweite
- Satzbreite
- Zeilenabstand
- Wortabstand
- und jede Menge von Einzelproblemen
- die Qualität einer Drucksache hängt in hohem Maße von der Drucharbeitung der Satzdetails ab
- bei der Mikrotypografie dreht es sich einzig und allein um die Lesbarkeit
- wenn erst sortiert werden muß, was innerhalb einer Klammer zusammengehört, ist das keine
Frage der Ästhetik, sondern eine Frage der Lese-Funktion
Verringerter Wortabstand
- Punkt hat zweierlei Bedeutung: Schlußpunkt und Abkürzungspunkt
- nach Schlußpunkt erfolgt der volle Wortabstand
- nach Abkürzungspunkt wird der Wortabstand verringert
- gilt für Titel und ebenfalls für abgekürzte Vornamen
- nach abgekürzten Nachnamen steht hingegen der volle Wortabstand, da sich der Name ja nicht
auf das nachfolgende Wort bezieht
- den Klammen dürfen die ein geschlossenen Zeichen nicht zu nahe kommen
- bei eingeklammerten Abkürzungen ist die Verringerung des Wortabstandes besonders wichtig!
- bei Quellenangaben u. ä. kann es nötig werden, auch nach dem Komma den Wortabstand zu
verringern, um die Zusammengehörigkeit der versch. Teile verständlich zu machen
- was sachlich zusammengehört, gehört auch typografisch zusammen, deshalb wird der Wortabstand
verringert: - innerhalb von Abkürzungen (z.B. oder u. ä. -> jedoch nicht danach!)
- nach Paragraphenzeichen
- vor Maßangaben: 100 l; 4km
- vor f. und ff.: S. 234 ff.
Erweitern und Verringern
- vor und nach gesperrtern Wörtern muß der Wortabstand erweitert werden
- in gesperrten Wörtern dürfen keine Ligaturen verwendet werden
- wenn sich VERSAL-Wörter in den Text einfügen sollen, müssen sie meist ausgeglichen oder
leicht gesperrt werden und etwas kleiner als die Grundschrift gesetzt werden
- Buchstaben mit viel Fleisch, wie A V T Y, dürfen nicht von dem folgenden Buchstaben wie abgesperrt
wirken
- sie dürfen aber noch weniger zu eng stehen (Abstand muß gleich wirken!)
- Ziffern müssen ebenso ausgeglichen werden, vor allem auf die „1“ ist zu achten, sie darf kein Loch
bilden
Spationieren
- Punkt und Komma können geringfügig spationiert werden
- die Interpunktionen ! ? : ; müssen hingegen vom vorhergehenden Buchstaben abgerückt werden
- ! ? verlangen einen deutlichen : ; einen geringen Abstand
- wenn Interpunktionen aufeinandertreffen, muß meist spationiert werden
- wenn sie einzeln in Klammern stehen: immer!
- Bruchziffern müssen sich in die Zeile fügen
- sie sollen die Schriftlinie oder die Oberlänge nicht überragen
- Gradzeichen, Prozentzeichen und Paragraphzeichen dürfen weder an ihrer Zahl kleben noch
sich sehr von ihr distanzieren
- Notenziffern dürfen nicht am letzten Buchstaben kleben
- auch nach kursiven und halbfetten Auszeichnungen bleiben Notenziffern normal und gerade
(z. B. wieder 2*hehe*
- zwischen Punkt/Komma und Notenziffer steht kein Spatium (z. B. ... aufbringt,29 Stunde...)
Auslassungspunkt
- Auslassungen im Text werden mit 3 Punkten gekennzeichnet
- sie werden etwas gesperrt und mit Festwert gesetzt, also unveränderbar
- wenn die Punkte für ausgelassene Wörter und Satzteile stehen, werden sie zwischen Wortabstände
gesetzt
- wenn sie für ausgelassene Wortteile stehen (z. B. Sch...), sind sie direkt angeschlossen
- wenn dirket neben den Auslassungspunkten weitere Satzzeichen stehen, müssen diese eindeutig
abgetrennt sein
- bei relativ weiten Abständen der Punkte gilt als Richtmaß der Punktabstand, bei enger Stellung
ein Wortzwischenraum
- Ausnahmen:
- An- und Abführungszeichen werden nur leicht gesperrt
- der Abstand eines nachfolgenden Kommas entspricht dem Festabstand zwischen den Punkten
- bei Punktierungen innerhalb von Klammern darf der Abstand der äußeren Punkte zu den Klammern
nicht viel kleiner sein, als der Abstand zwischen den Punkten
Divis und Gedankenstrich
- das Divis ist ein kurzer Strich, der als Trennungsstrich zur Silbentrennung oder als Bindestrich bei
Koppelwörtern verwendet wird
- der Gedankenstrich als Denkpause oder zur Abgrenzung von Einschüben darf nicht durch ein Divis
ersetzt werden
- er dient auch als Minuszeichen und als Auslassungszeichen für Zahlen
- der Gedankenstrich als „bis-Strich“, heißt Streckenstrich; er wird ohne Wortzwischenraum gesetzt,
aber etwas spationiert
- treffen Gedankenstrich und Interpunktionen aufeinander, wird ein ganzer Wortzwischenraum
zwischen sie gesetzt
Trennungen und Lesbarkeit
- ewiges Dilemma: gute Trennungen bewirken störende Löcher, enger Satz führt zu schlechten
Trennungen
- es ist eine Gewissensentscheidung was man wählt, die meisten jedoch neigen dazu einen engen
Satz anzustreben und dafür einige schlechte Trennungen in Kauf zu nehmen
- beim Blocksatz gilt als Richtwert: vor der Trennung sind zweibuchstabige Silben das Minimum,
nach der Trennung dreibuchstabige
- beim Flattersatz: i.d.R. jeweils vierbuchstabige Silben
- aus Sicht der Lesetypografie sollten irritierende Trennungen vermieden, eindeutig zu ergänzende
Trennungen aber toleriert werden
- Sinnentstellende Trennungen sind verboten, sie müssen korrigiert werden
Trennungen, deren Ergänzungen unklar ist, sind nicht lesefreundlich, aber wohl kaum zu vermeiden
- Daten dürfen nur getrennt werden, wo die Zusammengehörigkeit verständlich bleibt
- zweisilbige Namen sollten möglichst nicht getrennt werden (z.B. Hochu-Li)
- zusammengesetzte Namen können unbeschadet getrennt werden, auch wenn ein Namensteil
mit einem Vornamen verwechselt werden kann
- ein abgekürzter Vorname sollte möglichst nicht von seinem Nachnamen getrennt werden
- im Gegensatz zur Trennung des ausgeschriebenen Vornamens vom Nachnamen
- Flattersatz ist trennungssensibler als Blocksatz
- rechtsbündiger Flattersatz ist jedoch überempfindlich, weil nichtssagende Wortreste hervorragen
und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen können
Randausgleich
- große Initialien und Überschriften müssen optisch auf die Achse der Kolumne gestellt werden
- bei den meisten Schriften ragt das Versal-J aus der Satzkante heraus -> unbedingt korrigieren!
- die leichte Ausrückung von Divis und Gedankenstrich wirkt sich fast immer beruhigend auf die
Satzkanten aus
- in allen Fachbücher werden Trennungshäufungen als Fehler bezeichnet



