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Thema: Kündigen aber wie am besten? vom 21.04.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Ausbildung -> Kündigen aber wie am besten?
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waldi2909
Threadersteller

Dabei seit: 29.03.2006
Ort: Magdeburg
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 21.04.2006 19:56
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Kündigen aber wie am besten?

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Hallo erst einmal,

ich habe ein kleines Problem. Und zwar möchte ich meine Ausbildung aufgeben, da ich es in meinem Betrieb und mit 95% der Kunden nicht länger aushalte. Das Problem ander ganzen Sache ist aber das ich die Kündigung so sauber wie möglich ablaufen lassen muß, da mein Vater auch mein Ausbilder und mein Cheff ein Koleriker (Coleriker??? Lächel) ist. Kann mit ihm also auch vorher nicht vernünftig darüber reden. Da er ja nun auch gerade meine Zwischenprüfung finanziert hat muß ich glaube ich auch erst einmal etwas warten, habe aber schon nen neuen Arbeitgeber der mich schnellst möglich haben möchte. Ach ja was soll ich sagen, alles sche***. Mein Vater darf aber keinen Schaden dadurch nehmen. Ein weiteres Problem ist auch das das mein cheff gerne Familienweise kündigt.

Brauche dringend sehr gute ratschläge. Danke schon einmal in Vorraus.
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Nimroy
Community Manager

Dabei seit: 26.05.2004
Ort: zwischen Köln und D'dorf
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Fr 21.04.2006 20:21
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Nur damit ichs verstehe:

    - dein Vater arbeitet im gleichen Betrieb wie du
    - dein Vater ist dein Ausbilder
    - dein Vater und dein Chef sind nicht die gleiche Person
    - dein Chef neigt zu Wutanfällen
    - du befürchtest auf Grund der Familienzugehörigkeit Repressalien für deinen Vater
    - du hast gerade die Zwischenprüfung erfolgreich abgeschlossen
    - du kannst im gleichen Lehrberuf in einem anderen Betrieb anfangen



Soweit richtig?


Da du Probezeit schon hinter dir gelassen hast, kannst du nur kündigen, wenn du einen anderen Beruf oder gar keine Lehre mehr machen möchtest. Es bleibt dir also nichts anderes übrig, als dich kündigen zu lassen bzw. den Vertrag aufheben zu lassen. Zu dem Thema findest du auch einiges hier im Forum.

Um den Wutanfällen vorzubeugen und auch keinen Familienstreit heraufzubeschwören, solltest du als aller erstes mit deinem Vater reden. Ein Gespräch unter Erwachsenen. Wenn du befürchten musst, dass das zu Hause in einem Desaster endet und du icht ernst genommen wirst (Väter neigen dazu *zwinker* ) dann lad deinen Vater doch mal auf ein Bier ein. Geh mit ihm in eine Kneipe und dann besprichst du alles. Leg dir natürlich ne Marschroute für den Gesprächsverlauf fest und üb die Darlegung des einen oder anderen Argumentes auch mal vor dem Spiegel. Und vor allem berichte auch von deinen Sorgen bezüglich "mitgefangen, mitgehangen".

Hast du deinen Vater auf deiner Seite, bist du schonmal ein ganzes Stück weiter. Dein Vater hat einige Jahre mehr Erfahrung auf dem Buckel und demnach wird er dir mit Sicherheit den ein oder anderen guten Rat geben können. Er kann deinen Chef auch bestimmt gut einschätzen und kann dir nen Tipp geben, wie die Reaktion wohl sein wird. Ist mit irgendwelchen Repressalien wie Erstattung der Prüfungsgebühr zu rechnen, kannst du das ja schon mal mit dem anderen Betrieb klären. Schilder offen und ehrlich dein Problem und man wird dir bestimmt irgendwie helfen können. Schließlich wollen die dich.

Taj, und dann kommt das Große Finale: Der Auftritt beim Chef. Am besten fertigst du schon mal den Entwurf eines Aufhebungsvertrages an (Infos bei IHK und hier im Forum) und damit gehts du zu deinem Chef, legst die Karten auf den Tisch und alles weitee ergibt sich. Mt deinem Vater dort zu erscheinen, halte ich übrigens für keine gute Idee, denn man wird in dem Augenblick nur das familiäre sehen und nicht seine Funktion als dein Ausbilder. Wenn dein Chef die Meinung deines Vaters hören will, wird er ihn danach fragen. Und jemand der sich im Gespräch schützend vor dich stellst, brauchst du nicht. Du bist alt genug um im stehen zu pinkeln und darfst schon mit Füller schreiben, dann bist du auch alt genug dein berufliches Weiterkommen zu organisieren.


Zuletzt bearbeitet von Nimroy am Fr 21.04.2006 20:37, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Benutzer 28450
Account gelöscht


Ort: -

Verfasst Sa 22.04.2006 14:13
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Soweit ich weiß, kannst du nur aus wichtigem Grund kündigen und in einem anderem Betrieb deine Ausbildung fertig machen! Bei einer normalen Kündigung, sperrt dich die IHK für den Beruf und die bisherige teils geleistete Ausbildung war quasi verschwendete Zeit. Ich glaub allerdings nicht, das persönliche Differenzen ein wichtiger Grund ist!? Vielleicht kannst du aber kündigen, und deinen Ausbildungsberuf umschreiben lassen!? Zum Beispiel: Du bist jetzt Mediengestalter für digital und Printmedien Fachrichtung Mediendesign Non Print dann schreib dich um zu Print!? Oder aber von Mediendesign zu Medienopperating. Bevor du handelst, sprech das ganze mit deinem Sachbearbeiter von der IHK ab.
 
