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Thema: AP Schriften einbetten und Redesign vom 05.04.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Abschlussprüfung Theorie -> AP Schriften einbetten und Redesign
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Candle

Dabei seit: 21.11.2002
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Verfasst Fr 05.05.2006 17:24
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Zu Font Flags glaube ich gibt es vier Stufen

1.) Nicht eingebettet
2.) Einbettung zum Ausdruck erlaubt
3.) Einbettung zum Editieren
4.) Vollständige Installation der Schrift erlaubt

oder so...
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salvador.eli

Dabei seit: 06.09.2005
Ort: Füssen
Alter: 32
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Verfasst Mo 08.05.2006 07:28
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Hab aus der PDF Bibel mal eine Zusammenfassung geschrieben. Hoffe sie kommt für euch nicht zu spät:


Zitat:
Schriften einbetten

- Wenn Schriften in eine PDF eingebettet sind, stehen sie zur Ansicht und zum Ausdruck zur Verfügung, auch wenn sie auf dem Zielrechner nicht installiert sind

- Font Deskriptor beschreibt die wichtigsten Merkmale einer Schrift (etwa mit oder ohne Serifen, Ober- und Unterlängen, Laufweite, x und Versalhöhe, Schriftstärke und Schriftlage). Sollte die Schrift in der PDF nicht eingebettet sein und auf dem Zielrechner nicht vorhanden, so generiert Acrobat mit Hilfe zweier Mulitple Master Fonds (Adobe Sans MM und Adobe Serif MM) eine Ersatzschrift, welche die fehlende Schrift simuliert
erscheint im Menü "Dokumenteigenschaften" -> "Schriften" die Einträge "Eingebettet oder Untergruppe darf produziert werden.

- Fonts die sich nicht durch den Font Deskriptor einbetten lassen:
1. Type-3-Fonts können nicht simuliert werden und sind daher in PDF immer eingebettet.
2. Symbolschriften außer Symbol und ZapfDingbats können mit den Substitutionsfonts ebenfalls nicht dargestellt werden, da diese nur Buchstaben enthalten, aber keine Symbole.
3. Lateinische Schriften mit Zeichen außerhalb des Standard Latin Character Set. Dies liegt am relativ kleinen Zeichenvorrat der beiden MulitpleMasterFonts
4. CID-Fonts

- Erstellen von Untergruppen (subsets): Es werden nur die im Dokument verwendeten Zeichen eingebettet.
Vorteil: 1. Die Dateigröße verringert sich (TrueType Fonts können eine Größe von mehreren hundert KB haben.
2. Ausgabegeräte im Workflow werden gezwungen, die eingebetteten Schriftzeichen zu verwenden. Auf diese Weise vermeidet man Fontkonflikte

Nachteil: 1. Eingeschränktes oder unmögliches nachträgliches Editieren oder Bearbeiten von Texten, da nicht alle Zeichen eingebettet sind. (Buchstabe nicht vorhanden -> Buchstabe nicht verwendet werden!)
2. Wenn Einzelseiten mit Untergruppen der gleichen Schrift zusammengefügt werden, dann besteht für jede Seite eine Untergruppe mit der selben Schrift, da sich Untergruppen nicht reoganisieren lassen.

- Eingebettete Fonts lassen sich seit Acrobat 4 mit dem Textwerkzeug nicht mehr bearbeiten wenn sie auf dem System nicht mehr installiert sind. Das hat Lizenzrechtliche Gründe, denn wenn eine Schrift auf einem System nicht installiert ist, dann geht Adobe davon aus, dass hierfür auch keine Lizenz vorhanden ist


- Fonts können auch nachträglich noch in eine Datei eingebettet oder aus einer Datei entfernt werden. Hierzu gibt es verschiedene Werkzeuge (z.B. TouchUp Text Tool)

- Standardschriften in PDF: In jeder Acrobat Installation werden eine Reihe Standardschriften mitgeliefert. Sie sind im Distiller als Base-14-Schriften gekennzeichnet. Diese sind:

Courier, Courier-Bold, Courier-Oblique, Courier-BoldOblique,
Helvetica, Helvetica-Bold, Helvetica-Oblique, Helvetica-BoldOblique,
Times-Roman, Times-Bold, Times-Italic, Times-BoldItalic,
Symbol
ZapfDingbats


Diese besitzen allerdings nur 229 Zeichen, nämlich die StandardLatinCharakter plus das Eurozeichen. Also für den Druck trotzdem immer die verwendeten Schriften einbetten, da sich diese von den vorhandenen Base-14-Schriften unterscheiden können.

- fsType Flag: (auch als Font Flag bekannt) Einige Schriftenhersteller verbieten die Einbettung ihrer Fonts, da sie Angst haben, dass diese aus der PDF extrahiert und separat insalliert werden können. Oft lassen sich diese Schriften nur in Untergruppen einbetten, da sie ohne alle Zeichen so gut wie unbrauchbar sind.

fsType Flags gibt es in verschiedenen Prioritäten:

Wert: Bedeutung
0 Installable Embedding: Keine Einschränkungen, Font darf eingebettet und
dauerhaft installiert werden.
1 Reserviert bzw. undefiniert.
2 Restricted License embedding: Font darf nicht verändert oder eingebettet werden.
4 Preview and Print embedding: Font darf eingebettet werden; Dokumente mit
eingebettetem Font dürfen angezeigt, aber nicht editiert werden.
8 Editable embedding: Font darf eingebettet und temporär auf dem Zielsystem
geladen werden; Dokumente mit eingebettetem Font dürfen auch editiert
werden.
256 No subsetting: Bildung von Untergruppen für die Einbettung ist nicht erlaubt.
512 Bitmap embedding only: nur Bitmap-Daten des Fonts dürfen eingebettet werden, aber keine Outline-Daten. Enthält der Font keine Bitmaps, so darf er nicht eingebettet werden.