Schriftgrößen:
8 pt Konsultationsgrößen: Fußnoten, Absenderfeld von Briefen, Kleingedrucktes
8-12 pt Lesegrößen
bis 48 pt Schaugrößen
über 48 pt Plakat, auch Verwendung von speziell für die Verwendung von großen Schriftgrößen gestaltete Displayschriften möglich, aber selten

Satzarten:

Flattersatz linksbündig: Alle Zeilen beginne links in einer Linie untereinander und enden auf der rechten Seite unterschiedlich lang. Kürzere und längere Zeilen sollten sich regelmäßig abwechseln. Flattersatz ist für längere Texte nicht geeignet.

Rauhsatz: Trennungen sind zulässig, höchstens 3 Trennungen untereinander. Für längere Lesetexte geeignet.

Blocksatz: Alle Zeilen sind gleich lang und recht + linksbündig. Trennungen sind notwendig, jedoch höchstens 3 Trennungen untereinander.

Konturensatz: Formen und Figurensatz. Nur sinnvoll bei geschlossenen Formen.

Typographische Feinheiten:
- Rechter und linker Randausgleich
- optische Linien bei Texten und Bilder einhalten, damit das Auge des Lesers an Hand dieser Linien sich orientieren kann. So sollten beispielsweise die linke Kante von Bildrahmen und die des Textrahmens genau auf einer optischen Linie stehen
- Abstände vereinheitlichen
- Gezieltes Unterschneiden
- Versalien sollte in der Regel mit etwas vergößerer Laufweite gesetzt werden, bei Headlines sollten die Versalien ausgeglichen werden, d.h. Abstände zwischen den Buchstaben optisch gleich gestalten
- Optimale Laufweite bekommt die Schrift meist direkt bei der Schriftgestaltung, Laufweiten



Typografie beurteilen (10 Kriterien nach Turtschi) Gliederung
Ist die Aufteilung nach sachlichen Gesichtspunkten richtig und logisch?
Ist der Haupttitel am auffälligsten? Sind die Abstufungen der Titel in
einem vernünftigen Verhältnis?
Sind die einzelnen Textgruppen, welche zusammengehören, als logische Einheit
erkennbar? Sind keine grossen optischen Konkurrenzierungen vorhanden?
Sind gleichwertige Elemente gleich behandelt(z.B. Untertitel, Auszeichnungen,
Legenden)?

Kontrast
Ist das Verhältnis von unbedruckter zu bedruckter Fläche angenehm?
Beeinträchtigen die eingesetzten Farben die Lesbarkeit?
Welche flächigen Elemente wie Bilder, Grafiken, Illustrationen, Hintergrund-
töne wurden eingesetzt?
Werden sie durch den Text ergänzt, verdängt oder sagen Text und Bild dasselbe aus?
Hat das Produkt eine Grau-in-Grau-Wirkung oder wirken dunkle und helle Elemente im
Wechselspiel?

