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Thema: Gamut Mapping und Lab, zwei Fragen vom 06.05.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Abschlussprüfung Theorie -> Gamut Mapping und Lab, zwei Fragen
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heav

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Verfasst Do 06.05.2004 15:42
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RENDERING INTENTS


Wahrnehmungsorientiert / Perzeptiv / Fotographisch
Dieser Rendering Intent passt die Farben so an, dass die Anmutung der Farbunterschiede erhalten bleibt. Auf diese Weise werden Bilder auch in einem kleineren Farbraum so dargestellt, dass die Bilder als möglichst originalgetreu empfunden werden. Die Farben selbst unterliegen (wenn von einem grösseren in einen kleineren Farb raum transformiert wird) einer Änderung. Dies bedeutet, dass auch Farben, die in einem kleineren Farbraum dargestellt werden könnten, nicht immer auch identisch dargestellt werden. Dies ist nötig, um die Farbunterschiede in einem Bild so zu erhalten, dass im Gesamtergebnis ein gleichwertiger Eindruck eines Bildes entsteht.

Relativ farbmetrisch
Mit dieser Art der Farbraumtransformation wird keine Rücksicht auf die Farbunterschiede innerhalb eines Bildes genommen. Wird ein Bild mit diesem Rendering Intent transformiert, so werden die Farben, die im kleineren Farbraum dargestellt werden können, exakt so dargestellt wie im Original. Farben, die nicht dargestellt werden können, werden einfach «abgeschnitten» und so reproduziert, wie es möglich ist. Dieser Rendering Intent eignet sich deshalb in der Regel nicht, um Bilder von einem grösseren in einen kleineren Farbraum zu transformieren. Er lässt sich jedoch verwenden, um die Farbdarstellung eines kleineren Farbraums auf einem Gerät mit grösserem Farbraum zu simulieren, wie dies beim Digitalproof oder Softproof der Fall ist. Da dieser Intent die Farbe des Bedruckstoffs (Weisspunkt) nicht berücksichtigt und z.B. beim Proofen einer Zeitungsseite auf einem hochweissen Proofpapier das Weiss des Bedruckstoffs/Papiers nicht darstellen würde, sollte dieser besonders dann verwendet werden, wenn auf einem Auflagenpapier geprooft wird.

Absolut farbmetrisch
Dieser Rendering Intent funktioniert gleich wie der relativ farb metrische, jedoch mit dem Unterschied, dass der Weisspunkt (Bedruckstoff/Papier) mitdargestelltwird. Aus diesem Grund eignet sich dieser Rendering Intent besonders, um auf hochweissen Proofpapieren sowohl die Farbdarstellung eines (kleineren) Farbraums wie auch den Weisspunkt (Bedruckstoff/Papier) zu simulieren. Er ist jedoch ungeeignet, um Bildmaterial von einem grösseren in einen kleineren Farbraum zu transformieren.

Sättigungserhaltend
Der vierte Rendering Intent ist vorwiegend für Businessgrafi ken gedacht, die möglichst «leuchtend» dargestellt werden sollen. Bei diesem Rendering Intent wird weniger auf die «Farbtreue» als auf die Sättigung Wert gelegt. Er wird in der Farbmanagementpraxis sehr selten angewandt und ist beim farbmanagenden Anwender eher unbeliebt, da beim Farbmanagement ja normalerweise mehr auf kontrollierbare als auf leuchtende, satte Farben Wert gelegt wird.


Begriffsvielfalt bei den Rendering Intents
Leider wurden die Übersetzungen für die Rendering Intents bisher nicht verbindlich festgelegt. Einige Hersteller haben deshalb die Begriffe «frei» übersetzt, sodass der gleiche Rendering Intent in verschiedenen Anwendungen jeweils unterschiedlich benannt ist. Der Kasten auf Seite 29 zeigt, welche «gebräuchlichen» deutschen Begriffe heute von den Softwareanbietern verwendet werden und welcher Rendering Intent jeweils mit diesen Übersetzungen gemeint ist. Wünschenswert wäre, wenn sich alle Hersteller an einen gemeinsamen Standard zur Benennung der Rendering Intents halten würden, damit der Anwender nicht durch die Begriffsvielfalt zusätzlich verwirrt wird.