Rechtlicher Schutz von Schriften

a; Lizenzthematik:
Schriften sind Software, über die man als Käufer nicht frei verfügen darf, sondern meist nur für eine bestimmte Anzahl an Ausgabegeräten erwirbt. Ähnlich einem DTP Programm, welches man nur für einen Bildschirmarbeitsplatz erwirbt. Die NichtLizenzierte Verwendung wird ähnlich einer Raubkopie gewertet.

b; Designschutz
Auf Schriftentwürfe liegt meist ein Designschutz vor. Dieser ist allerdings sehr schwierig zu kontrollieren, da es von Land zu Land verschiedene Auflagen gibt.

PostScript-Fonts: Keine effektive Möglichkeit den Font vor illegaler Einbettung zu schützen

TrueType und OpenType-Fonts: Hier kann der Hersteller die Einbettung beschränken.

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Candle

Dabei seit: 21.11.2002
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Verfasst Mi 10.05.2006 13:44
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Mal eine Frage:

Was passiert eigentlich wenn ich die Schriften nicht eingebettet habe und trotzdem auf den Belichter schicke? Wird sich wohl eine Ersatzschrift aussuchen?! Gibt es noch weitere Auswirkungen beim Belichten außer dem Ersatz der nicht eingebetteten Schriften?
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MGMicha

Dabei seit: 25.03.2005
Ort: Dresden
Alter: 32
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Verfasst Mi 10.05.2006 15:14
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Ich tippe darauf, dass das feld entweder ganz leer bleibt oder aber durch die Courier ersetzt wird.
MfG
Micha
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.anna

Dabei seit: 06.09.2004
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Verfasst Mi 10.05.2006 16:08
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salvador.eli hat geschrieben:

-- Eine Alternative wäre es, die Schrift vorher in Kurven umzuwandeln. Somit brauche ich die Schrift nicht mehr, sondern habe die Schrift in Vektoren umgewandelt und kann diese sogar bearbeiten.


Sorry - aber macht man das ?!

NEIN !!!

Die Hintings gehen dabei verloren gehen.
das heist die vom font hinterlegten Outlines (Pfade) verloren gehen
deine schrift wird also anders wiedergegeben, als sie eigentlich aussieht
die strichstärke verändert sich im vergleich zur original schrift
und an dieser hat ja mal eine etliche stunden und monate verbracht um sie so aussehen zu lassen

also finger weg!
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meronom

Dabei seit: 08.05.2006
Ort: Ibbenbüren
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Verfasst Mi 10.05.2006 16:30
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Mein reden! * Applaus, Applaus *
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chriss

Dabei seit: 10.02.2006
Ort: zwischen himmel und hölle
Alter: 10
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Verfasst Mi 10.05.2006 18:57
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.anna hat geschrieben:
salvador.eli hat geschrieben:

-- Eine Alternative wäre es, die Schrift vorher in Kurven umzuwandeln. Somit brauche ich die Schrift nicht mehr, sondern habe die Schrift in Vektoren umgewandelt und kann diese sogar bearbeiten.
Sorry - aber macht man das ?!
NEIN !!!
Die Hintings gehen dabei verloren gehen.
das heist die vom font hinterlegten Outlines (Pfade) verloren gehen
deine schrift wird also anders wiedergegeben, als sie eigentlich aussieht
die strichstärke verändert sich im vergleich zur original schrift
und an dieser hat ja mal eine etliche stunden und monate verbracht um sie so aussehen zu lassen
also finger weg!

hints werden doch benoetigt,um zeichen in kleinen schriftgroessen nach aesthetischen gesichtspunkten anzupassen, um z.b. optisches zusammenfliessen der buchstaben in kleinen schriftgroessen zu verhindern.
die grafiker in meiner agentur wandeln stets schriften in kurven um und das ohne probleme Aha!
verwenden sie kleine schriften, lassen sie auch die "finger davon".


Zuletzt bearbeitet von chriss am Fr 12.05.2006 16:15, insgesamt 3-mal bearbeitet
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.anna

Dabei seit: 06.09.2004
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Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 10.05.2006 22:45
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ja genau das wort is gefallen...grafiker....
ums mal krass auszudrücken:
denen ist sh.egal wies technisch aussieht, die wollen dass es grafisch gut aussieht.
in den fachbüchern und auch in der schule lernt man leider nur das über kleine schriftgrößen, aber
es ist doch genauso fatal, wenn nicht sogar noch schlimmer in einer head (ähnlich lupe) das dann zu bemerken

also einfach nicht machen,
aber ich glaube, das ist den meisten egal, die feinheiten fällt wohl auch nicht jedem auf

aber in einer praktischen ap würd ichs dir nicht empfehlen Lächel
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