Schriftwahl
Passen die Schriften zum Produkt? Ist die Schriftgrösse angepasst? Oder entstehen
im Blocksatz wegen zu grosser Schrift oder zu geringer Spaltenbreite viele übergrosse
und damit unschöne Wortabstände?
Welche Schriften sind miteinander gemischt? sind sie aufeinander abgestimmt oder liegt
ein Gemischtwarenladen vor?
Sind die Schriften gut lesbar, zu weit oder zu eng laufend? Wie steht es mit dem Zeilen-
abstand? Sind die Auszeichnungen gut erkennbar?

Proportionen
Entspricht das gewählte Format den Anforderungen? Weist die Gestaltung Weissraüme auf
oder ist alles vollgestopft?
Gibt es in der Gestaltung Verhältniszahlen oder bewusste Konstruktionen, die man von
Auge nachvollziehen kann?
Sind die Abstände gleicher Elemente immer gleich? Sind optische Achsen erkennbar?
Sind Tabulatoren in gleichen Abständen gesetzt oder wurden sie dem Zuufall überlassen?

Originaltät
Springt die Gestaltung sofort ins Auge, ist sie unscheinbar gewöhnlich oder extravagant
auffällig? Sind Effekte vorhanden? Ist die Gestaltung dem Lesepublikum angepasst (z.B.
grosse Schriften für ältere Leute)? Was wurde getan, um den Inhalt schneller lesbar zu
machen? (Visualisierungen)

Mikotypografie
Ist die Grauwirkung der einzelnen Textblöcke gleichmässig oder wirken im Blocksatz
Zeilen gesperrt? Sind die Wortabstände im Blocksatz regelmässig oder die Schwankungen
zu gross? Sind kritische Buchstabenpaare unterschnitten (Te, Wa usw.)?

Farbgebung
Passen die Farben zum Produkt? Wie sieht es mit dem Kontrast aus?
Besteht eine Disharmonie? Stechen die Farben stark hervor oder wirken sie begleitend?

Leseführung
Sind im Blocksatz nicht mehr als 3-4 Trennungen hintereinander? Wurde Flattersatz auf
logische Silbentrnnung geachtet? Erleichtern Einzüge das Lesen?
Kommen Waisen- oder Hurenkinder vor? Kommen Trennfehler, logische/unlogische,
schöne/unschöne Trennungen vor? Sind Titel getrennt?

Vollständigkeit
Ist der Inhalt vollständig oder fehlt eine wichtige Information? Sind textliche
Anpassungen vorgenommen worden? Sind die richtigen Satzzeichen eingesetzt (Gedanken-
strich, Devis, Anführungszeichen)? Sind keine doppelten Wortabstände da oder
fehlen Wortabstände?

Bilder
Welche Rolle übernehmen die Bilder?
Verdeutlichen oder kokurrenzieren sie den Text? Besteht eine einheitliche Linie
oder zeigen die Bilder unterschiedliche Stilrichtungen?
Wie steht es mit der Bildqualität?



Typografie beurteilen (10 Kriterien nach Turtschi)
1.Gliederung
Ist die Aufteilung nach sachlichen Gesichtspunkten richtig und logisch? Ist der Haupttitel am auffälligsten? Sind die Abstufungen der Titel in einem vernünftigen Verhältnis? Sind die einzelnen Textgruppen, welche zusammengehören, als logische Einheit erkennbar? Sind keine grossen optischen Konkurrenzierungen vorhanden? Sind gleichwertige Elemente gleich behandelt(z.B. Untertitel, Auszeichnungen,
Legenden)?

2.Kontrast
Ist das Verhältnis von unbedruckter zu bedruckter Fläche angenehm? Beeinträchtigen die eingesetzten Farben die Lesbarkeit? Welche flächigen Elemente wie Bilder, Grafiken, Illustrationen, Hintergrund-
töne wurden eingesetzt? Werden sie durch den Text ergänzt, verdängt oder sagen Text und Bild dasselbe aus? Hat das Produkt eine Grau-in-Grau-Wirkung oder wirken dunkle und helle Elemente im
Wechselspiel?

3.Schriftwahl
Passen die Schriften zum Produkt? Ist die Schriftgrösse angepasst? Oder entstehen
im Blocksatz wegen zu grosser Schrift oder zu geringer Spaltenbreite viele übergrosse und damit unschöne Wortabstände? Welche Schriften sind miteinander gemischt? sind sie aufeinander abgestimmt oder liegt
ein Gemischtwarenladen vor? Sind die Schriften gut lesbar, zu weit oder zu eng laufend? Wie steht es mit dem Zeilenabstand? Sind die Auszeichnungen gut erkennbar?

4.Proportionen
Entspricht das gewählte Format den Anforderungen? Weist die Gestaltung Weissraüme auf oder ist alles vollgestopft? Gibt es in der Gestaltung Verhältniszahlen oder bewusste Konstruktionen, die man von
Auge nachvollziehen kann? Sind die Abstände gleicher Elemente immer gleich? Sind optische Achsen erkennbar? Sind Tabulatoren in gleichen Abständen gesetzt oder wurden sie dem Zuufall überlassen?

