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Thema: Behindert was soll ich tun? vom 15.06.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Ausbildung -> Behindert was soll ich tun?
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plasticangel

Dabei seit: 07.03.2006
Ort: köln
Alter: 32
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 18.06.2006 11:55
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Pedawan hat geschrieben:



Ja Autismus habe ich auch bekommen... später als man gemerkt hat, dass ich ja doch ein bißchen was kann, bekam ich das Asperger Syndrom.

Das wusste ich damals zu diesem Zeitpunkt gar nicht. Also was ich alles diagnostiziert bekam. Ich hab mich später aber dann informiert und fand mich im Asperger Syndrom wirklich fast komplett wieder - und ich habe mich damals auch nur über psychische Symtome informiert.

Jetzt werde ich auch noch auf eine Infektionskrankheit untersucht, woher dann meine Schmerzen kämen (aber auch noch einige andere Psychoproblematiken).

Ich hab halt Schmerzen im Bein und in den Füßen, sowie den Gelenken...


gibts auch was, was du nicht hast?? vielleicht auch einfach nur eine zu gute einbildungsgabe. oder auch hypochonder. meine diagnose wär ja letzters.

@all. mir gelingen als auch ab und zu "meisterwerke" - so geht es wahrscheinlich allen ab und zu - deswegen gilt man aber nicht als hochbegabt. und spielt euch doch nicht allle immer auf wie die guten samariter.
und gesundes misstrauen hat noch keinem geschadet.
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theGRUNGEone

Dabei seit: 13.12.2005
Ort: Leipzig | Essen
Alter: 32
Geschlecht: Weiblich
Verfasst So 18.06.2006 11:56
Titel

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plasticangel hat geschrieben:
Pedawan hat geschrieben:



Ja Autismus habe ich auch bekommen... später als man gemerkt hat, dass ich ja doch ein bißchen was kann, bekam ich das Asperger Syndrom.

Das wusste ich damals zu diesem Zeitpunkt gar nicht. Also was ich alles diagnostiziert bekam. Ich hab mich später aber dann informiert und fand mich im Asperger Syndrom wirklich fast komplett wieder - und ich habe mich damals auch nur über psychische Symtome informiert.

Jetzt werde ich auch noch auf eine Infektionskrankheit untersucht, woher dann meine Schmerzen kämen (aber auch noch einige andere Psychoproblematiken).

Ich hab halt Schmerzen im Bein und in den Füßen, sowie den Gelenken...


gibts auch was, was du nicht hast?? vielleicht auch einfach nur eine zu gute einbildungsgabe. oder auch hypochonder. meine diagnose wär ja letzters.

@all. mir gelingen als auch ab und zu "meisterwerke" - so geht es wahrscheinlich allen ab und zu - deswegen gilt man aber nicht als hochbegabt. und spielt euch doch nicht allle immer auf wie die guten samariter.
und gesundes misstrauen hat noch keinem geschadet.


eh lies ordentlich.
leute wie du würden auch kleine kinder ....

geht mir aufn keks.
genug OT.

pedawan, zeig mal was.
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Benutzer 27313
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Verfasst So 18.06.2006 12:44
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Zitat:
Ja ich will wissen, ob es noch was bringt sich jetzt noch für dieses Jahr zu bewerben. Die Chancen stehen ja eher schlecht, und vor allen Dingen deshalb, weil ich ja noch nicht vollständig gesund bin...


Das Ausbildungsjahr startet im August oder September oder so. Natürlich haben die meisten Ausbildungsbetriebe schon neue Auszubildende. Aber es springen auch immer noch einige wieder ab. Einen Versuch ist es immer wert.
Ob du die Ausbildung gesundheitlich schafftst, können wir nicht einschätzen.

Zitat:
Egal, ob für jetzt oder nächstes Jahr: Wie meint ihr sollte ich es am besten anstellen?

Mit einer Bewerbung.

Zitat:
Vielleicht zeig ich euch meine Sachen irgendwann mal. Jetzt möchte ich aber nicht. Sooo toll bin ich aber auch nicht...

Musst du auch nicht. Hier hättest Du allerdings eine Plattform, bei der Du Dir kritischen Rat zu Deinen Arbeiten holen könntest. Danach wäre es auch leichter abzuschätzen, ob das dieses Jahr noch eine Chance hat.
 
out

Dabei seit: 14.11.2002
Ort: koblenz
Alter: 32
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Verfasst So 18.06.2006 14:06
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ich habe auch schon von borderline über burnoutsyndrom und lapidarer faulheit bis hin zu einer mittelgradigen depression alles diagnostiziert bekommen. psychologische medizin steckt noch in den kinderschuhen habe ich das gefühl.

tatsächlich glaube ich, dass das beklopptsein hinsichtlich der kreativität eine tugend ist. es ist eine gratwanderung zwischen abgrund und luftigen höhen.

das wort zum sonntag.
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Benutzer 27313
Account gelöscht


Ort: -

Verfasst So 18.06.2006 14:50
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Zitat:
tatsächlich glaube ich, dass das beklopptsein hinsichtlich der kreativität eine tugend ist. es ist eine gratwanderung zwischen abgrund und luftigen höhen.