FAWI

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Verfasst Sa 22.04.2006 17:51
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Seltsam... Du hälst es mit 95% der Kunden nicht mehr aus?
Du hast als Mediengestalter evtl immer viel Kontakt mit Kunden.
Meinst Du in deiner "neuen Firma" wird es besser?
Vielleicht hast du einen falschen Beruf gewählt?
Weiß dein neuer Arbeitgeber aus welchen Gründen du wechseln willst?
Hier ist schon das Vertrauen gebrochen wenn du die Unwahrheit erzählst
und du alle Schuld nur auf die anderen schiebst....

Vielleicht solltest du dein eigenes Verhalten unter die Lupe nehmen und ändern. * Such, Fiffi, such! *
Die Kunden und dein Chef werden sich kaum ändern.

Gruss
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waldi2909
Threadersteller

Dabei seit: 29.03.2006
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Verfasst So 23.04.2006 12:05
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Danke für die vielen guten Ratschläge,

das mit den Kunden ist so, die denken alle das sie ganz tolle Leute sind und nie Fehler machen. Leider ist es aber so das sie nur mist schicken und ich immer plötzlich daran schuld bin (Bsp.: fehlerhafte überdruckeinstellungen, kein PDF-X, kei oder zu wenig Beschnitt, ....). wir haben auch mehrere Dipl. Designer als Kunden und ich muß sagen das sind die schlimmsten.

Ich möchte nicht in eine andere Firma wechseln sondern den Beruf ganz aufgeben. Das wird mir nämlich langsam zu blöde. Jeden Tag zwischen 9 und 12 Stunden arbeiten, sich vollmachen zu lassen und mit gerademal 500€ für den Sch*** nach hause gehen. Das muß ich mir nicht läger geben.
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Nimroy
Community Manager

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Verfasst So 23.04.2006 12:10
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waldi2909 hat geschrieben:
Danke für die vielen guten Ratschläge,

das mit den Kunden ist so, die denken alle das sie ganz tolle Leute sind und nie Fehler machen. Leider ist es aber so das sie nur mist schicken und ich immer plötzlich daran schuld bin (Bsp.: fehlerhafte überdruckeinstellungen, kein PDF-X, kei oder zu wenig Beschnitt, ....). wir haben auch mehrere Dipl. Designer als Kunden und ich muß sagen das sind die schlimmsten.

Ich möchte nicht in eine andere Firma wechseln sondern den Beruf ganz aufgeben. Das wird mir nämlich langsam zu blöde. Jeden Tag zwischen 9 und 12 Stunden arbeiten, sich vollmachen zu lassen und mit gerademal 500€ für den Sch*** nach hause gehen. Das muß ich mir nicht läger geben.


Ich nehme alles zurück.

Ne, Quatsch, aber was du da schreibst, wird deinen Vater nicht unbedingt überzeugen, könnt ich mir vorstellen. Das ist nämlich ziemlich realitätsfremd. glaubst du wirklich in anderen Ausbildungsberufen ist alles eitel Sonnenschein? Glaub mir, da siehst ganz ähnlich aus.

Stattdessen könntest du aus den Problemen mit den Kunden eine Tugend machen. In dem du um Beispiel ein Merkblatt zur Datenanlieferung entwirfst. Das kannst du deinem Chef vorstellen mit der Begründung, dass durch die Mehrarbeit ihm ja Geld durch die Lappen geht. Würde man die Bestimmungen zum Auftragsbestandteil machen kann man jede Anpassung die durch Kundenfehler nötig ist in Rechnung stellen.

Aber das Argument zuviel Arbeit für zuwenig Geld klingt mehr nach Faulheit und Bequemlichkeit. Zumindest in Väter-Ohren. *zwinker*
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waldi2909
Threadersteller

Dabei seit: 29.03.2006
Ort: Magdeburg
Alter: 35
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 23.04.2006 16:22
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Zitat:

Stattdessen könntest du aus den Problemen mit den Kunden eine Tugend machen. In dem du um Beispiel ein Merkblatt zur Datenanlieferung entwirfst. Das kannst du deinem Chef vorstellen mit der Begründung, dass durch die Mehrarbeit ihm ja Geld durch die Lappen geht. Würde man die Bestimmungen zum Auftragsbestandteil machen kann man jede Anpassung die durch Kundenfehler nötig ist in Rechnung stellen.

Aber das Argument zuviel Arbeit für zuwenig Geld klingt mehr nach Faulheit und Bequemlichkeit. Zumindest in Väter-Ohren. *zwinker*


Haben wir schon bringt aber anscheinent nichts. Die haben von uns auch eine bebilderte Anleitung bekommen. Naja egal. Übrigens habe ich schon ne Ausbildung als Informatiker hatte blos keinen job gefunden und dieser hier hatte sich interessant angehört und ich dachte mir, das nimmst du einfach mal mit kann ja nicht schaden. fehler passieren halt.
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TBL

Dabei seit: 19.04.2006
Ort: Berlin
Alter: 28
Geschlecht: Männlich
Verfasst So 23.04.2006 17:07
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hallo,
ich würde mir das an deiner Stelle noch mals überlegen. Weist du mein Vater ist ebenfalls Chef, Ausbilder und Koleriker (Coleriker???, wie auch immer) und glaub mir es ist nicht immer ganz leicht und ich könnte wirklich ab und zu mal * Ich muß mich mal kurz übergeben... * . Doch wenn du es wirklich willst, dann musst du mit im mal Klarttext reden. So habe ich es auch gemacht.
Naja, wenn andere meinen es gäbe bessere Wege sollen sie mich korriegieren.
Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück bei deiner Entscheidung
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