5.Originaltät
Springt die Gestaltung sofort ins Auge, ist sie unscheinbar gewöhnlich oder extravagant
auffällig? Sind Effekte vorhanden? Ist die Gestaltung dem Lesepublikum angepasst (z.B.
grosse Schriften für ältere Leute)? Was wurde getan, um den Inhalt schneller lesbar zu
machen? (Visualisierungen)

6.Mikotypografie
Ist die Grauwirkung der einzelnen Textblöcke gleichmässig oder wirken im Blocksatz
Zeilen gesperrt? Sind die Wortabstände im Blocksatz regelmässig oder die Schwankungen
zu gross? Sind kritische Buchstabenpaare unterschnitten (Te, Wa usw.)?

7.Farbgebung
Passen die Farben zum Produkt? Wie sieht es mit dem Kontrast aus?
Besteht eine Disharmonie? Stechen die Farben stark hervor oder wirken sie begleitend?

8.Leseführung
Sind im Blocksatz nicht mehr als 3-4 Trennungen hintereinander? Wurde Flattersatz auf
logische Silbentrnnung geachtet? Erleichtern Einzüge das Lesen? Kommen Waisen- oder Hurenkinder vor? Kommen Trennfehler, logische/unlogische, schöne/unschöne Trennungen vor? Sind Titel getrennt?

10.Vollständigkeit
Ist der Inhalt vollständig oder fehlt eine wichtige Information? Sind textliche
Anpassungen vorgenommen worden? Sind die richtigen Satzzeichen eingesetzt (Gedanken-
strich, Devis, Anführungszeichen)? Sind keine doppelten Wortabstände da oder
fehlen Wortabstände?









Akzidenzen
Gelegenheitsdrucksache, im Gegensatz zu periodisch erscheinenden Drucksachen. (lat. accidere = hinzufügen) Ist der Sammelbegriff für ein- oder mehrfarbige, ein- oder mehrseitige Gebrauchsdrucksachen. Keine Akzidenzen sind regelmäßig erscheinende Zeitungen, Zeitschriften, Werke, Verpackungen; die Grenzen sind jedoch fließend.

Widerdruck
Die meisten Akzidenzen sind beidseitig im Schön- u. Widerbogenoffset bedruckt

DINA: Für Geschäftsdrucksachen
DINB: Umschläge, Briefhüllen
DINC: Ordner, Heftmappen



Farbensehen – Farbmetrik
- die lichtempfindliche Struktur des Auges ist die Netzhaut
- die enthält die Photorezeptoren (Stäbchen und Zapfen) sowie verschiedenartige Nervenzellen, die
sich schließlich zum Sehnerv vereinen
- die Rezeptoren wandeln als Messfühler den Lichtreiz in Erregung um
- nur die Zäpfchen sind farbtüchtig
- es gibt 3 verschiedene Zapfentypen, die je ein spezifisches Photopigment besitzen, dessen Lichtabsorption
in einem ganz bestimmten Wellenlängenbereich ein Maximum aufweist
diese Maxima liegen im Rotbereich bei 600 - 610 nm (Rotrezeptor)
im Grünbereich bei 550 - 570 nm (Grünrezeptor) und im
Blaubereich bei 450 - 470 nm (Blaurezeptor)
- druch die Überschneidung der Absorptionskurven sprechen auf viele Wellenlängen mehrere
Zapfentypen in unterschiedlicher Stärke an
- jede Farbe wird durch ein für sie typisches Erregungsverhältnis der 3 Rezeptorentypen bestimmt
- die Farbvalenz ist die Bewertung eines Farbreizes durch die 3 Empfindlichkeitsfunktionen des
Auges


Farbmetrik
- die Farbmetrik entwickelt Systeme zur quantitativen Erfassung und Kennzeichnung der Farbeindrücke
(Farbvalenzen)
- das menschliche Farbensehen wird messtechnisch erfaßbar und ermöglicht somit eine objektive
Prozesssteuerung des gesamten Workflows
- die Normfarbwertanteile x, y und z kennzeichnen den geometrischen Farbort einer Farbe
sie lassen sich einfach aus den Farbvalenzen errechnen


