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Thema: Veränderte Fonts = eigenes Werk vom 18.04.2006


Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen MGi Foren-Übersicht -> Typografie -> Veränderte Fonts = eigenes Werk
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ulmer_hocker
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Ort: -

Verfasst Di 18.04.2006 09:06
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Veränderte Fonts = eigenes Werk

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Moin,

Ich hab in den letzten 3-4 Jahren ein knappes dutzend individualisierter Fonts erstellt. Teils auf Basis von Freefonts, teils auf Basis bekannter Fonts (z.B. Futura und Microgramma, angepasst als Logo und Headlinefonts).
Jetzt würde ich diese Fonts gerne weiterverwerten, z.B. zum download bereitstellen.

Wie deutlich müssen die Unterschiede sein, um hier nicht Schwierigkeiten mit den Urhebern der Originalfonts zu bekommen? Gibts da irgendwie Richtlinien? Denn teilweise ist für den Kenner der Ursprungsfont noch gut zu erkennen. Teilweise weniger.
 
Mac

Dabei seit: 26.08.2005
Ort: Köln
Alter: 55
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 18.04.2006 09:22
Titel

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Ganz schwierig. Je ähnlicher, desto vorsichtiger wäre ich.
Freefonts unterliegen aber auch einem Copyright.
Ich würde die Finger davon lassen, das frei zu dsitributieren - es sei denn,
der Font ist komplett auf deinem Mist gewachsen.
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keks0ne

Dabei seit: 31.03.2005
Ort: NRW
Alter: -
Geschlecht: Männlich
Verfasst Di 18.04.2006 09:26
Titel

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ist doch das selbe wie bei bildern...wie willst du da richtlinien festlegen? * Keine Ahnung... *
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Benutzer 28450
Account gelöscht Threadersteller


Ort: -

Verfasst Di 18.04.2006 12:59
Titel

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Die Regeln sind immer in der EULA des jeweiligen Anbieters zu finden. Es kann somit gut sein, das du eigentlich sogar schon gegen sie verstoßen hast, nur weil du die Schrift verändert hast, oder weil du sie individualisiert hast (selbst, wenn du es nur für ein Logo verändert hast). Je nach Anbieter wird da auch anders verfahren. Entweder hast du dich strafbar gemacht, oder aber die gesamten Rechte für deine Schriften fallen zurück an den Anbieter, womit die Veröffentlichung von dir wohl kaum erlaubt sein dürfte!?


Beispiele aus der Linotype License Agreement:

2.2 Es ist - vorbehaltlich der Regelungen in den Ziffern 2.3 und 2.4 - nicht gestattet, die Schriften-Software zu verändern, sie mit anderen Softwareprogrammen zu vermischen, sie zu dekompilieren, Module daraus zu eigenen Entwicklungen zu verwenden oder die in der Schriften-Software enthaltenen technischen Lösungen zu anderen Zwecken als dem Betrieb an Ihrem eigenen Computer zu verwenden.

2.4 Modifikationen der Schriften-Software sind nicht gestattet, auch wenn sie notwendig sind, um persönliche Design-Anforderungen zu erfüllen. Sollte der Lizenznehmer Modifikationen wünschen, dann ist das Einverständnis von Linotype GmbH einzuholen. Bei Zuwiderhandlung verfällt jedes Supportrecht und die Gewährleistung durch die Linotype GmbH. Sie stellt einen Verstoß gegen diesen Nutzungsvertrag dar.
Des weiteren wird Linotype GmbH trotz des Verbots von Modifikationshandlungen durch den Lizenznehmer oder Dritte Eigentümer der modifizierten Daten der Schriften-Software.
Insbesondere ist es nicht gestattet, die zur Kennzeichnung verwendeten Namen der Schriften-Software in irgendeiner Weise abzuändern. Falls solche Änderungen erforderlich werden, so ist die vorherige schriftliche Genehmigung durch die Linotype GmbH einzuholen.

Mir fällt jetzt auch leider kein Herrsteller ein der Schriften zur Modifikation freigibt!?

In den meisten Fällen ist die Originalschrift auch immer nachvollziehbar. Sei es auch nur das sich ein paar Bezierpunkte überschneiden, der Grundgedanke der Schrift der selbe ist, oder die Schrift die selbe Metrik benutzt.

Wenn du wirklich darüber nachdenkst Schriften zu publizieren, würde ich dir vorschlagen es nicht mit Modifikationen zu versuchen.

Wenn du dich dann zu dem Thema ein bißchen mehr einlesen willst:
http://www.typeright.org/ethicsguide.html
 
Benutzer 28450
Account gelöscht Threadersteller


Ort: -

Verfasst Di 18.04.2006 13:05
Titel

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Und nebenbei: Ich würde gerne mal die Modifikationen zu Gesicht bekommen!? Vor allem, was du aus der häßlichen Microgramma noch so herausgeholt hast!? Lächel

Hab gerade nochmal bei dem Lizenspartner der Microgramma (URW - http://www.urwpp.de/ ) nachgeschaut! Und es sieht schlecht aus!?

2.2 Modifikationen der Schriften-Software sind nicht gestattet, auch wenn sie notwendig sind, um … bal bla bla!?!

http://www.urwpp.de/graphic/pdf/URW_Lizenz.pdf


Zuletzt bearbeitet von Nimroy am Do 20.04.2006 08:25, insgesamt 1-mal bearbeitet
 
ulmer_hocker
Account gelöscht Threadersteller


Ort: -

Verfasst Do 20.04.2006 07:56
Titel

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Mal ein Beispiel, basierend auf der Formata, das war damals die erste Font-Modifikation. Ursprünglich nur fürs Logo, später auch für Headlines in Prospekten etc. verwendet:




Kein Meisterwerk, das weiß ich selbst, es geht aber auch nur darum ob Fonts die in diesem Maße verändert sind, dann noch zu dicht am Ursprung sind.
 
Anti78

Dabei seit: 16.09.2003
Ort: Tbb/Mz/M
Alter: 38
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 20.04.2006 08:22
Titel

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ulmer_hocker hat geschrieben:
Mal ein Beispiel, basierend auf der Formata, das war damals die erste Font-Modifikation. Ursprünglich nur fürs Logo, später auch für Headlines in Prospekten etc. verwendet:




Kein Meisterwerk, das weiß ich selbst, es geht aber auch nur darum ob Fonts die in diesem Maße verändert sind, dann noch zu dicht am Ursprung sind.



Also bei dem Beispiel muss man schon genau hin sehen um Gemeinsamkeiten zu sehen.
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Astro

Dabei seit: 14.04.2003
Ort: auf der Flucht
Alter: 41
Geschlecht: Männlich
Verfasst Do 20.04.2006 08:45
Titel

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Nenn sie Form M, dann wird wahrscheinlich nie jemand darauf kommen. * Ich bin ja schon still... *
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