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Thema: Wer kann sich denn noch einen Designer leisten? vom 20.01.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Ausbildung -> Wer kann sich denn noch einen Designer leisten?
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c_writer
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Verfasst Fr 20.01.2006 11:05
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Re: Wer kann sich denn noch einen Designer leisten?

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ExMD hat geschrieben:

fürs saarland is das groß Grins
aber mal ernsthaft, wieviele so große firmen wie du sie genannt hast gibt es denn in dschörmenie?
ich schätze mal das min. die hälfte ein wirkliches mini-unternehmen von 1 bis 3, max. 5 mitarbeitern ist. (...)


Jaaaa, Du hast schon Recht - von den geschätzten 12.000 Unternehmen in Deutschland, die sich Werbeagentur nennen, dürften sogar 90% solche Mini-Unternehmen sein. Aber wer Design studiert, der will ja in der Regel nicht da arbeiten und dann die Werbung auf den Papiertüten des Bäckers um die Ecke gestalten - solche Läden leisten sich in der Tat keine Designer - sondern auf großen, bekannten Etats arbeiten. Und da gibt es durchaus einen recht breiten Markt, sowohl in mittelständischen, inhabergeführten Agenturen wie ARS, Butter oder KemperTrautmann als auch in den großen Network-Agenturen wie BBDO, Grey, DDB etc.

c_writer
 
Dr.Dangerous
Threadersteller

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Verfasst Fr 20.01.2006 11:31
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Hey, schönes Feedback hier...

Ich denke auch, das in Zeiten von DTP und WYSIWG das Studium der technischen Mittel an einer Uni/FH sinnvoller erscheint, denn das mit der Kreativität ist ja so eine individuelle "Bauch- bzw. Kopfsache", die man sowieso nicht bis zur Perfektion lernen kann, wie vielleicht ne Programmiersprache.

Zudem muß eingestehen, dass es ja mehr kleine und mittelständische UN in D gibt als Große, die sich so einen sicherlich besseren Designer leisten können. Also sollte man doch der Realität entsprechend kleinere Brötchen backen, oder???
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ExMD

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Verfasst Fr 20.01.2006 11:53
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Re: Wer kann sich denn noch einen Designer leisten?

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c_writer hat geschrieben:
Aber wer Design studiert, der will ja in der Regel nicht da arbeiten und dann die Werbung auf den Papiertüten des Bäckers um die Ecke gestalten sondern auf großen, bekannten Etats arbeiten. Und da gibt es durchaus einen recht breiten Markt, sowohl in mittelständischen, inhabergeführten Agenturen wie ARS, Butter oder KemperTrautmann als auch in den großen Network-Agenturen wie BBDO, Grey, DDB etc.


klar, dass jemand der design studiert auf ner andern ebene arbeiten will, als besagte mini-unternehmen überwiegend anbieten.
aber da das angebot an den "großen", oder besser gesagt bedeutenden firmen mit entsprechenden kunden doch relativ klein is, es aber ziemlich viele designer inzwischen gibt, ist das inzwischen doch eher ein riesen glück auch einen entsprechenden job dort zu ergattern.
ich hab einige freunde und bekannte, die design studiert haben und deren resonanz is teilweise auch recht eindeutig: zu viele designer.
vielleicht nicht ganz so schlimm wie aufm mediengestaltermarkt, aber es is hart umkämpft.
selbst sehr gute designer haben da wohl so ihre schwierigkeiten.

@ dr.dangerous:
wie siehts denn mit medien-informatik aus?
hast du dich da mal drüber informiert?
ich fand das damals sehr interessant, da es sowohl informatik als auch design beinhaltete.
muss auch recht erfolgreich sein
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Dr.Dangerous
Threadersteller

Dabei seit: 04.10.2004
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Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 20.01.2006 12:11
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Ja, das hab ich auch schon an einer FH in Augenschein und genommen...
Aber im allgemeinen muss ich schon sagen: "Wer die Wahl hat, hat die Qual!"

