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Thema: [AP Winter 2006] Medienoperating – Print vom 15.10.2006


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shrek
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Verfasst Mi 18.10.2006 08:03
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Rasterverfahren (ob es das ist?)

Um Halbton-Vorlagen (s.a.) im Druck so realistisch wie möglich wieder zu geben, müssen sie aufgerastert werden.
Dies erfolgte früher über die Reprokamera (s.a.), in dem zwischen die Halbtonvorlage und den Film eine Rasterfolie gelegt wurde. Je nach Helligkeit der Vorlage ergab sich ein entsprechender Rasterpunkt auf dem Film, d.h. je heller die Vorlage desto kleiner ist der Rasterpunkt und umgekehrt. Das Verfahren ist sehr zeitaufwendig und Bedarf einer großen Erfahrung, um korrekte Ergebnisse zu erhalten.
Heute erfolgt die Rasterung im Belichter und man kann sich sicherer sein, was herauskommt.
Wie ein Raster aussieht hängt sowohl von dem Druckverfahren, als auch von den gestalterischen Absichten ab. Am häufigsten werden Punktraster verwendet.
Raster werden nach ihrem Aussehen benannt, z.B. Linie-, Punkt- und Quadratraster. In der Praxis hat sich herausgestellt, daß ein Raster weniger auffällt wenn die Rasterlinie (die Abfolge der Rasterpunkte) in einem 45° Winkel verlaufen (Ausnahme s. Farbseparation).
Als "Technische Raster" werden alle Rasterflächen benannt, die nur einen Ton wiedergeben, z.B. um eine Textspalte zu unterlegen. Alle Raster, die bis jetzt aufgezählt wurden, verändern ihre Dicke und Stärke, aber nicht ihre Häufigkeit.

In den letzten Jahren ist der frequenzmodelierte Raster hinzu gekommen. Bei ihm bleibt der Rasterpunkt immer gleich groß, aber die Anzahl der Rasterpunkte erhöht sich, je dunkler die Vorlage ist. Vorteil gegenüber den konventionellen Rasterverfahren ist, daß der Raster als solches nicht mehr gesehen wird, die Abbildung sieht wie ein echter Halbton aus.
Der Nachteil ist, daß die Belichtung sehr viel länger dauert, da die Datenmengen größer sind und die meisten Druckplatten die feinen Punkte nicht mehr wiedergeben können.
Der frequenzmodelierte Raster wird auf absehbare Zeit eine Sonderstellung einnehmen und hauptsächlich bei sehr aufwendigen Prospekten oder Kunstreproduktionen eine Rolle spielen.
Rasterweite
Rasterweiten bezeichnet, wie viele Rasterpunkte auf eine bestimmte Fläche kommen.
Früher war in Deutschland die Maßeinheit dafür Linien pro cm (lpc), heute wird immer öfter durch DTP die Maßeinheit Linien pro inch (lpi) verwendet.

Die Formeln zur Umrechnung:
von lpc nach lpi: lpc x 2,54 = lpi
von lpi nach lpc: lpi / 2,54 = lpc.

Je nach Druckverfahren und Papiersorte muß bei Bildern die Rasterweite unterschiedlich sein.
20 - 30 lpc: Zeitungspapier und Siebdruck
34 - 40 lpc: satiniertes Papier
40 - 54 lpc maschinengestrichenes Papier
54 - 70 lpc: Kunstdruckpapier
70 bis 200 lpc: Ausnahmefälle.
Als universal Rasterweite für die meisten Zwecke kann man heute die Weiten 48 - 54 lpc verwenden.
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shrek
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Verfasst Mi 18.10.2006 08:05
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Pixelberechnung

Pixel: Picture Element | Die kleinste Einheit des digital dargestellten Bildes.

Grundlagen:
8 bit = 1 Byte = 1 Kanal = 2hoch8 = 256 Grauwerte (Mehr kann das menschliche Auge nicht unterscheiden)
8 bit pro Farbkanal pro Pixel.

