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Thema: Mediengestalter-Kreativ vom 29.04.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Ausbildung -> Mediengestalter-Kreativ
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Mönken
Threadersteller

Dabei seit: 09.01.2006
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Verfasst Sa 29.04.2006 11:56
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Mediengestalter-Kreativ

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Hallo!!

ich lese hier immer wieder von Leuten, die eine MG-Ausbildung machen und nicht kreativ sein können. Ich bin gerade im Praktikum in der Werbeagentur und mache ganz andere Erfahrung, denn ich darf richtig "gestalten"!!

Bin ich da wirklich die Ausnahme? Ein Beruf in einer Druckerei kann ich mir nämlich gar nicht vorstellen. Ich möchte immer KREATIV sein dürfen. Vielleicht kann ich in der Agentur sogar meine Ausbildung anfangen, also soll ich den Beruf gar nicht erlerne, wenn ich später doch nicht kreativ sein darf??

Schickt mal eure guten Erfahrungen!!
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radschlaeger
Moderator

Dabei seit: 10.12.2004
Ort: Neuss
Alter: 50
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 29.04.2006 12:27
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hi auch!
ich bin sicherlich kein maßstab, da ich kein "gelernter" mg bin. aber ich kann dir aus eigener erfahrung sagen, dass es sicherlich i.d.r. (ich möchte es NICHT verallgemeinern) ein unterschied, ob du in einer werbeagentur sitzt oder bei einerm druck(vorstufen)dienstleister.

u.a.
1. die atmospäre
2. die aufgabenstellungen

in werbeagenturen hast du sicher eher die möglichkeit, von so einer art direktor *zwinker* mal eine kreative arbeit zu bekommen.


aber wie schon angedeutet - ausnahmen bestätigen die regel. ich habe mich aber bisher jedenfalls in werbeagenturen deutlich wohler gefühlt als in prepressunternehmen.
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Sidschei

Dabei seit: 20.06.2003
Ort: Ponyhof
Alter: 108
Geschlecht: Männlich
Verfasst Sa 29.04.2006 15:58
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Ich denke auch, das das Aufgabenfeld von Unternehmen zu Unternehmen verschieden ist. Ich habe ebenfalls in einer Werbeagentur gelernt und hatte das große Glück zu mindestens 75% "kreativ" tätig sein zu dürfen. Fragen der Umsetzung wurden eher am Rande behandelt.
Heute arbeite ich in einer anderen Agentur - sogar ziemlich groß mit 100 Mitarbeitern. Diese ist vor 7 Jahren aus einem kleinen "New-Media"-Unternehmen hervorgegangen. Diese typische "altbackene" Agenturhierarchie mit CD, AD, Texter etc. ist dort abgeschafft. Wir arbeiten in Kreativ-Pools in denen auftragsspezifisch die Einzelaufgaben zugeteilt werden. In den Teams sind sowohl Mediengestalter als auch Dipl. Des., Juristen, Architekten, Betriebswirte. In den Teams herrscht Gleichberechtigung. Selbst wenn also ein Dipl. Des mit drin ist, hat der mir nicht zu sagen, was ich zu machen habe. Die "Rechtfertigung" hat immer nur dem ganzen Team gegenüber zu erfolgen. Insoweit gibt es auch kein reingequatsche in das Artwork von irgendeinem Vorgesetzten. Der einzige der da noch Wünsche anzubringen hat ist der Kunde.
Aber mir ist schon klar, das eine solch "freie" Berufsausübung im Angestellternverhältnis für einen MG sicher eher die Ausnahme ist.


Zuletzt bearbeitet von Sidschei am Sa 29.04.2006 17:56, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Benutzer 27313
Account gelöscht


Ort: -

Verfasst Sa 29.04.2006 18:03
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Das Hauptproblem ist der sehr eingeschränkte Begriff von Kreativität, den viele Leute hier haben. "Kreativität" bedeutet nicht nur mit Copics rumzukritzeln oder in Photoshop einen weiteren Filter anzuwenden. Kreativität bedeutet Lösungen für Problemstellungen zu finden. Und Problemstellungen, die mit Kreativität bewältigt werden müssen, tauchen in allen Bereichen auf, nicht nur in Werbeagenturen und nicht nur in der graphischen Branche.
Aber vielleicht meinst Du auch "gestalterisch" statt "kreativ"? Das sollte man nicht durcheinander werfen. Man kann (oder muss) auch durchaus häufig Gestalten ohne im geringsten Sinne kreativ zu sein.