Ich frage mich nur, warum dieser Studiengang allgemein so ein schlechte Resonanz zu haben scheint, oder irre ich da?
-> z.B. ausgedrückt durch die niedrigen NCs an vielen Unis/FHs
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konsumkünstler

Dabei seit: 05.06.2005
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Verfasst Fr 20.01.2006 15:44
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Dr.Dangerous hat geschrieben:

Ich frage mich nur, warum dieser Studiengang allgemein so ein schlechte Resonanz zu haben scheint, oder irre ich da?
-> z.B. ausgedrückt durch die niedrigen NCs an vielen Unis/FHs


nun. die niederen nc´s entstehen imho an dem mangel an einschreibungen für diesen studiengang.

ein resultat wohl aus dem abschreckenden begriff "medieninformatik", bei dem warscheinlich die meisten kreativen köpfe sämtliche hände über den selbigen zusammenschlagen und bei der horrorvorstellung sich einer staubtrockenen formeltheorie auszusetzen eher auf die klassischen designstudiengänge etc. ausweichen.

auf der anderen seite werden warscheinlich die mehrheit aller informatikfreaks eher auf die klassischen informatikstudiengänge zugreifen.

aber meine theorien hinken meist * Ich geb auf... *
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shaly

Dabei seit: 19.11.2002
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Verfasst Fr 20.01.2006 16:28
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ich studiere medieninformatik (bzw medien und angewandte informationstechnologie) und möchte dem widersprechen.

zum einen lag der nc an der fh düsseldorf im letztem sommersemester etwa bei 1,8 oder zwanzigtausend wartesemestern und soweit ich weiss, ist er auch an anderen hochschulen relativ hoch (wohlgemerkt für MEDIENinformatik, das kleine zauberwort zieht so einige).
zum anderen möchte ich jedem, der eine tätigkeit, die mit gestaltung zu tun hat, von einem solchen studium abraten: man hat zwar jedes semster eine vorlesung im gestalterischen bereich, aber
a) werden da auch nicht mehr inhalte als ind er mediengestalterausbildung vermittelt und
b) wird es als reines nebenfach gesehen. das ganze hat mehr den anspruch "solltet ihr mal gehört haben"
wenn man sich für programmierung nicht interessiert, ist das studium nichts für einen. der informatikanteil macht 50% des stundenplanes aus - aber wenigstens 75% des arbeitsaufwandes.
nicht umsonst handelt es sich bei medieninformatik um ein informatikstudium mit starkem nebenfach.




anders wäre da ein studiengang wie "digitale medien" in bremen. da kann man sich seine schwerpunkte freier wählen. an der fh hast du einen recht fixen stundenplan, an dem man ausser den projekten in den höheren semestern nicht besonders viel rütteln kann.

digitale meiden in bremen:
http://digitale-medien-bremen.de/

fachbereich medien an der fh düsseldorf (tag der offnen tür ist am 25.01., lohnt swich auf jeden fall auch für persönliche gespräche!)
http://www.medien.fh-duesseldorf.de/html/navigation/fbmedien1.html


Zuletzt bearbeitet von shaly am Fr 20.01.2006 16:41, insgesamt 2-mal bearbeitet
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rpgo

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Ort: Berlin
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Verfasst Fr 20.01.2006 19:07
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ExMD hat geschrieben:
aber da das angebot an den "großen", oder besser gesagt bedeutenden firmen mit entsprechenden kunden doch relativ klein is, es aber ziemlich viele designer inzwischen gibt, ist das inzwischen doch eher ein riesen glück auch einen entsprechenden job dort zu ergattern.



Viele Firmen:
90% winzig und 10% mittelgroß bis groß.
Auf viele viele Designer, die den Markt überschwemmen.

Okay.

Oder aber viele Firmen:
90% naja und 10% absolut begehrenswert.
Viele Designer:
90% so lala und 10% erstklassig.

Wie auch immer die Prozente da genau sein mögen,
das kann man beliebig auf Mediengestalter, Informatiker, Berater usw. erweitern.
Es gibt immer ein gewisses Verhältnis das sich nicht so einfach mit Zahlen
ausdrücken läßt. Und das verleitet Studienberater wie Arbeitsberater oft zu total
bescheuerten Aussagen. Wenn es nach all den Beratern gegangen wäre denen
ich zB. auch meinem Weg begegnet bin dann müßte ich jetzt irgendeinen Job machen
der nicht so überlaufen ist. Alles andere wäre Fatal.
Wie wärs mit Uhrmacher? kleine Szene, gut überschaubar, wenn Du gut bist haste
direkt einen Namen. Und außerdem weißt Du genau wann es Zeit ist zu gehen.

Nein, so einfach ists dann auch wieder nicht.
Aber seltsamerweise suchen auch die großen Agenturen immer händewringend
gute Leute. Denn scheinbar gibt es dann doch zu wenige auf dem Markt gibt (die
"gut" sind in welchem sinne auch immer) und um die reißt man sich dann.




*zwinker*
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