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Thema: Praktikanten, wie schaut es bei euch aus? vom 04.12.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Ausbildung -> Praktikanten, wie schaut es bei euch aus?
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gleis24
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Verfasst Sa 04.12.2004 20:13
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Praktikanten, wie schaut es bei euch aus?

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Bewerbung:

Bei uns in der Agentur ist es normal das wir immer mal wieder Praktikanten aufnehmen. Sei es 1 Tag Girlsday, ein paar Wochen oder ein halbes Jahr. Jedoch sieben wir natürlich extrem. Alle Bewerbungsgespräche landen immer zuerst bei mir. Wenn der Bewerber am Telefon schon anfängt: "ich soll für die Schule ..." ist der Ofen natürlich sofort aus. Über aufgeregtes Stammeln hingegen schaue ich hinweg wenn es zumindest den Anschein hat das er in Frage kommen könnte. Ist eine Selle frei, so verlangen wir eine schriftlich Bewerbung, ausführlich und aussagekräftig wie möglich. Mitunter erkläre ich auch konkret was rein soll und was nicht, oft verweise ich einfach auf Google. Eigeninitiative kann man ja erwarten. Wenn die Bewerbung dann in der Firma landet schaue ich mir die zuerst an und wenn sie scheiße ist gebe ich es mit ensprechendem Kommentar an meinen Chef weiter, ist sie vernünftig dann mit positivem Kommentar. Nun entscheidet mein Chef ob ein Bewebrungsgespräch statt findet oder nicht. Dann wir der Praktikant eingeladen und muß natürlcih pünktlich usw. sein. Im Gespärch, das findet immer mit Chef und mir statt erklären wir sehr deutlich was passieren wird und was wir erwarten. Dann gibt es einen kleinen Rundgang und Tschüss. Damit ist das Thema abgeschlossen und der Praktikant wird eben genommen oder nicht.

Weiterer Verlauf
ISt der Praktikant dann an seinem ersten Tag in der Firma zeige ich ihm alles und erkläre die Basissachen. Wo ist Feuerlöscher, erste Hilfe, welche Kaffetassen er nehmen darf, welche nicht. Zeige ihm seinen Arbeitsplatz und weise ihn ins allgemeine Verhalten das wir erwarten ein.
Grundsätzlich werden Praktikanten bei uns nicht wirklich in die eigentliche Arbeit eingebunden sondern machen nur Übungsaufgaben. Mal einen Text abschreiben und so ist klar. Das machen wir nciht aus Arroganz sondern haben schlicht noch nie einen Praktikanten gehabt der in der Zeit wo er da war so gut war das wir ihn unbeaufsichtigt wichtige Aufgaben hätten machen lassen.
Am ersten Tag lass ich ihn/sie sich einfach mal eine Photoshopschulung-VCD angucken und danach setz ich ihn neben mich und mache meine normale Arbeit und plaudere dabei was ich gerade mache.
Danach geht es mit Photosop los. Ich nehme den Praktikanten immer am Tag für 1-2 Stunden zu mir und erkläre ihm was ich mache und danach gehen wir zu seinem Arbeitsplatz. zuerst Farbveränderungen mit Einstellungesebenen, Stempelen. Tage vergehen. Wenn das sitzt geht es ans Freistellen mit Ebenenmaske. Kombinationenn davon, dann einstellen der Graubalance. Alles baut aufeinander aud, wer schnell rafft bekommt viel mit wer es sich schwer tut macht halt nur ganz kleine SChritte.
Ab dem ersten Arbeiten lasse ich von jedem Tag einen Bericht schreiben wo der Praktikant mit eigenen Worten erklärt warum er was in PS gemacht und wie das Werkzeug heißt usw. Das lese ich mir durch, so geht es für mich schneller zu verstehen wo lücken sind. Illustrator und insbesondere InDesign werden natürlich genauso unterrichtet. Nach ein paar Wochen soll er einfach nur seinen Praktikumsbericht scribbeln und mir in Worten erklären wie er sich das vorstellt und was er will. Okay. Dann wird das am Ende ausgedruckt und der Praktikant hat sein eigenes Nachschlagewerk für daheim, oder für Bewerbungen.