Normale = deskriptive und analytische Farbmetrik
- die „normale“ Farbmetrik hat die Aufgabe Farben zu messen und zu beschreiben und darüber
hinaus in der „höheren“ Farbmetrik auch Farbunterschiede möglichst empfindungsgemäß richtig
zu bewerten. Diese Aufgaben sind zusammenfassend als deskriptive einzustufen
- die „analytische Farbmetrik“ geht der Farbe „auf den Grund“, bewertet die optischen Materialeigenschaften
z. B. einer Lackfarbe in Gestalt ihrer optischen Daten, d.h. ihrer wellenlängenabhängigen
Absorptions- und Streukoeffizienten
analytische Farbmetrik klärt Ursache und ermöglicht Beseitigung
- die normale Farbmetrik bestimmt z. B. eine Farbdifferenz, die analytische klärt ihre Ursache und
ermöglicht ihre Beseitigung
- während die normale, deskriptive Farbmetrik nur z. B. feststellen kann, dass zwischen 2 blauen
Testaufstrichen ein ΔE = 0,7 besteht, versetzt uns die analytische Farbmetrik in die Lage, die
Ursache dieser Farbdifferenz auf eine um 5 % geringere Farbstärke zurückzuführen und die Farbdifferenz
durch entsprechende Änderung der Konzentration zu beseitigen
s/w – Kontrast - ΔE: analytische Farbmetrik ermöglicht Bestimmung des Deckvermögens
- appliziert man einen Lack in nicht deckender Schicht auf schwarz-weißem Kontrastkarton so ist
zwischen Schwarz und Weiß ein Konatrast - ΔE meßbar: die analytische Farbmetrik ermöglicht
die Berechnung des Deckvermögens des Lackes anhand der optischen Daten, die aus den
R-Werten über Schwarz und Weiß berechnet werden können
Farbrezeptberechnung
- mittels der optischen Daten, die sich aus den R-Werten von „Eichfärbungen“ berechnen lassen,
werden die Konzentrationen von Farbmitteln berechnet, welche den gleichen Farbeindruck wie die
Vorlage hervorrufen
die analytische ermöglicht die Berechnung von Farben aus optischen Materialkonstanten
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stefanie2276

Dabei seit: 27.03.2005
Ort: Cloppenburg
Alter: 40
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Sa 25.03.2006 17:42
Titel

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Supi * Applaus, Applaus *

Ich mache mich morgen dran
hier dann auch was hinzuzufügen.

* Ja, ja, ja... *
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mtk

Dabei seit: 29.11.2004
Ort: weit,weit weg
Alter: 30
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 25.03.2006 17:56
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Au weia! *Sprachlos guck*
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out

Dabei seit: 14.11.2002
Ort: koblenz
Alter: 32
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 26.03.2006 15:27
Titel

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spontane wissens- und verständnismängel stelle ich jetzt im "ausschießen" fest. alles andere könnte man sich jetzt mehr oder minder gut aus den fingern saugen. finde ich bisher nicht sooo wild - kommt aber sicher noch Lächel

was sagt ihr?
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kitschsammler
Threadersteller

Dabei seit: 26.07.2005
Ort: Augsburg
Alter: 37
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 26.03.2006 16:26
Titel

Hat jemand mehr zum Thema Akzidenzien

Antworten mit Zitat Zum Seitenanfang

Habe gestern noch versucht mehr zu finden. Aber ohne nennenswerte Ergebnisse. Kann mir irgendwie nicht so recht vorstellen was sie da fragen wollen. Genauso wenig was es zum Thema Schrifteneinbindung zu fragen gibt. Das sind so magere Themen. Und Ausschuss..... hm, was ich irgendwie leider überhaupt nicht raffe ist die S.... Pixelberechnung.

Hat da jemand Plan? Und kann das ganze auch für Fünfjährige erklären? Wahhhhhhhhhhhhh
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out

Dabei seit: 14.11.2002
Ort: koblenz
Alter: 32
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 26.03.2006 16:55
Titel

Antworten mit Zitat Zum Seitenanfang

also schrifteinbindung ist wohl im kontext mit pdf-workflow gemeint (reiter "schrift" im distiller). ansonsten wohl ganz allgemein, was das einbetten bewirkt (weiß jetzt gar nicht wo das im print zum tragen kommt, außer bei pdf). sinnvoll, nicht sinnvoll, vorteile, nachteile bzgl. editierbarkeit usw.

pixelberechnung: z.b. anhand eines screenshots von photoshop/bildgröße, größenberechnung mit und ohne interpolation, ergänzung/beschnitt. sicher auch ausgabeauflösung (qualitätsfaktor lt. shannon-theorem, skalierungsfaktor, rasterweite blabla) errechnen, verschiedene modi (bitmap, greyscales, rgb, cmyk) - dateigröße die sich daraus ergibt. fällt so spontan ein. ist ganz gut lösbar.

ausschießen (nicht ausschuss) - kann ich wenig zu sagen, da ich das noch nie gemacht habe udn zu dieser zeit im unterricht auf "abwesend" geswitcht habe.


