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Thema: Betriebliche Ausbildung mit mittlerer Reife? vom 16.10.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Ausbildung -> Betriebliche Ausbildung mit mittlerer Reife?
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C.E.Meissner
Threadersteller

Dabei seit: 16.10.2006
Ort: Bayern
Alter: 28
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mo 16.10.2006 14:51
Titel

Betriebliche Ausbildung mit mittlerer Reife?

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Aha: Erst denken..hab ich gemacht..dann suchen..nix darüber gefunden..dann posten..Los geht´s! Grins

Hallo an alle Leser dieses Posts!

Soweit ich das beurteilen kann, ist das hier ein ganz schön belebtes Forum, wo auch auf die scheinbar abgedroschensten Themen wie "Is meine Bewerbung nu toll?" nach wie vor liebevollst (...) geantwortet wird! Da kommt Freude auf!! *bäh*

Meine persönliche Frage ist kurz und bündig folgende:

Ich bin 18, bin nach der 10. runter vom Gymnasium und frage mich nach intenisver Auseinandersetzung, ob es möglich ist, dass ich mit mittlerer Reife einen Ausbildungsplatz als Mediengestalter Fachrichtung Mediendesign kriegen kann!
~~
Nun, was meine ich mit "intensiver Auseinandersetzung"?
Ich möchte das Abitur aus vielerlei Gründen nicht machen und denke, es ist für mich stattdessen das Beste, eine betriebliche Ausbildung zu meinem Wunschberuf zu machen. Und dieser wäre nämlich der Mediengestalter!

Leider hab ich in den vergangenen Jahren zu viel fern gesehen,Videospiele gespielt und gekifft. Will sagen, ich habe erst vor kurzem damit angefangen, nachzudenken: Was will ich nach der Schule eigentlich machen?
Die vielen Erwachsenen um mich herum gaben mir sogleich den Tip: Such nach deinen Stärken!
Hab ich auch, und heraus kam, dass mir nichts mehr liegt wie meine kreative Ader. Ich male und zeichne gerne, schreibe und bastele meine Geburtstagsglückwunschkarten am liebsten selber. Wirklich gerne würde ich mein Hobby, das Gestalten, zum Beruf machen.

Ein eigenes Werbekonzept entwickeln. Mir tolle Slogans einfallen lassen. (das ist jetzt für manche ein wenig schnulzig:) Mit der Macht der Bilder Menschen ansprechen, für ein Produkt begeistern!
Also habe ich mich rangesetzt und versucht und versucht, an den Beruf Mediengestalter auf den von mir gewünschten Wege der betrieblichen Ausbildung ranzukommen. Für diesen Zweck habe ich mir eine Powerpoint- Präsentation als Bewerbung einfallen lassen..
Leider ist bisher nix daraus geworden. * Nee, nee, nee *

Was ein gesundes Selbstvertrauen lange nicht davon abbringt, es wieder und wieder zu versuchen!! *Thumbs up!*

Leider schwindet besagtes Vertrauen bei mir langsam, den die meisten Gründe der Absage waren nämlich, dass der Abschluss zu niedrig wäre, jemand schon gefunden wurde (jaja..) und dass die Noten zu schlecht (habe in einer von 3ern und 4ern dominerten Landschaft eine 5..in Mathe... * Ich geb auf... *) sind.

Nach mittlerweile schon einigen Absagen stellt sich mir wirklich langsam die Frage: Ist das denn auch so?
Kommt man an den Beruf Mediengestalter mit mittlere Reife und nicht ganz so prächtigen Noten wirklich nicht heran? Habe um meine Noten besser dastehen zu lassen den Quali gemacht. Naja, selbst da in Mathe nur eine 4, aber dafür in Englisch und Deutsch eine 1 Lächel !)

Meine (von meiner tollen Familie unwarscheinlich schnell ausgesprochenen) Befürchtungen wurden hier im Forum verstärkt, da ich meist lese:"Nach dem Abitur..Nach der FH Gestaltung..Nach dem Grafik-Studium.. habe ich usw.."