Das ganze klingt aufwändiger als es ist. In der Praxis hab ich verwende ich vielleicht 20 Minuten am Tag darauf zu unterweisen und Kindermädchen zu spielen. Das ist Okay. gottseidank ist mein Chef in der Hinsicht nicht kleinlich, er sieht ja auch die Vorteile darin einen guten Ruf zu haben. Bach einem halben Jahr können die Praktikanten von uns mitunter mehr als manche Azubis im 3. Lehrjahr. Ich hab ja früher auch Praktikas gemacht und damals hab ich mir geschworen Leute zu fördern und nicht in der Ecke rumzuhocken. Außerdem bringt es ja auch mir sehr viel, den es schult ja meine Kentnisse darin Menschen Inhalte näher zu bringen. Das brauch ich beim Kuden oft und man schult ja nicht nur Praktikanten ...


Wie schaut es bei euch aus?
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Verfasst Sa 04.12.2004 21:26
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Hatten mal nen Schülerpraktikanten (15 Jahre)... Die armen Kids werden da drei Wochen in nen Betrieb geschickt und können nur CS und Warcraft. Mehr müssen die auch nicht können, wenns nach mir geht. Die Schule hält sich schadlos und bereitet die in keiner Weise vor. Dafür müssen die Kids dokumentieren, was sie machen. Ich sach: "Lass stecken, ich tipp dir das schnell 'runter, hier haste 5 Eur, geh dir ne Pommes holen".

Der Chef in meiner Firma war natürlcih direkt geil (kostenlose arbeiten lassen), aber das habe ich im endeffekt gemacht, da der arme Junge da echt keinen Fuß auf den Boden bekommen hat.

Mein eigenes Praktikum (in den Grafischen Betrieben des FZ Jülich) war eine geile Zeit von 1/2 Jahr. Leider war ich zwar engagiert, aber absolut unbedarft (gerade Zivi hinter mir gehabt). Daher habe ich die ganze Zeit stupide Übungsaufgaben von der Herstellungsleitung bekommen. Um die hab ich mich aber immer gedrückt und in Zusammenarbeit mit der Repro geile Bandposter gebastelt. Hab zwar ne halbwegs freundliche Beurteilung bekommen, aber als Azubi kam ich da nicht mehr in Betracht Grins .

Was ich sagen will, ist: Ein Praktikum ist eine geile Sache, wenn die Rahmenbedingung stimmen. Für den Betrieb sollte +- nix bei rumkommen (er zahlt ja auch nichts), das Engagement allerdings kann nur gelobt werden. Das stirbt aber ja eh aus, die meisten suchen ja nur noch Praktikanten von der Uni, die alles bereits können, die werden dann mit 50EUR abgespeist. Naja... Es sollte reichen, wenn der "Absolvent" mal in die Arbeitswelt reinschnuppern kann, Erfahrungen sammlen kann und hinterher behaupten kann: "Junge, das war ja doch ne geile Zeit".

Ich hatte das Glück. Zu meiner Schande wurde mein Praktikum sogar bezahlt *zwinker*, ich durfte an Druckmaschinen, Schneidemaschinen, Sortiermaschinen, Repro, Pictrostats arbeiten, ich habe in einer der letzten Handbuchbindereien Deutschlands "gedient", in einem althergebrachten Photolabor, etc... der einzige Nachteil war der mit zugeteilte G3-IMac * Ich muß mich mal kurz übergeben... * *zwinker*. Im Nachhinein tuts mir nur leid, dass ich damals noch nicht auf dem Stand war wie heute und das da noch nicht so zu schätzen wusste....
 
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Ahoj

Dabei seit: 28.04.2004
Ort: Köln
Alter: 32
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 05.12.2004 16:00
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Ha, wir haben nur G3s auf der Arbeit rumstehen, man muss halt nehmen, was man kriegt, hm?

Wir haben momentan auch nen Schülerpraktikanten, der durch Vitamin B (seine Mutter hat meinen Chef unterrichtet, als er noch in die Schule ging) zu uns gefunden hat. Der gute Junge ist 16 und......sagen wir mal: Weltfremd.