Ich glaube sogar, dass für eine Ausbildung eine Druckerei oder ein Druckvorstufenbetrieb in vielen Fällen die bessere Wahl ist. Meist arbeiten diese Betriebe nah am Kunden und man hat eine gute Möglichkeit das Handwerkszeug zu erlernen.
In einigen Werbeagenturen wird einfach zu oberflächlich gearbeitet. Das beziehe ich nicht auf die Arbeitsleistung, sondern auf die technische Tiefe. Unsere Branche ist stärker als je zuvor von der Technik bestimmt. Man muss einfach zuerst lernen die Technik zu beherrschen und abzuschätzen, was machbar ist und was nicht, bevor man in sinnvoller Weise gestalterisch tätig sein kann.

Ich kann mich an eine Praktikantin errinnern, die in den Niederlanden Graphik-Design studiert hatte und unmittelbar vor ihrem Diplom stand. Sie konnte zwar gestalten, sogar kreativ, also problemlösend, aber was macht man später mit einer Datei, die 25 Sonderfarben enthält, die z.T. in verschachtelte EPS-Dateien eingebettet? Die wahre Kreativität hatten in diesem Fall die anderen Mitarbeiter, die den Krempel wieder auseinandersortieren mussten und das auf möglichst einfache Art.

Um die Werkzeuge und die Werkstoffe zu erlernen, sollte man lieber dort lernen, wo der Bezug dazu am engsten ist.
 
Account gelöscht


Ort: -
Alter: -
Verfasst So 30.04.2006 11:04
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Diesen Unterschied zwischen Werbeagentur und Druckerei bzw. Druckvorstufenbetrieb hab ich in der Ausbildung kennengelernt. Mir schien es immer so, als würde in einern Werbeagentur die technische Seite des Berufes beinahe komplett ignoriert - zumindest wurde denen in diese Richtung fast nichts beigebracht.
Ich persönlich bevorzuge da den kleinen Betrieb, in dem man auch mal selber den Weg der Druckplatte aus dem Rechner in den Belichter und zur Druckmaschine bewundern kann. Was bringt es mir, wenn ich supertolle Dinge in Photshop zusammenbastle und nicht mal weiß, ob die im Druck ebenfalls so toll rüberkommen? Wir hatten schon Daten von selbst- und offiziell ernannten Designern, die vor dem Druck erst mal für diesen komplett neu aufbereitet werden musste. Was bringt mir das? Außer ärger...

Meine Arbeit besteht zu 50% aus gestalterischer Kreativität und zu 50% aus Überlegungen zur technischen Realisation von Druckprodukten und mit dieser Lösung bin ich sehr zufrieden. So laufe ich nicht die Gefahr "kreativ auszubrennen" und kann in einer Ideenflautephase auch mal einfach nur Visitenkarten oder Bestellformulare setzen.
 
McMaren

Dabei seit: 06.09.2002
Ort: Düsseldorf
Alter: 36
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 30.04.2006 11:10
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Ich wollte gerade posten, dass "Kreativität" auch immer auslegungssache ist. Was ist denn "kreatives Arbeiten"?
Aber da ist mit bauchbieber schon zuvor gekommen. Lächel
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FloorFiller

Dabei seit: 18.04.2006
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Verfasst Mi 10.05.2006 12:05
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Ja ich selbst, habe eine Kochausbildung und danach eine Weiterbildung zum Fachwirt für Multimedia gemacht.
Dazwischen zahlreiche Praktika.
Zu meinem Glück konnte ich auch Selbstständig herumwerken und mich ausschöpfen.
Was gefehlt hat ist jemand (Profie) der mich da neu insperiete.

Aber ohne kreativität kann ich auch nicht viel machen.
Suche derzeit einen Umschulungsplatz als MG, also wer eine Adresse für mich hat nur her damit. (Rhein-Neckar-Kreis)

Wünsche euch allen viel Glück.

FloorFiller
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