Strichzeichnung: 1 bit | Schwarz oder weiß
Graustufenbild: 1 Kanal | 8 bit | 256 Werte RGB: 3 Kanäle | 3 x 8 bit = 24 bit = 2hoch24 = 16.777.216 Farbwerte
CMYK: 4 Kanäle | 4 x 8 bit = 32 bit = 2hoch32 = 4.294.967.296 Farbwerte

Beispielrechnung:
Kamera macht Bilder mit der Auflösung 640 x 480 pxl. sie speichern das Bild unkomprimiert. Wie groß ist die Datei in MB?

Datengröße = Anzahl Pixel x Datentiefe ? = 640 x 480 x 24 bit (weil rgb, pro kanal 8 bit) ?
= 307200 x 24 = 7372800 bit 7372800 / 8 (8 bit = 1 Byte) = 921600 Byte 921600 Byte / 1024 (1024 Byte = 1 KiloByte)
= 900 KByte 900 KByte / 1024 (1024 KByte = 1 MegaByte) = 0,87 MegaByte

Aufgabe 1:
Ein Kunde teilt Ihnen telefonisch mit, dass er ein RGB-Bild im Format 7 x 10 cm, 24 Bit Farbtiefe ein einem Speichervolumen von 4 MB anliefern möchte. Er fragt an, ob dieses Bid genügend Auflösung besitzt, um mit einer Rasterweite von 80 l/cm bei hojer Qualität (QF 2) gedruckt und ohne Interpolation auf 12,5 cm Breite vergrößert werden kann.

a) Prüfen Sie rechnerisch, ob die Daten des Kunden eine ausreichende Auflösung aufweist um den Anforderungen gerecht zu werden.
b) Mit welcher Auflösung (Samplingrate) in P/cm müsste das Originalbild gescannt werden, um bei geforderter Qualität auf 12,5 cm Breite vergrößert werden zu können?


Aufgabe 2:
Ihnen steht ein Scanner zur Verfügung, dessen Scannzeile mit 10500 CCD-Elementen ausgestattet ist. Berechnen Sie den Abbildungsmaßstab, der ohne Pixelinterpolation für ein Halbtonbild von 6 cm Breite maximal möglich ist, wenn der QF 2 und die vorgesehene Rasterweite 60 l/cm betragen soll.


Weitere Aufgaben gibt es hier:

http://www.mediengestalter.info/forum/29/uebungen-pixelberechnung-37762-1.html
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shrek
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Verfasst Mi 18.10.2006 08:09
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Mikrotypografie [wikipedia)]
Typografische Fachbegriffe
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Typografische Fachbegriffe

Die Mikrotypografie oder Detailtypografie betrifft die Gestaltung des Satzes zwischen Buchstaben und Zeichen, Wörtern und Zeilen, d.h. die Schriftgröße, die Feinheiten der Zeichen-, Wort- und Zeilenabstände, den Buchstabenbildern, Trennungen und der Laufweite. Nach Wolfgang Beinert beschreibt die Mikrotypografie im Gegensatz zur Makrotypografie (von griechisch μικρός „der kleine, geringe, feine“ bzw. μακρός „der große“) die Schrift und ihre Anwendung selbst. Die Mikrotypografie umfasst danach sowohl den Schriftentwurf, also die gestalterische Konstruktion der Buchstaben und Figuren selbst, als auch deren Anwendung.
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shrek
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Verfasst Mi 18.10.2006 08:10
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Gibt viel mehr, als was man wissen müßte . . .