Warcraft und CS sind schon ein gutes Beispiel. Nun, er ist nicht dumm, er ist nicht faul, er ist nur ganz einfach im falschen Betrieb gelandet und hat mir Grafik nun nicht wirklich viel am Hut, dass merkt jeder, der Augen im Kopf hat.

Das Problem an ihm ist, dass sowohl ich als auch meine Kollegin (wir sind ein kleiner Betrieb und schmeißen zu zwei Leuten die Grafik) im Moment saisional bedingt absolut keine Muße haben, den Guten an die Hand zu nehmen, um ihm die Grundlagen zu erklären, die anschließend zu anspruchsvolleren Aufgaben führen könnten. Darüber hinaus ist das Praktikum auch nur für zwei Wochen angesetzt, das macht das ganze problematisch.

Dummerweise schaffst du es auch um's Verrecken nicht, ihm irgendwelche Dinge nahe zu bringen, nachdem ich mir die Zeit genommen hatte, ihm die Schneidemaschine zu erklären und ihm anschließend zwei mit Beschnittzeichen versehene Blätter in die Hand drückte und weiterarbeitete, stellte ich fest, dass er die Dinger nicht nur absolut krumm und schief ausgeschnitten, sondern auch noch in der falschen Reihenfolge an den Redaktionsplan geheftet hatte (ein Blick auf die Seitenzahlen hätte Wunder bewirkt...)

Und da liegt ganz einfach der Hase im Pfeffer: Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass man ihn an die Hand nehmen und helfen muss, aber wir haben schlicht und ergreifend keine Zeit, um es mit kühler Rationalität auszudrücken. Mir tut es nur einfach Leid um den Jung, der wirklich was anderes verdient hätte.

So. Ach ja, und Back on Topic: Bei uns läuft es immer nur so mit Praktikanten: Wer den Chef über Umwege kennt, hat beste Chancen darauf, zwei Wochen lang rumzustitzen und Löcher in die Tapete zu starren.
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Neox

Dabei seit: 27.12.2003
Ort: Berlin
Alter: 34
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 05.12.2004 16:11
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also da hat ich ja damals richtig GLück bei meinem Schülerpraktikum, anfags durft ich zwar nur son Mist machen wie Werbeträger neutralisieren (also mitm Heisslüfter die mistigen Folien abziehn und dann mit Blaen an den Pfoten alles mit Spiritus einreiben *auau*) aer später durft ich auch direkt beim gestalten mithelfen, das warn zwar immer nur kleinste Aufträge aber ich hab zumindest was vom Job mitbekommen... Aber bei uns inner Firma ist es auch nich anders als bei euch, nen Schülerpraktikant der wirklich wasmachen will kostet im Endeffekt mehr als er in ein paar Wochen leisten kann, irgendeinen Mitarbeiter abstellen um ihn einzuweisen können wir uns einfach nich leisten weil dessen Arbeitskraft dann halt fehl. Da haben wir inzwischen den Vorteil, das wir nen Spiel zum testen haben und wir den "Kleinen" dann einfach vorn Rechner setzen zum testen, aber so wirklich was mitnehmen tun die aus den Praktikas bei uns nix... schade eigentlich :/
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Verfasst So 05.12.2004 16:17
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Naja, ich denke, man nimmt schon was mit: Man kann nicht machen, was man will, "blaumachen" und zu-spät-kommen ist nicht drin, und man muss teils richtig lange da bleiben (so acht stunden *graus* *zwinker*). Diese Privilegien sind der Schule vorbehalten (und – die Läden sinds ja selbst Schuld – ich habe von Ihnen auf der BS wieder genauso gebrauch gemacht wie in der Schule damals. Ist ja nicht mein Problem, wenn der Unterricht für den A... und Zeitverschwendung ist.)
 
tacito

Dabei seit: 04.12.2004
Ort: Essen
Alter: 28
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 05.12.2004 16:37
Titel

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zwar bin ich nur ein 'Schüler' trotz allem habe ich schon einige erfahrungen in agenturen sammeln können und habe 4 praktika gemacht. bei zwein habe ich nur dumm rum gesessen und kaffee gekocht, ich bin dann zum chef habe gedagt, dass es alles wunderbar sei, ich aber gerne etwas lernen würde oder einfach nur die idiotenjobs am rechner und dannach hat es gefunzt und ich durfte zwar nur müll, aber ich durfte etwas machen....