In einem Thread hat jemand seine Webdesign-Arbeiten mit der Frage gepostet, ob er für den Beruf "Mediengestalter" geeignet sei, woraufhin mehrere meinten, seine Arbeiten haben höchstens Anfänger/Tutorial-Qualität, von eigener Kreativität nix zu sehen und er solle sich wohl einen anderen Beruf wählen!

Naja, überragend fand ich jene Arbeiten auch nicht gerade, jedoch weiß ich, dass ich mit meinem momentanen Wissen nicht in der Lage wäre, so etwas überhaupt zu erstellen! Zudem habe ich von einigen Begriffen, die in diesem Zusammenhang gefallen sind, noch nie etwas gehört! Ich gebe mir wirklich Mühe, mein Defizit in solchen Sachen aufzholen, aber lohnt isch das denn überhaupt für jemanden in meiner Situation?

Was meint ihr Mediengestalter da draussen? Habe ich trotzdem eine Chance?Es geht jetzt nicht darum, noch was für das Ausbildungsjahr 2006/2007 zu kriegen, es ist eine essentielle Frage!
Ich habe mir bereits einen Alternativberuf ausgesucht, den meine tolle Familie selbstverständlich viel besser findet-ist auch wirklich ein interessanter Beruf. Mein Wunschberuf ist jedoch Mediengestalter!

Vielen Dank fürs Lesen und für schonungslose, jedoch nicht unfaire Antworten!
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citronella

Dabei seit: 10.05.2006
Ort: köthen
Alter: -
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mo 16.10.2006 15:06
Titel

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also ich sag mal so es gibt chefs die schauen auf noten es gibt aber auch wieder welche die schauen was der typ kann (kreativ und ob er ins team passt)!
so war es bei mir mein chef hat sich nicht nach noten entschieden sondern ob ich ins team passe oder nicht und das hab ich mit vielen praktika und freientagen wo ich arbeiten war immer gezeigt!
also ich würde dir sagen wenn du nächstes jahr ne ausbildung machen willst schau einfach ob du nen praktikum findest (1jahr) und ob die dich dann vielleicht gleich nehem weil so kannste zeigen ob du was kannst oder net und wenn du was kannst schaut sicher keine mehr auf noten
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xyclope

Dabei seit: 18.11.2004
Ort: Augusta Treverorum
Alter: 12
Geschlecht: Männlich
Verfasst Mo 16.10.2006 15:25
Titel

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citronella hat geschrieben:
also ich sag mal so es gibt chefs die schauen auf noten es gibt aber auch wieder welche die schauen was der typ kann (kreativ und ob er ins team passt)!
so war es bei mir mein chef hat sich nicht nach noten entschieden sondern ob ich ins team passe oder nicht und das hab ich mit vielen praktika und freientagen wo ich arbeiten war immer gezeigt!
also ich würde dir sagen wenn du nächstes jahr ne ausbildung machen willst schau einfach ob du nen praktikum findest (1jahr) und ob die dich dann vielleicht gleich nehem weil so kannste zeigen ob du was kannst oder net und wenn du was kannst schaut sicher keine mehr auf noten


Wäre ja auch gelacht, wenn Dein Chef Dich wegen Deiner Rechtschreibung genommen hätte.

BTT:
Schau mal.

Zwar extremer, aber im Grunde das selbe Lächel
http://www.mediengestalter.info/forum/18/habe-ich-eine-chance-69736-1.html
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c_writer
Account gelöscht


Ort: -

Verfasst Mo 16.10.2006 15:26
Titel

Re: Betriebliche Ausbildung mit mittlerer Reife?

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C.E.Meissner hat geschrieben:


Ein eigenes Werbekonzept entwickeln. Mir tolle Slogans einfallen lassen. (das ist jetzt für manche ein wenig schnulzig:)


Nee, nicht schnulzig. Aber auch nicht das, was MGs in der Regel machen. Das solltest Du wissen. Es kommt natürlich immer darauf an, wohin es einen oder eine verschlägt - aber 95% oder mehr aller Mediengestalter machen nicht das, was Du gern machen würdest. Der Mediengestalter ist der Handwerker der Werbung, nicht der Architekt. Der MG setzt um, was sich andere ausdenken - ein Werbekonzept entsteht in Abstimmung mit Kunde und den Beratern der Agentur in den Köpfen und auf den Rechnern von Art Directoren, Konzeptern, Textern. Für die tollen Slogans - vielleicht 1% seiner Arbeit - ist der Texter zuständig. Du als MG machst das Ganzen dann "rund", die druckfähigen Vorlagen kommen von Dir.

