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Thema: 3 1/2 jahre lang ohne ausbilder!! vom 16.12.2004


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Ausbildung -> 3 1/2 jahre lang ohne ausbilder!!
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Verfasst Fr 17.12.2004 22:49
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Zitat:
ohne "e", kommt ja nicht von wieder


danke *zwinker*

ja, das gabs bei uns auch. lehrwerkstatt, dozenten, lehrgänge, alles tarifvertraglich bestimmt. die armen "durften" einfach nicht in die produktion => ein blödmann "ausbilder" wurde abgestellt, um denen bei den hausaufgaben zu helfen, und den leuten in der produktion war es zu lästig und gefährlich, die azubis an verantwortungsvolle aufgaben heranzuführen.

ist ein zweischneidiges schwert: ich habe in der ausbildung oft geflucht, weil mir verantwortung aufgehalst wurde, für die ich nicht bereit war: ärger gab es oft genug, wenn ich mal etwas falsch gemacht hatte. es gab tage (die gibt es noch), da macht der job mir alpträume. zu hause habe ich auch viel gemacht (eher websachen), trotz allem war ich in der ausbildung hochmotiviert. jetzt irgendwie nicht mehr, wo ich fest angestellt bin *Schnief*

however: die leute, von denen ich im obigen absatz sprach, haben ein super schulzeugnis abgeliefert, meins war unter aller kanone. dafür durfte ich in der ihk-ap richtig punkten, also haben sich die praktischen erfahrungen doch ausgezahlt. die waren aber auch mit blood, sweat and tears bezahlt!!!

stelle dir nun vor, du bist in einer firma, die dir nur schrottjobs aufhalst. So hast du a) nicht die zeit und die lust, deine hausaufgaben für die schule vernünftig zu lösen => das können andere mit ausbilder und lehrwerkstatt 8h am (arbeits- * Ich will nix hören... * )tag. Und b) kackst du in der Praxis AP auch noch ab, weil du gar keine Ahnung von nix in drei Jahren Ausbildung mitbekommen hast.

Da kann man dann nur noch sagen: Danke schön! Traurig, aber täglich wahre Realität!


Zuletzt bearbeitet von am Fr 17.12.2004 22:50, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
Achim M.

Dabei seit: 17.03.2003
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Verfasst Sa 18.12.2004 09:37
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Toffi hat geschrieben:
wir können ja gerne mal einen Tread eröffnen zum Thema, was mich in meiner Ausbildung alles angekotzt hat. Da fällt mir dann bestimmt auch Seitenweise was ein und wir belästigen nicht die sinnvoll gestellten Frage, die eine Antwort verdient haben.


Benutze mal die Suche. Über ihre Ausbildung haben sich hier schon viele Luft gemacht. Eigentlich traurig.

XSchinkenX hat geschrieben:
ist ein zweischneidiges schwert: ich habe in der ausbildung oft geflucht, weil mir verantwortung aufgehalst wurde, für die ich nicht bereit war: ärger gab es oft genug, wenn ich mal etwas falsch gemacht hatte. es gab tage (die gibt es noch), da macht der job mir alpträume. zu hause habe ich auch viel gemacht (eher websachen), trotz allem war ich in der ausbildung hochmotiviert. jetzt irgendwie nicht mehr, wo ich fest angestellt bin *Schnief*


War in meiner Ausbildung auch so. Ich wurde ständig über Gebühr gefordert, ohne dass ich einen richtigen Ausbilder hatte. Nach der Ausbildung habe ich den Betrieb gewechselt. Meine Ausbildung liegt jetzt 10 Jahre zurück und es war eine gute Vorbereitung auf alles, was danach kam. Eines kann ich aber mit Gewissheit sagen: Schlimmer als in der Ausbildung ist es nie mehr geworden.

Gruß

Achim
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EisBeutelMaus

Dabei seit: 05.09.2003
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Verfasst Sa 18.12.2004 20:00
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Ach Leute...was ist schon Recht heutzutage...mit genügend Kohle machen sie eh was sie wollen...
Ich hab gewechselt und mich dagengen aufgetan...kein Ausbilder...klar hab ich mir auch alles selber
aneigen müssen...meinj Ausbilder hat voll gegen mehrere Sachen das Ausbildungsrechts verstoßen
und auch mit Nötigung...bla bla und Anzeige war vorm Arbeitsgericht nichts zu erreichen...
Traurig aber wahr...Top 10 Agentur kann sich sowas scheinbar leisten. Trotz allem mach ich weiter
mein Ding und lass mich net unterkriegen...KOPF hoch und einfach den Mut nehmen und weitermachen...
Musst ich nurmal loswerden...
Tja hab zwar alles hinter mir, aber hätt es mir ehrlich gesagt gerade auch vor Gericht mal anders
vorgestellt...aber SUCH IS LIFE ;o) dann mauss man es ihnen wohl anders beweisen...einfach allein rein-
hängen.
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Eistee
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Dabei seit: 31.10.2001
Ort: Grimma
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Verfasst So 19.12.2004 11:49
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EisBeutelMaus hat geschrieben:
Ach Leute...was ist schon Recht heutzutage...mit genügend Kohle machen sie eh was sie wollen...
Ich hab gewechselt und mich dagengen aufgetan...kein Ausbilder...klar hab ich mir auch alles selber
aneigen müssen...meinj Ausbilder hat voll gegen mehrere Sachen das Ausbildungsrechts verstoßen
und auch mit Nötigung...bla bla und Anzeige war vorm Arbeitsgericht nichts zu erreichen...
Traurig aber wahr...Top 10 Agentur kann sich sowas scheinbar leisten. Trotz allem mach ich weiter
mein Ding und lass mich net unterkriegen...KOPF hoch und einfach den Mut nehmen und weitermachen...
Musst ich nurmal loswerden...
Tja hab zwar alles hinter mir, aber hätt es mir ehrlich gesagt gerade auch vor Gericht mal anders
vorgestellt...aber SUCH IS LIFE ;o) dann mauss man es ihnen wohl anders beweisen...einfach allein rein-
hängen.