bei den anderen beiden agenturen durfte ich mich austoben... ich hatte das ganze team zum fragen und habe kleine aufträge bekommen, für jugendliche und sollte die umsetzen... hat dann einer drübergeschaut und verbessert und raus damit... das macht viel mehr spaß! ^^


an alle die entscheiden dürfen, ob jemand kommen darf oder nicht, bitte macht des nur, wenn ihr sicher seit, dass ihr den schülern etc. auch was beibringen könnt und wollt, denn ansonsten ist es der horror!
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Naranji

Dabei seit: 07.01.2004
Ort: Zürich, CH
Alter: 32
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 05.12.2004 17:02
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@gleis24 find das echt klasse, dass du dich da so um den Praktikanten kümmerst, auch wenn es nur 20 Minuten am Tag sind. Und dass sich bei euch offenbar auch Gedanken darüber gemacht werden, wen man dazu einstellt.

Haben derzeit auch ne Praktikantin und natürlich hat sich mal wieder keiner dafür zuständig gefühlt. Besonders stressig war es zu der Zeit als sie angefangen hat auch nicht. Ehrlich gesagt versteh ich es dann nicht, wie man so ignorant sein kann und sich dafür einfach nicht interessiert. Wirklich Luft hatte ich auch nicht, hab sie mir aber trotzdem mal an die Seite gesetzt und sie halt erstmal gefragt ob sie überhaupt schon mal was in der Richtung gemacht hat, etc. (Chef hielt es ja nicht für nötig uns überhaupt zu sagen dass jemand kommt). Sie hatte absolut keine Ahnung, hieß bei Null anzufangen. Und das können viele einfach nicht mehr, weil es alles so selbstverständlich für einen ist, wie man mit dem Pfadwerkzeug umgeht oder dergleichen. Ich hab ihr das alles ganz in Ruhe mal gezeigt und muss sagen sie hat sich um einiges besser angestellt als unser Azub im 2. LJ. Klar, paar kleine Korrekturen musste ich noch machen, aber das war wirklich minimal. Aber genau das ist es, worauf es ankommt: Sie hat Interesse gezeigt und sich auch bemüht. Unser Azubi dagegen labert den ganzen Tag nur, konzentriert sich nicht und man kann ihm Kleinigkeiten x mal erklären und er checkt es nicht. Da hat man einfach keinen Bock mehr.

(Jetzt fragt bitte nicht warum der noch da ist, das weiß keiner so wirklich...)

Sprich: kommt Motivation vom Praktikanten, kann er auch sehr viel lernen, aber nicht wenn er nur da ist um Zeit abzureißen. Das gilt punktum genauso für Azubis.
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Herr-Mannelig86

Dabei seit: 09.11.2004
Ort: -
Alter: 30
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 05.12.2004 17:48
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Hi

Ich habe bis jetzt selbst 2 Praktika gemacht. Aber ich sollte vorn anfangen. Ich habe schon lange die Absicht einen Beruf in Richtung Mediendesign auszuüben. Aus diesem Grund habe ich mich vor 2 Jahren in den Sommerferien zum ersten Mal auf die Suche nach einem Praktikumsplatz auf freiwilliger Basis gemachet.

Nach verzweifelten 10 Agenturen (im Sauerland), die mir jedes Mal sagten:"Tut uns leid wir suchen nur Leute die 3 Monate oder länger Zeit haben..." (sprich => Studenten), habe ich eine kleine Agentur in der Nachbarstadt/dorf gefunden, wo ich für 3 Wochen unterkommen konnte.
In dem Betrieb gab es 1nen Azubi und ein Ehepaar als Chef. Da mir die Praktikumszeit super gefallen hat und ich einiges gelernt habe (Photoshop, InDesign, Illustrator, Freehand), habe ich noch ein zweites Praktikium in der selben Agentur gemacht um bessere Bewerbungschancen zu bekommen. Jetzt (Klasse 12) bin ich kurz davor mich bewerden zu müssen. Die beiden Praktika haben mich keines Wegs davon abgehalten, mich als Mediengestalter zu bewerben!
*Thumbs up!* * Applaus, Applaus *
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