Ausschießen
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Ausschießen ist der Arbeitsschritt bei der Produktion von Druckprodukten wie Büchern und Zeitschriften, bei dem die Einzelseiten auf der Druckform platziert werden. Wichtig ist dabei, dass die Einzelseiten an der richtigen Position und mit der richtigen Orientierung auf der Druckform angeordnet werden, so dass sie im Endprodukt in der richtigen Reihenfolge und der korrekten Ausrichtung erscheinen.
Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]

* 1 Falze
* 2 Drei-Bruch-Falz
* 3 Verdrängung
* 4 Farbführung
* 5 Flattermarken
* 6 Passermarke
* 7 Siehe auch

Falze [Bearbeiten]

Die Position und die Orientierung der Seiten auf dem Druckbogen ist zunächst vom verwendeten Falzschema abhängig. Die häufigsten Falzfolgen sind Zweibruch-Kreuzbruch (Falzbogen mit 8 Seiten) und Dreibruch-Kreuzbruch (Falzbogen mit 16 Seiten). Bei Produkten, die aus mehr Seiten bestehen als auf einen Druck- bzw. Falzbogen passen, ist zudem das Sammelverfahren wichtig (Sammeln zu Einlagen- oder Mehrlagen-Broschuren).

Das Ausschießen erfolgt bei der Herstellung von CTP-Druckplatten ausschließlich digital. Für die Standard-Falzfolgen sind die Ausschieß-Schemen meist fest in der Ausschieß-Software hinterlegt. Weitere Falzschemen lassen sich u. a. mit Hilfe von Falzkatalogen hinterlegen. Inzwischen kann das Anordnen und Ausrichten der Seiten auch algorithmisch gelöst werden.

Beim Ausschießen muss berücksichtigt werden, wie der Bogen gedruckt wird. Die geläufigsten Möglichkeiten sind der Schön- und Widerdruck, das Umschlagen, das Wenden (Druck), das Umstülpen oder die Sammelform.

Bei der Bestimmung des zu verwendenden Falzschemas ist die Laufrichtung des Papiers (Breit-, Schmal- oder Maschinenbahn) zu beachten. Das ist ein wichtiges Kriterium, wenn die Weiterverarbeitung des Druckbogens durch Falzmaschinen erfolgt oder einzelne Teile des Druckbogens perforiert oder ausgestanzt werden sollen. Eine falsche Papierlaufrichtung kann z. B. dazu führen, dass sich ein klebegebundenes Buch nicht durchblättern lässt.

Weitere Fachbegriffe: Drei-Bruch-Falz, Vier-Bruch-Falz, Wickel-, Altar- oder Zickzackfalz, Anlageseiten, Druckmarken (Farbkontrollstreifen, Passer-, Anlage- und Schneidemarken, Textmarke), Grammatur, Verdrängung.

Drei-Bruch-Falz [Bearbeiten]

Dieser Falz zählt ebenso zu den Kreuzbruchfalzungen wie der Zwei- bzw. Vierbruch. Die Anzahl der Falzbrüche wird durch das Druckbogenformat, die Papiereigenschaften wie Papiergewicht oder Volumen aber auch durch die Bindeart bestimmt. Zum Einsatz kommt diese Falzart häufig bei der Prospekt- und Buchproduktion. Es handelt sich hier meist um 16seitige Bögen. Sollte ein Werk sich nicht durch 16 Seiten teilen lassen, kommen ½ oder ¼ Bögen zum Einsatz.

Verdrängung [Bearbeiten]

Wurden mehrere Blatt Papier gefalzt und beschnitten sind die innenliegenden Seiten seitlich kürzer. Der genaue Wert dieses Verdrängung genannten Effektes ist abhängig von Seitenanzahl und Papierdicke (Grammatur). Bei der Gestaltung einer Broschüre (besonders bei Rückstichheftung) muss dies bedacht werden. Ausschießsoftware ist in der Lage, diesen Effekt zu berücksichtigen. Hierbei werden die Seiten stufenlos um den gewünschten Betrag zur Mitte des Falzbogens hin in den Bund eingerückt. Das ist bei Bundüberlaufenden Seiten jedoch nicht immer möglich. Beim Layouten ist dies ggf. zu berücksichtigen.