Zuletzt bearbeitet von out am So 26.03.2006 17:04, insgesamt 1-mal bearbeitet
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chriss

Dabei seit: 10.02.2006
Ort: zwischen himmel und hölle
Alter: 10
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 26.03.2006 21:06
Titel

ausschiessen

Antworten mit Zitat Zum Seitenanfang

hallo ap-ler!!
nach dem ersten beitrag bin ich motiviert ebenfalls zu helfen,
damit wir alle schnell und einfach mit dieser sch... fertig werden!
ach ja: VIELEN DANK kitchsammler!! dank dir hab ich gestern angefangen, was zu machen...lol.
meine quellen:
informationen verbreiten, abc der mediengestalter, pruefungsbuch der mediengestalter

- habe immer vermerkt, wo ich welche quelle benutzte,
weil manches aufgrund wechselnder fachbegriffe, auffaellig und zum verwechseln sein koennte
- abbildungen sind bei manchen beschreibungen zum verstaendnis noetig,
danach muesste einer googeln, der die buecher net hat)

[quelle: informationen verbreiten]
Ausschiessen
= das falzgerechte Anordnen von Druckseiten oder Kopiervorlagen zu einer Druckform
(engl. impose, imposition)

• Faktoren,
die vor dem Ausschiessen bestimmt werden muessen

1) Wendeart des Druckbogens beim Bedrucken von Vorder- und Rueckseite
2) Druck von einer oder zwei Druckformen
3) Zusammentragen oder Sammeln der Falzbogen
4) Falzschema

zu 1) Wenden
Vorbereitung fuer das Bedrucken der Rueckseite:
- manuelles od. maschinelles Wenden des Druckbogens
nach dem Bedrucken der Vorderseite auf seine noch unbedruckte Seite

• Wendemoeglichkeiten
a) Umschlagen
[Beschreibung]
- Wendung erfolgt ueber die kurze Seite des Druckbogens
- Hauptanlagekante des Bogens bleibt unveraendert
(die zuerst in die Druckmaschine einlaufende lange Seite)
- seitliche Anlagekante wechselt von links nach rechts (kurze Seite des Bogens)
[Anwendung]
- v.a. wenn Druckbogen 2x durch die Maschine laeuft;
erster Durchgang - Bedrucken der oben liegenden Seite des Bogens
zweiter Durchgang, nach dem Wenden - Bedrucken der oben liegenden Seite

b) Umstuelpen
[Beschreibung]
- Wendung des Druckbogens um seine lange Seite
- Hauptanlagekante des Bogens wechselt von vorn nach hinten
- seitliche Anlagekante bleibt unveraendert
[Anwendung]
- am haeufigesten in Bogen-Druckmaschinen
(bedrucken den Bogen beidseitig in einem Maschinendurchlauf);
z.B. beidseitig 4-farbiger Druck mit einer Achtfarben-Druckmaschine:
Bogen werden innerhalb der Maschine durch eine Wendetrommel nach dem vierten Druckwek umstuelpt

[quelle: abc der mediengestalter]
c) Umdrehen
[Beschreibung]
- es wechseln die Vorderanlage und die Seitenanlage
(ich denke mal: Hauptanlagekante und die Anlagekante)

[quelle: informationen verbreiten]
• Schoendruck
- bezeichnet den ersten Druckgang auf den unbedruckten Bogen

• Widerdruck
- bezeichnet den zweiten Druckgang auf den bereits einseitig bedruckten Bogen


zu 2) Druck von einer oder zwei Druckformen
Druck von einer Druckform/Druckplatte
auf beide Seiten des Bogens
- Bedrucken der Bogen im ersten Maschinendurchlauf, z.B. mit den Seiten 1-8
- Stapel einseitg bedruckter Bogen wird dann gewendet (meist umschlagen),
die Bogen laufen ein zweites mal durch die Druckmaschine + werden
wieder mit den Seiten 1-8 bedruckt --> Druckplatte wird nicht gewechselt
- es entstehen zwei identische Nutzen/Falzbogen zu je 8 Seiten
- vor dem Falzen wird der Druckbogen durch
einen Trennschnitt in zwei identische Nutzen geteilt

Druck von zwei Druckformen/Druckplatten
- Seiten der aeusseren Form: dazu gehoeren immer die erste und die letzte Seite des Druckbogens
- Seiten der inneren Form: dazu gehoeren immer die zweite und die vorletzte Seite des Druckbogens

- jeder Druckbogen beginnt mit einer ungeraden Seitenzahl und endet mit einer geraden
(Vakatseiten werden ebenfalls mitgezaehlt)


zu 3) Zusammentragen oder Sammeln der Falzbogen
Zusammentragen der Druckbogen
- Aufeinanderlegen der gefalzten Bogen in die richtige Reihenfolge,
beginnend mit dem letzten und endend mit dem ersten Bogen
- mehrlagige Produkte, z.B. Buecher, Kataloge

Sammeln der Druckbogen
- Ineinanderstecken der gefalzten Bogen, beginnend mit dem letzten
(ganz innen liegenden) und endend mit dem ersten (ganz aussen liegenden) Bogen
- einlagiges Produkt, z.B. Zeitungen (lose ineinander gesteckt) oder
auch Magazine, Zeitschriften (durch den Bund mit Metallklammern geheftet)

Bestimmung der Seitennummern bei
zusammengetragenen Produkten:

- die erste Seitenzahl eines Bogens = die Summe der Seiten der vorherigen Bogen +1
- die letzte Seitenzahl eines Bogens = die Nummer des Bogens,
multipliziert mit der Anzahl der Seiten auf einem Bogen

Bsp.: Zusammengetragenes Produkt mit 8-seitigen Bogen
ges.: Pagina der ersten und letzten Seite des 7.Bogens
Lsg.: erste Seite 6x8+1 = 49
letzte Seite 7x8 = 56 (od.: 48+8=56)

Bestimmung der Seitennummern bei
gesammelten Produkten:

das Beispiel gleich vorweg (zu krasse Beschreibung)
soviel jetzt schon: man unterscheidet zwei Haelften bei gesammelten Produkten:
die vordere und die hintere (eine Abbildung hier zur Erklaerung am besten!)

