Dabei seit: 30.03.2011 Ort: - Alter: - Geschlecht:
Verfasst Mi 30.03.2011 17:24 Titel
Bewerbung MG Kritik
Hey,
ich bin vor kurzem auf dieses Forum hier gestoßen und begeistert über die vielen konstruktiven Beiträge.
Deshalb wollte ich auch mal mein Glück versuchen und hoffe einige ebenso konstruktive Kritiken zu meinen Bewerbungsunterlagen zu erhalten.
Dabei seit: 03.05.2004 Ort: Mal hier, mal da. Alter: 36 Geschlecht:
Verfasst Mi 30.03.2011 22:53 Titel
Hallo Tobi,
als ich dein Bewerbungsschreiben las musst ich echt ein bisschen grinsen. Ich habe nämlich aus fast ähnlichen Gründen mein Studium des Bauingenieurwesens im Jahr 2000 an den Nagel gehängt und auch auf Grund eines fachübergreifenden Kurses in Mediengestaltung darin meine wahre Berufung gefunden
Dein Bewerbungsschreiben ist stilistisch und formel gut und jeder halbwegs gescheite Agentur- oder Personalchef sollte dir, sofern Stellen frei sind, eine Chance geben. Du solltest dem ganzen möglichst einige Arbeitsproben beifügen.
Einige Sätze würde ich weniger negativ formulieren wie z.B.
stattüber die Internetseite der Bundesagentur für Arbeitlieber"Bei meinen Recherchen über die Ausbildung zum Mediengestalter" stattbreche ich das Studium ab) lieber "habe ich den Entschluss gefasst mich beruflich neu zu orientieren."
Da du dich im Fachbereich "Gestaltung und Technik" bewirbst gehe ich mal davon aus, dass die konzeptionelle und kreative Arbeit nicht dein Schwerpunkt sein soll. Dann wäre "Konzeption und Visualisierung" die bessere Wahl. In dem von dir gewählten Fachbereich gibt es noch eine Unterscheidung in Print- und Digitalmedien. Das solltest du vorher prüfen wo der Schwerpunkt bei den Unternehmen liegt. Nicht das sich erst im Bewerbungsgespräch herausstellt, dass die einen Webdesigner suchen und liber Print machen möchtest. Wäre peinlich.
Dabei seit: 08.06.2006 Ort: Essen Alter: 57 Geschlecht:
Verfasst Do 31.03.2011 07:35 Titel
Endlich mal ein Bewerbungsschreiben, das man nicht mit dem Rotstift sezieren muss/möchte ...
Allerdings schenke ich dir hiermit einige Kommata (,,,,,,,,,,,,,,,,,), die duvielleicht noch sinnvoll und sinnrichtig "einstreuen" solltest ...
Ansonsten zwar trocken aber korrekt ...
Gruß Frank
Ich weis ja nicht wie Ihr das so seht aber ich fand schon den ein oder anderen Rechtschreibfehler. Nach meinem bescheidenem grammatikalischen Grundansatz wir das Synonym "von Nutzen sein" der Nutzen zumindest groß geschrieben auch, wenn danach ein ist folgt. "Von Nutzen ist" ist Umgangssprache. Besser ist "wird von Nutzen sein".
Nächster Tipp:
Kürzer.
Was interessiert:
Woher du xy gesehen hast? Nö.
Was du alles schon abgebrochen hast? DoppelNö - (wirft eher ein negatives Licht auf dich)
Was du alles kannst? Ja, jedoch nicht so ausschmücken - Chefs haben wenig Zeit
Praktisch heist das als erstes, bevor ich die mit allen Unterlagen zutexte, einen sog. "Call of Interest" stellen:
Zitat:
Sehr geehrte Frau Müller Pimpe,
auf der Suche nach einem geignetem Ausbildungsplatz zum Mediengestalter ist mir die Internetseite Ihres Unternehmens positiv aufgefallen. Sie bieten all die Tätigkeiten an die mich interessieren.
Ich komme selbstverständlich nicht komplett unerfahren zu Ihnen. Ich besitze schon einige Vorkenntnisse auf den Gebieten der termingerechten Konzeptentwicklung, kenne mich bestens mit PC und Mac aus. Auch Programme wie Photoshop, Illustrator und CAD Programme wie Archicad und Maya sind mir keineswegs fremd.
Habe ich nun Ihr Interesse geweckt, scheuen Sie nicht davor mich einzuladen, ich würde mich sehr freuen.
Wozu denn immer gleich den ganzen Sabber mitschicken?
Wenn da Interesse bekundet wird, macht man einen Termin aus und der Bewerber bringt dann seine Arbeiten einfach mit, denn entweder hat er die ausgedruckt oder 9.99 € in einen USB Stick investiert.
Ich bin zufälligerweise ein Selbständiger in diesem Gewerbe und meine Zeit ist mir sowie meinen Kunden eindeutig zu kostbar als dass ich diese damit vergeude mir irgendwelche superdupertollen Designs anzuschauen. Auch wenn der Bewerber mir sowas schicken würde könnte ich die Arbeiten nur unter Anleitung interpretieren, denn alleine aus dem Machwerk geht oft nicht hervor wieviel Anteil der Bewerber an der Produktumsetzung hatte. Hat er die Idee gehabt? Hat er nur das Schriftbild ausgewählt? Hat er sich mit dem Kunden auseinander gesetzt? Arbeitete er auf Weisung? All diese Fragen beantworten mir nicht irgendwelche Ausdrucke und ist der Bewerbungsbrief dicker als 5mm geht das Teil ohnehin ungeöffnet zurück.
AIDA Formel - simpelstes Marketing
Attention - Call of Interest
Interesst - "Honig ums Maul schmieren" "Sie sind mir positiv aufgefallen - Sie machen genau das was ich suche"
Desire - "Aufzählen was ich kann - macht mich als Schreiber interessant, begehrenswert"
Action - "Terminvereinbarung - und alles andere kann man besprechen"
Das immer so ein Zirkus um das Thema Bewerbungen und die perfekte Mappe gemacht wird, versteh ich nicht. Wie gesagt: Marketing unterste Schublade.
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