Farbführung [Bearbeiten]

Der Farbkontrollstreifen dient dem Drucker zur exakten Einstellung der Farbführung. Die einzelnen Streifen sind auf unterschiedliche Druckmaschinen zugeschnitten. Sie bestehen zumeist aus den Farbfeldern für die Skalenfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black sowie aus einer unterschiedlichen Anzahl von Sonderfarben und Spezialmessfeldern. Ausgemessen werden diese Felder mit einem Densitometer oder mit einem Kontrollstreifen-Lesegerät. Die ermittelten Werte werden an die Druckmaschinen übertragen und korrigieren die Farbführung in den entsprechenden Farbzonen. Während des Auflagendruckes werden immer wieder Bogen entnommen und nachgemessen.

Flattermarken [Bearbeiten]

Bei Flattermarken handelt es sich um Markierungen auf dem Rücken des gefalzten Druckbogens. Sie dienen der Kontrolle über die richtige Reihenfolge der Bogen. Zumeist wird ein schwarzer Strich in der Größe von 2x10 mm verwendet, der sich bei einer Klebebindung im Fräsrand -also im Rücken- befindet. Zum Beispiel steht die Marke des ersten Bogens 10 mm von der oberen Bogenkante entfernt; die Marke des zweiten Bogens 20 mm, die des dritten 30 mm usw.; also immer um den Wert einer Marke versetzt. Betrachtet man nun die Rückseite der gesammelten Bögen, so bilden die Flattermarken eine Treppe. Sollte ein Bogen an einer falschen Position liegen, wäre die Treppe unterbrochen. Diesen Kontrollvorgang nennt man auch kollationieren.

Passermarke [Bearbeiten]

Dieser Begriff bezeichnet eine grafische Figur, mit der die Passgenauigkeit der einzelnen Farben im Zusammendruck überwacht werden kann. Zumeist besteht diese Marke aus einem Kreis und einem Kreuz aus dünnen Linien, ähnlich einem Zielkreuz. Die Passermarke wird in jeder einzelnen Farbe (CMYK, ggf. Sonderfarben) exakt an der gleichen Stelle positioniert. Während des Druckens werden immer wieder Druckbogen mit einer Lupe (Fadenzähler), inzwischen auch elektronisch durch optische Abtastung, kontrolliert. Dies ist notwendig, um den sog. Fehlpasser, das ungenaue Übereinanderdrucken einzelner Druckfarben, zu vermeiden. Fehlpasser führen zu Unschärfen in Bild- und Schriftdarstellung sowie u.U. zu Farbabweichungen.
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Takarius

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Verfasst Mi 18.10.2006 09:24
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Hallo.... mit einer kleinen verspätung aber nun ... ich war ein wenig zu verdutzt um schon zu antworten, ich muss echt mal sagen, das wir mehr als nur eine gute Karte gezogen haben.
Ich mein ... da werden wir wohl mehr als nur reinhauen müssen. ich werde mal schauen das ich irgendwas zu den themen in meiner großen PDF Sammlung finde und dann schauen das ich das hier rein bekomme. Danke schonmal für die Sachen die ihr zusammen gestellt habt. Ich werde mich anschließen.....
In diesem Sinne... wir werden es packen Lächel

Marc
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Takarius

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Verfasst Mi 18.10.2006 09:29
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Hier mal was zu den Druckerverfahren und nacharbeitung:
Awar eine Projektarbeit unserer Klasse (Damals noch Mediengestalter - Design)

PDF -> Workflow
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shrek
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Verfasst Mi 18.10.2006 10:49
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Takarius hat geschrieben:
Hier mal was zu den Druckerverfahren und nacharbeitung:
Awar eine Projektarbeit unserer Klasse (Damals noch Mediengestalter - Design)

PDF -> Workflow


schöne Übersicht, ist dann mehr für Allgemeines, oder?!?
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Takarius

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Verfasst Mi 18.10.2006 12:09
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ja schon... aber vielleicht trotzdem wichitg Lächel
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