Zitat:
Für diesen Zweck habe ich mir eine Powerpoint- Präsentation als Bewerbung einfallen lassen..
Leider ist bisher nix daraus geworden. * Nee, nee, nee *


Ja. Da solltest Du Dir andere Formen einfallen lassen. Lieber 'ne gute klassische Bewerbung auf Papier mit Arbeitsproben, als Powerpoint. Ich kann nicht sehen, was für Programme Du kennst und was Du damit bisher gemacht hast. Möchtest Du darüber mal ein bisschen erzählen?

Zitat:
Was ein gesundes Selbstvertrauen lange nicht davon abbringt, es wieder und wieder zu versuchen!! *Thumbs up!*

Nach mittlerweile schon einigen Absagen stellt sich mir wirklich langsam die Frage: Ist das denn auch so?


Tendentiell, ja.

Zitat:
Kommt man an den Beruf Mediengestalter mit mittlere Reife und nicht ganz so prächtigen Noten wirklich nicht heran?


Du hast es einfach viel schwerer. Mediengestalter ist ein 'Modeberuf', auch weil viele falsche Vorstellungen von ihm haben. Das heisst es gibt viel mehr Bewerber, als Lehrstellen. Und da haben selbst Leute mit einem durchschnittlichen Abi bessere Chancen, als jemand wie Du mit einem eher schlechten Realschulabschluss, der durch Abbruch des Gymnasiums zustande kam. Hast Du Arbeitsproben in Deine Bewerbung eingebaut? Wenn ja, was für welche?

Zitat:
Habe um meine Noten besser dastehen zu lassen den Quali gemacht. Naja, selbst da in Mathe nur eine 4, aber dafür in Englisch und Deutsch eine 1 Lächel !)

Meine (von meiner tollen Familie unwarscheinlich schnell ausgesprochenen) Befürchtungen wurden hier im Forum verstärkt, da ich meist lese:"Nach dem Abitur..Nach der FH Gestaltung..Nach dem Grafik-Studium.. habe ich usw.."


Ja. Abi ist immer gut. Etwa, wenn man eine Lehre als Basis benutzt, um anschließend zu studieren. Zumal dann, wenn man nicht der Handwerker, sondern gleich der Architekt sein will. Keine Frage - auch als gelernter Mediengestalter kann man sich mit harter Arbeit hochdienen, irgendwann Art Director werden oder Konzepter. Letztlich kommt es immer darauf an, was jemand kann. Aber ein Studium gibt einem einfach viel mehr Möglichkeiten, rauszufinden, was man denn kann und gerne macht.

Zitat:
Naja, überragend fand ich jene Arbeiten auch nicht gerade, jedoch weiß ich, dass ich mit meinem momentanen Wissen nicht in der Lage wäre, so etwas überhaupt zu erstellen! Zudem habe ich von einigen Begriffen, die in diesem Zusammenhang gefallen sind, noch nie etwas gehört! Ich gebe mir wirklich Mühe, mein Defizit in solchen Sachen aufzholen, aber lohnt isch das denn überhaupt für jemanden in meiner Situation?


Ich würde Dir empfehlen, dass Du erstmal versuchst, an einen Praktikumsplatz zu kommen. Nicht für zwei Wochen, sondern für mindestens drei Monate. Dann kannst Du mal überprüfen, ob das wirklich das ist, was Du machen willst. Siehst, was MGs wirklich machen. Und Du hast eine gute Referenz.