Bsp.: 64-seitiges, gesammeltes Produkt mit
8-seitigen Falzbogen
ges.: Seitenzahlen des 7.Bogens
Lsg.: erste Seite 6x4+1 = 25
letzte Seite, erste Haelfte 7x4 = 28
erste Seite, zweite Haelfte 64-(28-1) = 37
letzte Seite des Bogens 64-(25-1) = 40

die Beschreibung versuche ich mal kuerzer zu fassen als sie im Buch steht:
- erste Seite: man multipliziert die Anzahl der Bogen mit der Haelfte der Seitenanzahl auf einem Falzbogen,
rechnet +1, um die erste Seite des naechsten Bogens zu erhalten
- letzte Seite, erste Haelfte = die Bogennummer x halbe Seitenanzahl eines Falzbogens

- erste Seite, zweite Haelfte: letzte Seite der ersten Haelfte-1 (28-1)
minus Gesamtseitenzahl des Produkts (64-27)
- letzte Seite des Bogens: erste Seite der ersten Haelfte-1
(25-1) minus Gesamtseitenzahl des Produkts (64-24)

es gibt zwei Einschraenkungen bzgl. des Ausschiessens
bei draht- oder fadengeheftete ein- und mehrlagige Produkte:

a) auf dem Bogen muss immer eine gerade Anzahl von Seiten nebeneinander stehen
b) beim Falzen: der letzte Falz muss im Bund liegen

[quelle: pruefungsbuch mediengestalter]
zu 4) Falzschema (dazu einfach Abbildungen studieren!)
• allg. Falzarten:
a) Parallelfalz-alle Brueche liegen parallel
b) Kreuzbruchfalz-die Brueche kreuzen sich im rechten Winkel
c) Kombinationsfalz-ein Bogen mit beiden Falzprinzipien (a+b)

- Falzarten: Einbruchfalz, Wickelfalz, Zickzackfalz (Leporellofalz),
Fensterfalz (Altarfalz), Kreuzbruchfalz, Parallelfalz, Kombinationsfalz

• Falzprinzipien:
a) Schwertfalz (auch: Messerfalz)
b) Taschenfalz (auch: Stauchfalz)
c) Pflugfalz
d) Trichterfalz
e) Klappenfalz
f) Baenderfalz
- bei allen wird der eigentliche Falzbruch wird von gegenlaeufig rotierenden Walzen erzeugt
- Unterschiede gibt es nur in der Art der Falzerzeugung

Beschreibung von Schwert- und Taschenfalz:
zu a)
- Falzbogen laeuft bis zum Anschlag
- wird dann durch ein duennes Falzmesser (Schwert) zwischen
zwei sich gegenlaeufig drehende Falzwalzen gedrueckt
- Walzen erfassen den Bogen + falzen ihn
- Falzwalzenabstand variiert je nach Papierdicke

zu b)
- drei Walzen bilden zusammen mit einer Tasche das Falzwerk
- Falzbogen wird von zwei Walzen in die Tasche gefuehrt,
Bogen schlaegt an, wird gestaucht
- Erzeugung des Falz: dritte Walze greift zusammen mit der
zweiten Transportwalze den Falzbogen
- Einstellung der Falz durch das Verstellen des Anschlags in der Falztasche

- ratsam fuer uns: Symbole und Falzungsskizzen/schemata
studieren! [pruefungsbuch, informationen verbreiten]

[quelle: informationen verbreiten]
Fachbegriffe
Kontrollzeichen (Oberbegriff fuer nachfolgende Erklaerungen)
- auch Hilfszeichen; werden fuer die buchbinderische Weiterverarbeitung gedruckt
- werden im Ausschiessprogramm platziert und mit ausbelichtet oder manuell montiert

Flattermarken (Abb. vom Vorteil!,s.informationen verbreiten)
- sind schmale, schwarze Rechtecke
- stehen nach dem Falzen exakt auf dem Bund zwischen
der ersten und der letzten Seite jeden Druckbogens
- werden von Bogen zu Bogen um ihre eigene Hoehe nach unten
versetzt und bilden eine „Treppe“
- Ueberpruefung der richtigen Reihenfolge der Lagen am Ruecken
des zusammengetragenen Produkts z.B. durch Einscannen (=Kollationieren)
- bei gesammelten Produkten stehen die Flattermarken am Kopf
und fallen durch Beschnitt weg
- moegliche Fehler bei einem z.B. zusammengetragenem Produkt:
vertauschte Bogen, fehlender Bogen, doppelter Bogen