Das mag durchaus richtig sein. Es fallen einem spontan ja auch genug Beispiele für "bekloppte" kreative Menschen ein.

Trotzdem glaube ich das das "Bekopptsein" leider auch häufig utilisiert wird und dieses Verhalten eine Funtkion der gesellschaftlichen Erwartungshaltung ist. In soweit ist das Verhalten self-full-filling. Wer glaubt schon einem Kreativen der völlig "normal" ist? Der typische Andorra-Defekt also.

Der Begriff der "Kreativität", im landläufigen Sinne, steht deshalb genau im Interaktionsfeld zwischen gesellschaftlicher Erwartungshaltung und dessen Bedienung. Deshalb ist die gesellschaftlich okktruierte Erwartungshaltung prägender für das Verhalten des "Kreativen", als es a priore wäre. Warum sind Versicherungsfritzen immer so aalglatt und seriös? Weil es die Gesellschaft will.

Leider unterliegt die Wahrnehmung insoweit dem Selektivitätsprinzip, als das einem mehr bekloppte Künstler einfallen, als "normale". (Ist genauso mit den Ampeln: Die sind die meiste Zeit rot oder?)
Realistischer Weise sind die meisten "Kreativen", die ich kenne, langweiliger, normaler und konservativ-reaktionärer als man erwarten würde.


Zuletzt bearbeitet von am So 18.06.2006 14:52, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
out

Dabei seit: 14.11.2002
Ort: koblenz
Alter: 32
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Verfasst So 18.06.2006 18:25
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bauchbieber hat geschrieben:
Zitat:
tatsächlich glaube ich, dass das beklopptsein hinsichtlich der kreativität eine tugend ist. es ist eine gratwanderung zwischen abgrund und luftigen höhen.


Das mag durchaus richtig sein. Es fallen einem spontan ja auch genug Beispiele für "bekloppte" kreative Menschen ein.

Trotzdem glaube ich das das "Bekopptsein" leider auch häufig utilisiert wird und dieses Verhalten eine Funtkion der gesellschaftlichen Erwartungshaltung ist. In soweit ist das Verhalten self-full-filling. Wer glaubt schon einem Kreativen der völlig "normal" ist? Der typische Andorra-Defekt also.

Der Begriff der "Kreativität", im landläufigen Sinne, steht deshalb genau im Interaktionsfeld zwischen gesellschaftlicher Erwartungshaltung und dessen Bedienung. Deshalb ist die gesellschaftlich okktruierte Erwartungshaltung prägender für das Verhalten des "Kreativen", als es a priore wäre. Warum sind Versicherungsfritzen immer so aalglatt und seriös? Weil es die Gesellschaft will.

Leider unterliegt die Wahrnehmung insoweit dem Selektivitätsprinzip, als das einem mehr bekloppte Künstler einfallen, als "normale". (Ist genauso mit den Ampeln: Die sind die meiste Zeit rot oder?)
Realistischer Weise sind die meisten "Kreativen", die ich kenne, langweiliger, normaler und konservativ-reaktionärer als man erwarten würde.


ja, ich verstehe was du sagen willst.

wie heißt es noch gleich in einem schönen lied: "I wish I was special"
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McMaren

Dabei seit: 06.09.2002
Ort: Düsseldorf
Alter: 36
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Verfasst So 18.06.2006 18:43
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Um nochmal auf deinen Eingangspost zurückzukommen: wenn es dir doch inzwischen gut zu gehen scheint, dann bewirb dich doch einfach mal?
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A85

Dabei seit: 20.04.2006
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Geschlecht: Männlich
Verfasst So 18.06.2006 18:43
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Re: Hochbegabt, nur behindert. Was soll ich tun?

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Pedawan hat geschrieben:
Ähm ja hallo! * Mmmh, lecker... *

Ich platze einfach mal so mit der Tür ins Haus:

Schon damals war ich sehr interessiert (...) machte eher einen unterdurchschnittlichen Eindruck (...) Trotz alledem konnte ich immer wieder - mal ganz nebenbei - durch Glanzleistungen überzeugen.