Aber vorher musst Du Dich wahrscheinlich in die gängigen Programe einarbeiten. Photoshop, InDesign etc. Denn auch für Praktika stehen die Leute Schlange. Und einen Praktikanten, der praktisch nichts kann, nimmt eigentlich niemand. Der bindet nur teure Kapazitäten. Oder arbeitest Du schon damit? Dann zeig' doch mal was.

c_writer
 
Bluegirl3112

Dabei seit: 24.03.2004
Ort: -
Alter: 32
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mo 16.10.2006 15:31
Titel

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Aaaaaalso,
ich habe direkt nach der Realschule noch ein Jahr Fachoberschule Sozialwesen gemacht, habe aber gemerkt dass das nu gar nichts für mich ist und hab mich dann auch als Mediengestalterin beworben und habe dann zum Glück auch einen Platz bekommen!!! Hatte also auch "nur" nen normalen Realschulabschluss!! Mein Chef hat da zum Glück auch nicht soooo auf die Noten geschaut!
Habe dann nach der Ausbildung noch ein Jahr FOG gemacht (Fach-Abi) und konnte dann zum Glück wieder bei meiner Ausbildungsfirma anfangen, da die Auftragslage wieder besser geworden ist!!!
Aber die Chancen für dieses Jahr noch eine Stelle zu bekommen sind denk ich eher schlecht! Würd auch erst mal versuchen noch ein Praktikumsplatz zu bekommen und für das nächste Jahr noch mal dein Glück probieren!
Aber auf jeden Fall viel Glück * Ja, ja, ja... *
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Benutzer 27313
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Ort: -

Verfasst Mo 16.10.2006 16:28
Titel

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Deine Situation noch einmal kurz zusammengefasst:
Du bist 18 Jahre alt und hast das Gymnasium nach der 10.(?) Klasse mit dem Realschulabschluss verlassen. Deine Noten bewegen sich zwischen befriedigend und ausreichend, wobei Mathematik mangelhaft ist. Du hast erst vor kurzem angefangen, Dich mit Deiner beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen und bist, weil Du gerne Glückwunschkarten bastelst und eine "kreative" Ader hast, auf den Beruf des Mediengestalters gekommen. Erfahrungen in gängigen Programmen oder gestalterische Grundkenntnisse hast Du nicht. Für eine Bewerbung hast Du schoneinmal eine Powerpoint-Präsentation gemacht. Mittlerweile hast Du einige Bewerbungen verschickt, welche nie positiv waren. Deine Eltern raten Dir dazu die Schule weiterzumachen.

Ich möchte bei Dir keine falsche Hoffnungen wecken und deshalb werde ich Dir sagen, wie es ist: Ich würde Dich nicht einstellen. Nicht weil Du für diese Ausbildung nicht geeignet wärst, sondern weil es Leute gibt, die schon mehr können oder zumindest eine bessere Vorbildung haben. Die meisten Betriebe bilden nicht aus, weil sie so nett sind, sondern weil sie sich etwas davon versprechen.

Zusätzlich möchte ich mich meinen Vorrednern anschließen und ein Missverständnis aus der Welt räumen: Der Job des Mediengestalters erfordert nicht mehr und nicht weniger Kreativität, als der Job eines anderen Handwerkers. Die weitaus größte Zahl der Mediengestalter macht meist relativ eintönige und wiederholende Tätigkeiten. Es ist einfach von extrem wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht die Aufgabe des Mediengestalters "Werbeslogans zu entwickeln" oder "die Macht der Bilder zu nutzen", wie Du es Dir vorstelltst.

Ich denke, dass sich z.B. ein Auszubildender in einer Versicherung in nicht wenigen Fällen ebenso stark oder schwach kreativ betätigen kann. Die Vorstellung vom Job des Mediengestalters basiert auf einem Zerrbild der Wirklichkeit, welches von den Medienschaffenden transportiert wird und an dieser Stelle selbstmasturbativ immer wieder rezitiert wird. Interessanterweise hat dieses Trugbild fast jeder im Kopf, welcher sich für diese Ausbildung interessiert oder mit dieser Ausbildung beginnt. Hier liegt aber auch ein wesentliches Informationsdefizit, welches seitens der IHK zugunsten der Betriebe, wissentlich oder nicht, aufrecht erhalten wird.