Bodensignatur
- ist die mitgedruckte Nummerierung der einzelnen Druckbogen
- steht auf der ersten Seite jeden Druckbogens;
Wiederholung auf der dritten Seite mit hochgestelltem Stern
- Prime: Bogensignatur der ersten Seite
- Sekunde: Bogensignatur auf der dritten Seite

- mittels Prime+Sekunde werden bei zusammengetragenen
Produkten die richtige Reihenfolge der Lagen und die richtige
Falzfolge am Druckbogen ueberprueft

- Bogennorm: steht haeufig neben der Prime; ist der verkuerzte Werktitel,
mit dessen Hilfe sich die Zugehoerigkeit der einzelnen Druckbogen
zum Druckwerk ueberpruefen laesst

- Prime, Sekunde, Bogennorm stehen meist am Fuss der Seiten;
verbleiben im Druckwerk oder fallen durch Beschnitt weg
- stehen aber zunehmend auf dem Bund ober-oder unterhalb der
Flattermarken (Ueberpruefung in einem Scanvorgang moeglich)

Anlagewinkel (Abb. vom Vorteil!,s.informationen verbreiten)
- Anlagen des Bogens in der Falzmaschine sollten moeglichst mit
denen in der Druckmaschine identisch sein, um Falzdifferenzen in der
Weiterverarbeitung vorzubeugen
- Anlagewinkel dienen deswegen der Absprache zwischen Druck-und
Weiterverarbeitung; werden mit kraeftigem Marker auf Druckbogen gezeichnet
- beim Druck mit einer Form: zwei Winkel stehen links+rechts vom
Trennschnitt an der Hauptanlagekante (optisches, gespaltenes T)
- beim Druck mit zwei Formen: Anlagewinkel kennzeichnet die
Hauptanlagekante (vor der Bogenkante) +
die seitliche Anlage in der Druckmaschine

[quelle: abc der mediengestalter]
Beschnitt
- Papierrand, der ueber das Endformat hinauss geht und
als recycelbarer Papierrand anfaellt; Mindestbeschnitt 3mm
- Bilder, die nur bis zum Papierrand ragen, sind randabfallend


[quelle: pruefungsbuch mediengestalter]
Greifer+Greiferrand
- System zum Bogentransport durch die Druckmaschine
- Greifferrand kann nicht bedruckt werden, weil der Greifer
der Druckmaschinean dieser Stelle das Papier festhaelt (6-15mm)
- beim Umstuelpen gibt es zwei Greiferraender, da die Greifer
immer an der Vorderkante fassen

[quelle: pruefungsbuch mediengestalter+abc der m.]
Einteilungsbogen (abb. vom Vorteil!s. abc der m.)
- ist die Vorlage fuer die genaue Platzierung von Texten und
Bildern bei der Montage
- enthaelt Angaben fuer Druck und Druckweiterverarbeitung
- Bestandteile: 01. Mittelsenkrechte
02. Druckbeginn
03. Greiferrand
04. Druckbogenformat
05. unbeschnittenes Nutzenformat
06. Beschnitt
07. Schneidemarken
08. Falzlinien
09. Satzspiegel
10. Seitenzahlen
11. Flattermarke
12. Passkreuze
13. Anlagezeichen
14. Druckkontrollstreifen


[quelle: informationen verbreiten]
• bei der Positionierung der einzelnen Seiten
auf dem Druckbogen


- Beruecksichtigung des Beschnitts:
a) geheftete Produkte: 3-seitiger Beschnitt
(oben, unten, rechts, aber nicht am Bund)
b) klebegebundene Produkte: werden vor der Bindung am Bund gefraest,
Beschnittzugabe auch hier erforderlich

- Erstellung eines Einteilungsbogens, bei der manuellen Filmmontage z.B.
durch manuelles Zeichnen oder mittels Software und anschliessender Ausgabe auf Film


Nutzen
- Anzahl gleichartiger Exemplare auf einem Produkt,
z.B. Nutzen auf einem Film oder Druckbogen



[quelle: abc der mediengestalter]
Ausschiessregeln
1. das Ausschiessschema wird von der Falzfolge der Falzmaschine festgelegt

2. die erste und letzte Seite eines Druckbogens stehen im Bund stets nebeneinander

3. vier Seiten, welche im Bund nebeneinander liegen, stehen Kopf an Kopf

4. die Seiten, welche im Bund nebeneinander stehen,
ergeben in der Addition der beiden Seitenzahlen dieselbe Gesamtsumme
wie die Addition der ersten und letzten Seitenzahl des Bogens

5. der letzte Falz ist der Bundfalz

6. jeweils vier Seiten ergeben eie Drehrichtung, anschliessend wechselt diese

7. die Anlagen befinden sich je nach Seitenzahl auf den Seiten 3+4 bzw. 5+6


Zuletzt bearbeitet von chriss am So 26.03.2006 21:08, insgesamt 1-mal bearbeitet
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chriss

Dabei seit: 10.02.2006
Ort: zwischen himmel und hölle
Alter: 10
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mo 27.03.2006 20:55
Titel

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kommen noch ergaenzungen,waere super Jo!
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