Quelle: Publisher 2/2002
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heav

Dabei seit: 10.02.2004
Ort: Heimat der Inspiration
Alter: 32
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 06.05.2004 15:51
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LCH

Ich denke mir das mal so:

L = Luminanz (Helligkeit)
C = Chroma (Sättigung)
H = Hue (Buntton)

Dazu nimmst du dir das CIE L*a*b*-System her, vgl. folgende Grafik: http://www.starcolor.co.th/graphic/cie_ab.gif
Wenn du jetzt noch wüsstest wo deiner Aufgabe nach 0° sein soll, kannst du ablesen welche Farben sich an den angegebenen Graden befinden. Sowas hab ich allerdings noch nie gehört.
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sonjas

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Ort: freudenstall
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Verfasst Do 06.05.2004 16:54
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Winkel

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0° = Rot
90° = Gelb
180° = Grün
270° = Blau

Grins
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mausitzibitzi

Dabei seit: 20.04.2004
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Verfasst Do 06.05.2004 17:29
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Also, das mit den Gradzahlen muss man nicht verstehen, oder?
Ich kenn das nur so das wenn man mit einem Spektralfotometer den Farbwert misst, das Gerät einem die Koordinaten für die L*-Achse, die a*-Achse (-/+) und die b*-Achse (-/+) anzeigt. Das Spektralfotometer vergleicht die beiden Proofs (Vorgabe und Ausgabe) miteinander und spukt den Delta E-Wert aus. *zwinker*
LCH is im Grunde genommen das gleiche, ist der gleiche Farbraum nur wie man sich zum Farbwert hinbewegt ist anders – L ist wieder die Helligkeitsachse, C bezeichnet die Sättigung, also wie weit muss ich mich vom Mittelpunkt hin zum Rand zu den gesättigten Farben bewegen und H is der Winkel, wobei ich leider nicht weiss welche Farbe hier den Anfang macht, vielleicht Rot???
So, das war´s…versteht bestimmt eh kein Mensch!?


Zuletzt bearbeitet von mausitzibitzi am Do 06.05.2004 17:31, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
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Verfasst Do 06.05.2004 18:20
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mausitzibitzi hat geschrieben:
Also, das mit den Gradzahlen muss man nicht verstehen, oder?


Hier wird's erklärt: http://www.publishingpraxis.de/data/hefte/pdf/PP_99pdf/PP_06_99/699070-0.PDF

Gruß

Achim
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Agusia
Threadersteller

Dabei seit: 14.04.2004
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Verfasst Do 06.05.2004 18:27
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also, bei der LCH Aufgabe weiß ich nur, dass es bei rot anfängt. hatte auch so ein gefühl, dass der dozent selber nicht genau wusste worüber er redet, deshalb wollte ich halt fragen, was die lösung ist.

bei der Rendering intent aufgebe sagt er, dass es perzeptiv ist, wobei ich der meinung war das relativ farbmetrisch richtig ist, da ich mal gelesen habe das dieses für druck verwendet wird.

außerdem habe ich festgestelt, dass unsere dozenten absolut unfähig sind und uns kurz vor der prüfung nur irre machen, und dazu ist jeder anderer meinung was die rendering intets betrifft. viele leute und bücher vertauschen relativ mit absolut farbmetrisch, überall steht was anderes, was die anwendungsbereiche betrifft.

aber naja, irgendwie wird das schon werden *zwinker*
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Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
Ort: -
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 06.05.2004 18:34
Titel

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Agusia hat geschrieben:
außerdem habe ich festgestelt, dass unsere dozenten absolut unfähig sind und uns kurz vor der prüfung nur irre machen, und dazu ist jeder anderer meinung was die rendering intets betrifft. viele leute und bücher vertauschen relativ mit absolut farbmetrisch, überall steht was anderes, was die anwendungsbereiche betrifft.


Kleine Merkhilfe:
Sättigung - spielt in der Praxis keine Rolle.
Absolut Farbmetrisch - braucht man zum Proofen.
Perzeptiv - Bildeindruck bleibt erhalten. Alle Farben werden geändert.
Rel. Farbmetrisch - Farben bleiben soweit möglich erhalten. Ideal wenn Ziel- und Quellfarbraum nicht zu unterschiedlich sind.

Gruß

Achim


Zuletzt bearbeitet von Achim M. am Do 06.05.2004 18:35, insgesamt 1-mal bearbeitet
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ina3232

Dabei seit: 04.01.2004
Ort: Trier
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Verfasst Do 06.05.2004 22:01
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fran-z-cois hat geschrieben:
diese Aufgabe find ich auch viel zu krass!
aber da kam doch mal so eine Aufgabe in einer Ap, d musste man auch irgendwie die Farbe anhand irgendwelcher Zahlen bestimmen!?
is ja auch nicht so wichtig, dann wird das halt gestrichen :evil:


Mensch, du willst auch immer alles streichen.....wieso lernst du das überhaupt, das brauchst du doch nicht, oder? LG Grins
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