Dein Anwalt ist scheisse *zwinker*

Aber zum Thema:
Mediengestalter ist leider ein Beruf, in dem die Ausbildungsqualität sehr unterschiedlich ist. Meiner Meinung nach muss Eigeninitiative und autodidaktisches Lernen hier gar nicht besonders erwähnt werden, denn ich finde das ist ein absolutes MUSS für jeden in diesem Beruf. Schon alleine deswegen, weil sich jedes halbe Jahr 50% des Wissens, was man haben sollte, völlig ändert. Bei nem Mauer tut sich mal alle 10 Jahre was denke ich *zwinker* Wem das nicht bewusst ist, bzw wer dazu nicht bereit ist, der hat für mich einfach keine Eigung für den Beruf.

Eine weitere Erkenntnis die man gewinnen muss, auch Berufsübergreifend, ist die Tatsache, dass man sich im Berufsleben im Gegensatz zur Schulzeit um alles selber kümmern muss, wenn man will das was passiert.

Ich verstehe z.b. nicht warum der Threadersteller (falls ichs nicht überlesen hab...) nicht mal ein klärendes Gespräch geführt hat, auf die Pflichten des Ausbildungsvertrages hingewiesen hat, Vorschläge gemacht hat, wie sich das Ausbildungsziel doch noch erreichen lässt. Selbiges gilt auch für das Ausbildungsmaterial (Rechner, Bücher...). Denn ich denke auch viele Betriebe wissens einfach nicht besser, und die denen es wirklich schiess egal ist sind in der Minderheit. Und selbst da kann man diplomatisch sein und mal argumentieren, das es auch ein schlechtes Licht auf die Firma wirft, wenn die Azubis die Prüfung nicht bestehen.

Und man muss halt auch selber mal ein bischen "beissen" können. Ich wusste z.B. das ich wohl ein bischen Flash können sollte, um für die AP ne kleine Animation zu machen. Also hab ich erstmal gesagt das ich das können muss (und nicht nur coden Lächel ) und solange drauf bestanden, bis ich nen kleines Lern-Flashprojekt bekommen habe.

Zum Rechtlichen: Ich glaube schon, das man bei groben Vertragsverletzungen was machen kann, denn ein Ausbildungsvertrag ist ein Vertrag wie jeder andere auch! Wobei ich dazu nur als letzten Schritt rate, oft reicht es schon, informiert zu sein! Wenn man z.b. selbstbewusst durchblicken lässt, das man sich über die Rechtslage informiert hat, das aber anders lösen möchte, kann das Wunder wirken! Als ich meine erste Ausbildungsfirma gewechselt habe, hab ich mich bei der IHK informiert und das auch im Gespräch gesagt, das falls ich nicht wechseln darf, ich das halt über den offiziellen Weg machen muss, und schlimsmtenfalls der Betrieb nicht mehr ausbilden darf. Und plötzlich wurden mir keine Steine mehr in den Weg gelegt...


Zuletzt bearbeitet von Eistee am So 19.12.2004 11:51, insgesamt 1-mal bearbeitet
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SlipFinger

Dabei seit: 04.01.2005
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Verfasst Mi 05.01.2005 00:01
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Thema Recht

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Zum Thema Recht: vor dem Arbeitsgericht bekommt nicht unbedingt der Recht, der Recht hat, sondern derjenige, der besser Argumentiert.
Zum Thema Ausbilder: mittlerweile ist es meines Wissens nach so, das man nicht unbedingt einen Ausbilder braucht um Azubis auszubilden....
Zum Thema BS: dreiviertel meiner BS-Zeit gab es gar keine Computer, nur im ersten halben Jahr gab es welche...
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Bubbelgum

Dabei seit: 16.03.2004
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Verfasst Mi 05.01.2005 13:59
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Re: Thema Recht

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SlipFinger hat geschrieben:
Zum Thema Recht: vor dem Arbeitsgericht bekommt nicht unbedingt der Recht, der Recht hat, sondern derjenige, der besser Argumentiert.
Zum Thema Ausbilder: mittlerweile ist es meines Wissens nach so, das man nicht unbedingt einen Ausbilder braucht um Azubis auszubilden....
Zum Thema BS: dreiviertel meiner BS-Zeit gab es gar keine Computer, nur im ersten halben Jahr gab es welche...


kann dir zum zeiten punkt zustimmen. ich hab leider n betrieb abbekommen, wo man keine ausbilder braucht. und wie sich hinterher herausgestellt hat, hat der chef auch nciht viel ahung und verstoesst viel gegen den ausbildungsvertrag. reden hilft nicht, die iHK kam auch schon hier an. aber wirklich bringen scheint es nichts.

gruss BuB
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supergrobi

Dabei seit: 06.04.2005
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Geschlecht: Weiblich
Verfasst Mi 17.08.2005 15:24
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Ich glaub, wenn der Betrieb net im Arbeitgeberverband ist, die Gewerkschaft auch nichts zu melden. Du musst dich bei der IHK an deinen Ausbildungsberater wenden und sagen, dass du keinen Ausbilder hast. Dann muss der das lösen. Klar, auf 500 Betriebe kommen meist nur 5 Berater. Aber das Problem ist ja schon übler, würde ich sagen, als ob jemand einen Ausbilder hat und bloß den nicht leiden kann (auch Fall für den Ausbildungsberater).
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