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Thema: [Tutorial]Größen- und Performanceoptimierung für Flashseiten vom 25.10.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Multimedia -> [Tutorial]Größen- und Performanceoptimierung für Flashseiten
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l'Audiophile
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Verfasst Mo 25.10.2004 09:53
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[Tutorial]Größen- und Performanceoptimierung für Flashseiten

Antworten mit Zitat Zum Seitenanfang

Jo!
Flash-Datei zu groß?
Flash zwingt meinen Rechner auf die Knie?

Man sieht überall im Web schlechte Flashseiten, die vor Dateigröße nur so strotzen. Preloader schön und gut aber gerade bei Modem-Usern ist die Geduld des öfteren sehr schnell am Ende. Gerade wichtig ist die Optimierung bei Webseiten, die Informationen vermitteln sollen.
Deshalb habe ich mich entschlossen ein paar Erfahrungen, die ich gesammelt habe in ein kleines Tutorial zu packen. Ich denke mal der ein oder andere kann damit bestimmt was anfagen.

Die Liste ist noch erweiterungsfähig, also haut rein und postet was das Zeug hält!!!


Filmgröße optimieren

Filme nachladen
Statt einem großen Film, mehrere kleine nachladen. (Der User, der nur die News lesen will, braucht keine vorgeladenen Fotogalerien, Filme, Gästebücher, etc.)

Text/ Schriften
Wenn möglich statt statischen Textfeldern dynamische verwenden und „Schriftarten des Gerätes verwenden“ aktivieren. (Eingebettete Schriften werden in Vektoren umgewandelt).
Textfeldern nur die benötigten Zeichensätze hinzufügen. Der Rest ist unnötiger Ballast. (Im Regelfall bindet Flash standardmäßig den gesamten Schriftsatz ein inkl. Sonderzeichen, Umlaute, etc.) Bei einer Schrift wie der Arial kann man hier bereits bis zu 14kb sparen.
Je mehr Schriften verwendet werden, desto größer ist logischerweise auch die Datei.

Komprimierung
Wave wird in Flash besser komprimiert als Mp3
BMP und PNG werden in Flash besser komprimiert als Jpeg

Frames/ Framerate
Mit Frames sparsam umgehen. Ein leeres Frame hat bereits eine Größe von 32 byte (Kleinvieh macht auch Mist)
Eine größere Framerate macht Tweens flüssiger aber auch die Datei größer.

Grafiken
Grafiken nur so groß wie benötigt importieren.
Vektoren statt Bitmap
Wenn moglich, Grafiken dynamisch nachladen.

Bibliothek
Bibliothek sauberhalten. „Nicht verwendete Elemente auswählen“ betätigen und löschen. Das Symbole, welche sich nur in der Bibliothek tummeln, sich nicht auf die Dateigröße auswirken, ist ein Gerücht. Vor dem Veröffenlichen die Datei unter einem anderen Namen speichern. (Hab ich irgendwo mal gehört und es stimmt wirklich)

Immer Movieclips statt Grafiksymbolen verwenden. (Habe dadurch neulich die Größe einer Datei um 40 %!!! veringern können.)
Ausserdem werden Grafikinstanzen, welche sich auf der Bühne befinden, immer wieder neu geladen wenn sie benötigt werden.

Schriften und Symbole, welche auch in nachgeladenen Filmen verwendet werden, kann man zur gemeinsamen Nutzung exportieren/importieren.

Sounds
Sounds in den „Eigenschaften“ so weit runterkomprimieren bis es sich nicht mehr gut anhört. (Birate ausprobieren). Bei einfachen Button-Sounds reichen oft schon Werte zwischen 8 und 16 kb/s aus.
Auch bei Sounds bietet es sich an, sie nachzuladen, wenn sie benötigt werden.
Ausserdem können Sound gestreamt werden.

Streamen
Ausser Sounds kann man auch Filme bis zu einem bestimmten Grad vorladen und den Rest streamen lassen.






Performance optimieren

-Formtweens vermeiden (besonders bei aufwändigen Vektorobjekten mit vielen Punkten)

-Mit „setInterval“ und „enterFrame“ sparsam umgehen.

-Alpa bzw. Transparenzen sowie Transformation wenn mgl. vermeiden.

-Bei großflächigen Animationen Pixelbilder statt Vektoren verwenden

-Optimale Framerate 31 fps (Auf WIN und Mac nahezu identisch)

-Verläufe vermeiden

-Schleifen und MC’s immer beenden. Das ein MC nicht zu sehen ist, heisst nicht, das er keine Rechenleistung beansprucht, wenn er weiter vor sich hinläuft.



Wie schon gesagt, vielleicht kann der ein oder andere noch mehr Tips dazu beitragen.