Wenn ich Dir einen Rat geben darf: Hör auf Deine Eltern und mach Dein Abitur oder zumindest das Fachabitur. Danach kannst Du Dich immer noch für eine Ausbildung entscheiden.
 
C.E.Meissner
Threadersteller

Dabei seit: 16.10.2006
Ort: Bayern
Alter: 28
Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mo 16.10.2006 18:44
Titel

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bauchbieber hat geschrieben:
Deine Situation noch einmal kurz zusammengefasst:
Erfahrungen in gängigen Programmen oder gestalterische Grundkenntnisse hast Du nicht.


Ich weiß schon mehr wie andere Anfänger darüber Bescheid! *Whaazzzz uppp?*
bauchbieber hat geschrieben:

Deine Eltern raten dir dazu die Schule weiterzumachen.

Nein, das raten sie nicht. Sie sind beide keine Akademiker und halten nicht viel vom "Abitur machen", weil es ja auch ohne zu etwas gebracht haben usw.. Früher war ja alles anders,usw.. * Ich will nix hören... *
bauchbieber hat geschrieben:

Die Vorstellung vom Job des Mediengestalters basiert auf einem Zerrbild der Wirklichkeit, welches von den Medienschaffenden transportiert wird und an dieser Stelle selbstmasturbativ immer wieder rezitiert wird.
Interessanterweise hat dieses Trugbild fast jeder im Kopf, welcher sich für diese Ausbildung interessiert oder mit dieser Ausbildung beginnt. Hier liegt aber auch ein wesentliches Informationsdefizit, welches seitens der IHK zugunsten der Betriebe, wissentlich oder nicht, aufrecht erhalten wird.

selbstmasturbativ..okaay?.. Au weia!.. Und warum wird ein falsches Bild transportiert?

Nochmals Danke für die Antworten! Anscheinend bin ich diesem (gewollten?) Zerrbild zum Opfer gefallen..
Ein Handwerker..kein Architekt.. Aha!
Bluegirl3112 hat geschrieben:

Würd auch erst mal versuchen noch ein Praktikumsplatz zu bekommen und für das nächste Jahr noch mal dein Glück probieren!
Aber auf jeden Fall viel Glück * Ja, ja, ja... *

Danke! *bäh*

c_writer hat geschrieben:

Da solltest Du Dir andere Formen einfallen lassen. Lieber 'ne gute klassische Bewerbung auf Papier mit Arbeitsproben, als Powerpoint. Ich kann nicht sehen, was für Programme Du kennst und was Du damit bisher gemacht hast. Möchtest Du darüber mal ein bisschen erzählen?

Ich habe immer eine schriftliche Bewerbung geschickt und die Präsentation als CD hinzugefügt...
Habe schon einige Grundkenntnisse in Photoshop 7 und Netobjects Fusion... Ich komme da zwecks der konkreten Erlernung allerdings zu keinem grünen Zweig, v.a. beim Photoshop..


Zuletzt bearbeitet von C.E.Meissner am Mo 16.10.2006 18:45, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Benutzer 27313
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Ort: -

Verfasst Di 17.10.2006 01:19
Titel

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C.E.Meissner hat geschrieben:
bauchbieber hat geschrieben:
Deine Situation noch einmal kurz zusammengefasst:
Erfahrungen in gängigen Programmen oder gestalterische Grundkenntnisse hast Du nicht.


Ich weiß schon mehr wie andere Anfänger darüber Bescheid! *Whaazzzz uppp?*
bauchbieber hat geschrieben:

Deine Eltern raten dir dazu die Schule weiterzumachen.

Nein, das raten sie nicht. Sie sind beide keine Akademiker und halten nicht viel vom "Abitur machen", weil es ja auch ohne zu etwas gebracht haben usw.. Früher war ja alles anders,usw.. * Ich will nix hören... *

However, mach auf jeden Fall Dein Abi. Was in dieser Branche in Zukunft gebraucht wird, sind hochqualifizierte Leute. Und das in großer Anzahl. Mit der Ausbildung zum Mediengestalter hast Du eine gute Grundlage. Danach möchtest Du aber eventuell studieren. Allein die Möglichkeit würdest Du Dir dadurch verbauen, dass Du kein Abitur/Fachabitur hast.

