Dabei seit: 12.01.2004 Ort: Ahaus Alter: 29 Geschlecht:
Verfasst Di 08.11.2005 17:36 Titel
Densitomerie: Hilfe
Hallo Kollegen und Kolleginnen;
hab nen echtes Problem...diese Densitomerie -Sache ist echt ein wenig komisch...
Also ich weiss jetzt schon, dass man mit einem Densitometer die Farbschichtdichte misst, jedoch warum macht man das und wie sind diese Rechnungen zu erklären mit...
F=100% (1-10 hoch -DR)
Da gibts auch noch andere Rechnungen....ganz komisch alles...bin total durcheinander, da wir in der Schule das Thema nie richtig besprochen haben, und ich mir jetzt alles selber beibringen muss...
Also wär wahnsinnig nett, wenn jemand mir helfen kann und Leute soviel posten können, damit das Thema klarer wird...
Dabei seit: 14.04.2004 Ort: Düsseldorf Alter: 30 Geschlecht:
Verfasst Di 08.11.2005 18:01 Titel
Also, Kurzfassung Thema Densitometrie, so wie sie bei uns in der Schule behandelt wurde:
Folgende Werte sind von Bedeutung und tauchen in den Rechnungen auf:
- Absorption
- Transparenz
- Opazität
- Dichte
Absorption bedeutet, dass ein Teil des Lichtes I(0) vom Medium, durch das es durchscheint,
verschluckt wird und dabei "verloren geht". I(1) bleibt übrig.
A = I(0) - I(1)
Transparenz = Lichtdurchlässigkeit eines Mediums
T = I(1) / I(0)
Opazität = Gegenteil von Transparenz bzw. Lichtundurchlässigkeit eines Mediums
O = I(0) / I(1) bzw. O = 1 / T
Dichte errechnet sich aus dem Logarithmus von O
D = logO
Hab's jetzt aus dem Kopf aufgeschrieben, ist schon was her - wär also nett, wenn das die Herren
Kollegen hier mal gegenlesen und eventl. verbessern würden.
Dabei seit: 07.01.2005 Ort: - Alter: - Geschlecht:
Verfasst Di 08.11.2005 18:01 Titel
bin auch gerade dabei mich in das thema rein zu fuchsen...
bin aber noch nicht weit gekommen. unser lehrer meinte, dass man sowas wie murray-davies formle nicht wissen braucht, aber das glaube ich irgendwie nicht.
Dabei seit: 28.02.2005 Ort: - Alter: - Geschlecht:
Verfasst Di 08.11.2005 23:42 Titel
cterweh hat geschrieben:
Hallo Kollegen und Kolleginnen;
hab nen echtes Problem...diese Densitomerie -Sache ist echt ein wenig komisch...
Also ich weiss jetzt schon, dass man mit einem Densitometer die Farbschichtdichte misst, jedoch warum macht man das und wie sind diese Rechnungen zu erklären mit...
F=100% (1-10 hoch -DR)
Da gibts auch noch andere Rechnungen....ganz komisch alles...bin total durcheinander, da wir in der Schule das Thema nie richtig besprochen haben, und ich mir jetzt alles selber beibringen muss...
Also wär wahnsinnig nett, wenn jemand mir helfen kann und Leute soviel posten können, damit das Thema klarer wird...
Ich danke schon mal allen
Lieben Gruss
Christian
Grüss Gott,
zunächst mal: das was Du hier gepostet hast, ist nicht die Murray Davies Formel höchstens ein Teil davon.
da es hier keinen Formeleditor gibt, muss Du aus dem hier schlau werden:
Code:
1-10^(-DR)
F[%]= ----------- x 100 %
1-10^(-DV)
Zunächst eine kurze Erklärung wozu man das braucht:
Die Farbgebung im Druck wird hauptsächlich mittel Densitometrie, also Dichtemessung geregelt.
Bei den 4 Prozessfarben C,M,Y and K gibt es in Druckereien Dichtevorgaben für die Volltöne für bestimmte Papiere und Maschinen.
Die Überwachung und Einstellung der Farbführung in der Maschine während des Auflagendrucks geschieht durch Messung und Regelung der im
Vollton, also im 100%-Feld gemessenen Dichten.
In der Formel oben als DV bezeichnet
Beispiele aus der Praxis für den Druck gestricherner Papiere:
Cyan (nicht amide, der blöde Kalauer fällt mir immer ein, seit ich hier bin):
DV 1.5
Magenta:
DV 1.45
Yellow:
DV 1.3
Black:
DV 1.8
Die Dichte im Vollton bezieht sich also auf die 100%igen Volltöne.
Damit ist aber noch nichts darüber gesagt, wie z.b: ein 50%iges Rasterfeld (C,M,Y oder K) auf der Druckplatte auf dem Papier ankommt (Stichwort Tonwertzunahme, Kennlinien).
Nun kommt der olle Murray und sein Kumpel Davies an den Start um die Flächendeckung eines Rasterfeldes (F[%]) zu ermitteln:
nehmen wir als Beispiel an, ein Drucker möchte mit seinem Densitometer die Flächeneckung eines 50%igen Rastertones in Schwarz ermitteln.
Dazu misst er mit seinem Densitometer zuerst im Schwarzen Volltonfeld eine Dichte DV von 1.8
Danach misst er dann im 50% Rasterfeld die Dichte DR von z.B.: 0,8.
Das Densitometer berechnet dann für ihn die optisch wirksame Flächendeckung des 50%-feldes.
als Wert spuckt es in diesem Beispiel dann 85,5% aus (kannst ja mal in die Formel einsetzen).
das heisst der 50% Ton auf der Druckplatte ist auf dem Papier zu 85,5% geworden, die Differenz also 25,5% nennt man Tonwertzunahme.
edit Kopfrechnen schwach, sind natürlich 35,5 % edit ende
Das Gleiche lässt sich jetzt für beliebige %-Werte und alle Prozessfarben wiederholen.
Daraus wird dann eine Kennlinie für jede Farbe erstellt, die das Ausdruckverhalten einer bestimmten Papier/Farbe/maschine Kombination charakterisiert.
Diese Kennlinien werden zum Beispiel gebraucht, um die Tonwertzunahme im Belichter zu berücksichtigen/kompensieren.
Du findest als Beispiel die typischen Grafiken, die den Verlauf der Tonwertzunahmen als Kurve zeigen.
Also zusammengefasst wird die Murray Davies Formel genutzt um die "optisch" wirksame Flächendeckung des gedruckten Rasterfeldes zu ermitteln.
Diese ist notwendig, um zu bestimmen, welcher Tonwert tatsächlich auf dem gedruckten Papier ankommt.
Die Flächendeckung in Densitometern wird übrigens immer mit Murray Davies berechnet.
Hoffe, das war halbwegs verständlich.
bei Rückfragen, melde Dich gerne nochmal.
Gruss
M_a_x
Zuletzt bearbeitet von M_a_x am Mi 09.11.2005 10:38, insgesamt 2-mal bearbeitet
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