Gruß PeJot


Zuletzt bearbeitet von l'Audiophile am Mo 25.10.2004 09:56, insgesamt 1-mal bearbeitet
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shaly

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Verfasst Mo 25.10.2004 10:00
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systemtext kann die performance ganz schön rocken, vor allem beim animieren per actionscript. eingebettete schriften machen hier ab und an mehr sinn. die werden dann nämlich als vektoren dargestellt und das bild muss nicht jedes mal neu berechnet werden was beim systemtext der fall ist. alternativ kann es manchmal sogar sinn machen, text als bild einzubinden.
ich denke, dass statische textfelder mit geglätteten schriften nicht die schlechteste lösung sind. man muss ja nicht den gesamten zeichensatz einbinden.
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tuxedo

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Verfasst Mo 25.10.2004 10:23
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den entscheidensten hinweis hinsichtlich der komprimierung
von eingebetteten bitmaps hast du vergessen:
es empfiehlt sich keinesfalls, die voreingestellte exportqualität per se
zu übernehmen. zu einem qualitativ angemessenen export, der
situationsabhängig ein guter kompromiss zwischen preformance,
darstellung und dateigrösse ist, gehört auf jeden fall die individuelle
einstellung der exportqualität jedes einzelnen elements.
in der library können für jedes objekt die eigenschaften bestimmt
werden. unterschieden wird zwischen "losless", "default" sowie
"user define"...
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ill

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Verfasst Mi 27.10.2004 12:34
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du schreibt von einer Optimalen Framerate mit 31 fps!
standartmässig sind 12 fps eingestellt!

ich finde 31 sehr übertrieben! was ist die beste zwischenlösung?
so das alles flüsig ausieht aber die datei klein bleibt
oder hab ich da was falsh verstanden...?
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tuxedo

Dabei seit: 10.10.2002
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Verfasst Mi 27.10.2004 12:46
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nun ja, da streiten sich die gelehrten...
einen richtwert in dem sinne gibt es nicht, auch wenn diese gerüchte kursieren....
das problem ist folgendes:
die performance eines flashfilmes ist ganz klar vom prozessor abhängig, weil
die renderings nicht über grafikschnittstellen wie zb directX abgewickelt werden.
d.h., die karte (wie gut sie auch sein mag) ist nicht "unbedingt" entscheidend...
ergo: langsamer rechner, langsamer flashfilm....
du kannst einen flashfilm theoretisch auf 72 fps einstellen (es gibt einige
beispiele dafür), was dir natürlich bei der darstellung gerade von netten
effekten unglaublich zur seite steht. allerdings musst du bei entsprechend
bescheidener hardware von clipping ausgehen...
ein guter richtwert sind imho die standardmässigen 24fps (also knapp unter
fernsehnorm). zwölf bilder pro sekunde sind zu langsam und versprechen
keine guten, flüssigen animationen....da du mit 24 auf norm fährst, kommt
einem diese animationsgeschwindikgeit "normaler" vor....
je höher deine erzwungene framerate, desto mehr versucht der player deiner
anforderung gerecht zu werden. dies rächt sich gerade bei komplexen
mehrfachtweenings (mit alpha z.b.) durch ausgelassene frames...

das beste rezept ist:
du skizzierst deine anforderungen...kleiner film, kleine contents mit
wenig animation kannst du hochschrauben. die meisten werden darauf
klarkommen...desto auslastender dein film wird, desto mehr empfiehlt sich
ein balanceakt...austesten!
*zwinker*
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l'Audiophile
Threadersteller

Dabei seit: 16.09.2004
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Alter: 35
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Verfasst Mi 27.10.2004 12:54
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Die 31 fps wurden gewählt, weil bei dieser Rate die Flashfilme auf PC und Mac nahezu identisch laufen.
Erstellst du z.B. einen Flashfilm mit 24 fps auf deinem PC (ausreichend für das menschliche Auge), wird der Flash-Player auf dem Macintosh nur etwa 15 bis 17 fps darstellen. Die 31 fps sind also keine Vorschrift, eher zu verstehen als Erfahrungswert vieler Flasher.
Abhängig ist die Framerate auch von dem Zweck den man erfüllen will. Die perfekte Rate ist eine Mischung aus guter Performance und smoothen Bewegungen. Mit 12 fps wirst du kaum glatte und saubere großflächige Animationen hinbekommen. Zuviele Frames pro Sekunde zwingen schwache Rechner in die Knie und wirken sich negativ auf die Dateigröße aus.

Gruß PeJot


Edit: Hier noch ein paar Infos zu oben genannten.
http://www.markme.com/centralbeta/archives/003469.cfm


Zuletzt bearbeitet von l'Audiophile am Mi 27.10.2004 14:05, insgesamt 1-mal bearbeitet
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ill

Dabei seit: 18.04.2004
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Verfasst Mi 27.10.2004 13:40
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danke für eure infos! *Thumbs up!*
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D_SIGN2K

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Verfasst So 14.11.2004 18:07
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pejot hat geschrieben:
Die 31 fps sind also keine Vorschrift, eher zu verstehen als Erfahrungswert vieler Flasher.


Das kann ich nach Jahrelangem rumtesten bestätigen!

Aktuell baue ich die 3D-Navigation meiner neue Website mit 34 fps was sehr flüssig animiert. Leider habe ich dass auch bei einem G4 getesten und der hat dargestellt als wärens ca. 18 fps.

Je länger ich mit Flash arbeite desto höher stell ich meine fps ein da meine Anforderung ans flüssige abspielen doch sehr hoch sind. Leider auch hier wieder ist Flash ein Online-Medium und sollte kompatibel sein also mein Fazit:

Auf keinen Fall 12 fps (Das ist Standbild-Kino und höchstens für Flash-Banner gut)
Okay sind 24 fps wobei ich da immer mit 28 fps trickse (das ist gut für quasi jedes Flash-Projekt)
31 sind schon ideal und mehr sieht noch flüssiger aus (aber hohe prozessor-auslastung)



P.S. *Thumbs up!* pejot: Tolles Thema haste uns da angeboten *Thumbs up!*


Zuletzt bearbeitet von D_SIGN2K am So 14.11.2004 18:09, insgesamt 3-mal bearbeitet
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