Was Deine praktischen Fähigkeiten anbelangt: Die kann ich natürlich schwer einschätzen, ohne Arbeitsproben gesehen zu haben. Fest steht allerdings: Wenn Du in einer Bewerbung überhaupt eine Chanse haben willst, ist es essentiell wichtig, dass Du Deine schlechten Noten durch eine gute Bewerbung versuchst rauszuhauen. Da reicht keine Powerpoint-Präsentation (abgesehen davon, dass dies sowieso das falsche Programm ist).


C.E.Meissner hat geschrieben:
bauchbieber hat geschrieben:

Die Vorstellung vom Job des Mediengestalters basiert auf einem Zerrbild der Wirklichkeit, welches von den Medienschaffenden transportiert wird und an dieser Stelle selbstmasturbativ immer wieder rezitiert wird.
Interessanterweise hat dieses Trugbild fast jeder im Kopf, welcher sich für diese Ausbildung interessiert oder mit dieser Ausbildung beginnt. Hier liegt aber auch ein wesentliches Informationsdefizit, welches seitens der IHK zugunsten der Betriebe, wissentlich oder nicht, aufrecht erhalten wird.

selbstmasturbativ..okaay?.. Au weia!.. Und warum wird ein falsches Bild transportiert?
[/quote]
Diese Frage ist nicht in einem Satz zu beantworten. Das hat sicherlich auch mit dem ungeahnten Erfolg der Umbenennung der Ausbildung von "Setzer", "Druckvorlagenhersteller"... in "Mediengestalter" verknüpft mit tollen Worten wie "Design" und "Operating" zu tun. Diese Handwerksberufe wollte komischerweise niemand machen. Nachdem der neue Ausbildungsberuf geschaffen war, war ein riesiger Run auf diesen Beruf zu verzeichnen. Der Aufgabenbereich hat sich aber allein durch die Namensgebung nicht geändert, sondern nur als Funktion des technischen Fortschritts. Da die IHK einen enormen Einfluss auf die Ausbildung hat und diese eine Interessenvertretung der Unternehmen ist, mag es durchaus verständlich sein, dass die Unternehmen lieber zu viele als gar keine Bewerber haben. Der riesige Ansturm führte dann erst zu der absurden Situation, dass auf einmal hauptsächlich Leute mit Fachabitur, Abitur, mehreren Praktika oder Studium angenommen wurden. Für die Unternehmen ein Glücksfall. Für den Beruf als solches eine Katastrophe: Viele fühlen sich chronisch unterfordert oder ausgebeutet, da sie dachten, einen hippen Medienberuf zu erlernen, der Job aber letzlich Handwerk ist. Es ist einfach i.d.R. nicht die Aufgabe "kreativ" (wenn ich mich mal diesem Worte in der häufig verstandenen Weise bedienen darf) zu arbeiten, sondern die Ideen anderer technisch sauber umzusetzen. Klar es gibt Ausnahmen. Häufig ist man als Mediengestalter aber wirklich nur ausführende, technisch arbeitende Kraft. Nicht das diese Leute nicht gebraucht werden, aber dem in den Medien wiedergegebenen Bild entspricht das nicht.

Die frustierten Mediengestalter strömen nun alle an die Gestaltungshochschulen. Folge ist ein Kompensation durch private Anbieter. Die Qualität sinkt, die Preise für die Ausbildung steigen, die Löhne sind im Keller.

Hier rennnen auch noch genügend Mediengestalter rum, die wirklich meinen, dass sie als gestalterisch federführend eingesetzt würden, wenn, ja wenn sie nur den richtigen Job bekämen. Da dies aber nie eintreten wird, und weil man einfach genauso als OP-Schwester auch nie allein operieren wird, gestalten viele in ihrer Freizeit vor sich hin und lassen nach außen heraushängen wie verdammt "KREATIV" sie sind.
 
 
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