Ich bin begabt, nur behindert und schaffe es immer wieder auf primitivste Weise großes zu leisten. Ich möchte professionelles Arbeiten erlernen und mich nicht direkt von vorneherein degradieren lassen.

Was ratet ihr mir? * Ich will nix hören... *


Hallo,

das kommt mir doch alles sehr bekannt vor...

Habe eben dein Post gesehen und dachte mir da schreib ich doch gleich mal was dazu; ohne die anderen Posts gelesen zu haben kann ich dir sagen das du damit bestimmt nicht alleine bist.

Ich war vor nicht allzulanger Zeit in einer ähnlichen Situation und bin nach langer Odyssee aus diversen stationären Klinikaufenthalten, verschiedenen medizinisch-therapeutischen Ansätzen über einen sogenannten "Reha-Berater" des Arbeitsamtes in eine berufliche Rehabilitationsmaßnahme gekommen. In eine Ausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien / Mediendesign im Europäischen Berufsbildungswerk (Bitburg).

Obwohl einiges suboptimal für junge Leute ist (du verdienst zum Beispiel kein Geld und bist im Internat untergebracht welches von Erziehern verwaltet wird), ist es auch eine super Chance für die, die auf dem eigenen Lebensweg wegen körperlichen oder psychischen Einschränkung den Sprung in die "funktionierende" Gesellschaft verpasst haben.

Stark Komprimierte Kurzfassung meiner Situation:
Bin als "typischer" ADS'ler in der Grundschule mit Ritalin behandelt worden und danach mit sehr guten Leistungen jedoch eher in mich gekehrt auf eine Realschule, sollte kurz darauf von dort auf's Gymi wechseln; nach absetzen des Ritalins wegen negativer veränderungen (soziales desinteresse; egoistischer Wesenszüge die mir gleichermaßen fremd und befremdlich schienen) verfiehl ich zunehmend in eine Depression mit entsprechendem Leistungsrückgang in der Schule; zog mich immer mehr zurück; wurde gemobbt; entwickelte Ängste und Phobien bis ich eines Tages das Haus nicht mehr verlassen konnte...

Nach längerer Wartezeit begab ich mich in stationäre Behandlung, die Klinik jedoch wollte diese Erkrankung nur in ihren "Leistungskatalog" aufnehmen und ich war quasi das Versuchskaninchen. In Ermangelung eines passenden Rahmens wurde ich also nach etwa 8 Monaten totaler Isolation in die Magersüchtigenabteilung zu lauter 14-16 jährigen Mädels gesteckt. Ein Wurf in's kalte Wasser sozusagen, der half, der Therapeutische Rahmen für Magersüchtige jedoch nicht. 6 Monate wurde ich dort festgehalten. Wie bringt man das bitte in einen Lebenlauf?

Nach diversen Medikamententests wurde ich testweise in einer lokale Gesamtschule in deren Hauptschulzweig gesteckt. Während mich meine alte Realschule dankend abschrieb und mir eine "Schulphobie" nachsagte machte ich dort doch ziehmlich enttäuscht von unserem Schulsystem meinen Abschluss. Gewisse Vorurteile, ja teils berechtigt, lassen einen ja nicht unbeeinflusst und dann auf der Hauptschule zu landen das war anfangs schon ein starkes Stück.

Irgendwann traf ich dann auf einen Reha-Berater des Arbeitsamtes und kam nach 3 Monaten Berufsfindung (Fachinformatik/Mediengestaltung und als Kontrast Galabau) in meine Ausbildung zum Mediengestalter.
Hätte ich persönlich nicht gebraucht, mein Vater ist Grafikdesigner und ich hatte schon früh Blut geleckt.

Nun das bangen geht weiter http://www.mediengestalter.info/forum/45/suche-werbeagentur-in-koeln-fuer-ein-praktikum-61714-1.html?sid=9c95ceaea79fe3d720f11e91d4783e40

Jedoch bin ich in meiner Zeit hier im Europäischen Berufsbildungswerk eine Perspektive angegangen, habe diverse Hürden genommen sowie Stärke und persönliche Reife dazugewonnen.

Und nach dem ganzen Threapie Quatsch bin ich ein äußert engagierter Hobby-Verhaltensforscher geworden was der eigenen Menschenkenntnis doch ungemein hilft.

Ich habe also nach einer schlimmen Zeit aus vielem Negativen, Positives machen können. Erfahrungen die die breite Masse nicht hat, Krisen zu managen die an den eigenen oder den Selbstmord anderer grenzen, wappnet einen für so manches im Leben und im Beruf.


Zuletzt bearbeitet von A85 am So 18.06.2006 21:02, insgesamt 1-mal bearbeitet
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